{"id":195,"date":"2018-08-22T18:51:31","date_gmt":"2018-08-22T16:51:31","guid":{"rendered":"https:\/\/xn--plckhahn-vogel-hsb.de\/?page_id=195"},"modified":"2024-12-07T17:01:25","modified_gmt":"2024-12-07T16:01:25","slug":"songtexte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/musik-satire.de\/?page_id=195","title":{"rendered":"Songtexte"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group\"><div class=\"wp-block-group__inner-container\">\n<p><a href=\"#1\">A la carte<\/a><br>\n<a href=\"#69\">Abwrackpr\u00e4mie<\/a><br>\n<a href=\"#2\">Alles Mumpitz?<\/a><br>\n<a href=\"#76\">Alte wei\u00dfe M\u00e4nner<\/a><br>\n<a href=\"#82\">Alternative Fakten<\/a><br>\n<a href=\"#3\">Anders reisen<\/a><br>\n<a href=\"#65\">Armer Borkenk\u00e4fer<\/a><br>\n<a href=\"#4\">Auf dem Sandstrand<\/a><br>\n<a href=\"#56\">Bella Ciao<\/a><br>\n<a href=\"#5\">Bill auf dem Grill<\/a><br>\n<a href=\"#6\">Blowin\u00b4 in the wind<\/a><br>\n<a href=\"#62\">Cyberrock<\/a><br>\n<a href=\"#66\">Das Lied vom Arsch der Welt<\/a><br>\n<a href=\"#57\">Der Klang der Stille<\/a><br>\n<a href=\"#70\">Der Klimaaktivist<\/a><br>\n<a href=\"#7\">Der Zwerg und der Riese<\/a><br>\n<a href=\"#77\">Die Gro\u00dfe Verschw\u00f6rung<\/a><br>\n<a href=\"#58\">Deutscher Diesel<\/a><br>\n<a href=\"#8\">Die Konkurrenz schl\u00e4ft nie<\/a><br>\n<a href=\"#9\">Ein Fall f\u00fcr Pisa<\/a><br>\n<a href=\"#10\">Ein kleines Wertpapier<\/a><br>\n<a href=\"#11\">Elternabend<\/a><br>\n<a href=\"#12\">Ernsthaft krank<\/a><br>\n<a href=\"#13\">Es klappert die M\u00fchle<\/a><br>\n<a href=\"#14\">Falsch gefeiert<\/a><br>\n<a href=\"#15\">Flugangst<\/a><br>\n<a href=\"#71\">Fu\u00dfg\u00e4nger<\/a><br>\n<a href=\"#16\">F\u00fcr nichts `ne Garantie<\/a><br>\n<a href=\"#83\">Gartenh\u00e4uschen<\/a><br>\n<a href=\"#17\">Gef\u00e4hrliche Freunde<\/a><br>\n<a href=\"#18\">Geisterfahrer<\/a><br>\n<a href=\"#78\">Geldw\u00e4sche<\/a><br>\n<a href=\"#59\">Geschenk aus China<\/a><br>\n<a href=\"#19\">Gr\u00fcne Bohnen<\/a><br>\n<a href=\"#88\">Gruppenzwang<\/a><br>\n<a href=\"#20\">Herr M\u00fcller hat sich ein Verm\u00f6gen geschafft<\/a><br>\n<a href=\"#60\">Horoskop<\/a><br>\n<a href=\"#21\">Ich m\u00f6chte meine Katze therapieren<\/a><br>\n<a href=\"#84\">Im Hotel<\/a><br>\n<a href=\"#85\">Immer nur \u00c4rger<\/a><br>\n<a href=\"#67\">In der S-Bahn<\/a><br>\n<a href=\"#86\">In der Wand<\/a><br>\n<a href=\"#87\">In der Wildnis<\/a><br>\n<a href=\"#72\">Jammern auf hohem Niveau<\/a><br>\n<a href=\"#89\">Jede Stimme z\u00e4hlt<\/a><br>\n<a href=\"#22\">Kann denn Diebstahl S\u00fcnde sein?<\/a><br>\n<a href=\"#23\">Kapitaltango<\/a><br>\n<a href=\"#24\">Keine Frustrationstoleranz<\/a><br>\n<a href=\"#68\">KI<\/a><br>\n<a href=\"#25\">Klara Fall<\/a><br>\n<a href=\"#26\">Kleine Vogelkunde<\/a><br>\n<a href=\"#82\">L\u00f6wensuche<\/a><br>\n<a href=\"#90\">Man g\u00f6nnt sich ja sonst nichts<\/a><br>\n<a href=\"#27\">Marlene<\/a><br>\n<a href=\"#63\">Mauerlied<\/a><br>\n<a href=\"#28\">Mein Doppelg\u00e4nger<\/a><br>\n<a href=\"#29\">Mike, der Kneipier<\/a><br>\n<a href=\"#30\">Multikulti<\/a><br>\n<a href=\"#64\">Niemals ohne Klopapier<\/a><br>\n<a href=\"#91\">Nostalgie<\/a><br>\n<a href=\"#73\">Not Systemrelevant<\/a><br>\n<a href=\"#31\">Nur der Ralf<\/a><br>\n<a href=\"#32\">Oh armes Schwein, wie j\u00e4mmerlich (Choral f\u00fcr ausgemusterte Politiker)<\/a><br>\n<a href=\"#33\">Opfermut<\/a><br>\n<a href=\"#92\">Optimaler Energiemix<\/a><br>\n<a href=\"#34\">Papas Spielzeug<\/a><br>\n<a href=\"#35\">Pasewalk<\/a><br>\n<a href=\"#36\">Perlen vor die Sau<\/a><br>\n<a href=\"#79\">Rentnerpower<\/a><br>\n<a href=\"#37\">Reisepl\u00e4ne<\/a><br>\n<a href=\"#38\">Rotk\u00e4ppchen und die W\u00f6lfe<\/a><br>\n<a href=\"#39\">S-Bahnblues<\/a><br>\n<a href=\"#40\">Schmiergeld f\u00fcr den Schiri<\/a><br>\n<a href=\"#74\">Sch\u00f6ne deinen Lebenslauf<\/a><br>\n<a href=\"#93\">Sch\u00f6ner, besser, schneller, geiler<\/a><br>\n<a href=\"#94\">Selbstoptimierung<\/a><br>\n<a href=\"#61\">Sixty-Four<\/a><br>\n<a href=\"#41\">Sommernachmittag<\/a><br>\n<a href=\"#75\">Sonnenstrahls Reise<\/a><br>\n<a href=\"#42\">Sport macht dick<\/a><br>\n<a href=\"#43\">Tierliebe<\/a><br>\n<a href=\"#44\">Verfassungsschutzblues<\/a><br>\n<a href=\"#45\">Vergebliches Warten<\/a><br>\n<a href=\"#46\">Verwechslung<\/a><br>\n<a href=\"#47\">Verwirrung am Weihnachtsabend<\/a><br>\n<a href=\"#48\">Vogelpark Walsrode<\/a><br>\n<a href=\"#49\">Vor Madagaskar<\/a><br>\n<a href=\"#95\">V\u00f6llig losgel\u00f6st <\/a><br>\n<a href=\"#50\">Warum ausgerechnet ich?<\/a><br>\n<a href=\"#96\">Warum hat Deutschland keine Monarchie?<\/a><br>\n<a href=\"#51\">Warum sitzt der gute Onkel Willibald<\/a><br>\n<a href=\"#52\">Wenn bei Capri \u2026<\/a><br>\n<a href=\"#80\">Wenn man w\u00fcsste<\/a><br>\n<a href=\"#53\">Wir kriegen alles raus<\/a><br>\n<a href=\"#55\">Woher die Macke?<\/a><br>\n<a href=\"#81\">Zehn kleine Giftzwerge<\/a><br>\n<a href=\"#54\">Zwischen Leber und Milz<\/a><\/p>\n<p><strong id=\"1\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"1\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>A la carte<\/strong><br>\nRucolasalat, Rucolasalat,<br>\nhausgemachte Pasta mit Ricotta und Spinat,<br>\nCaneloni, Rigatoni, alles ohne Glutamat.<br>\nSchenkel vom Fasan, Schenkel vom Fasan<br>\nin Marsalaso\u00dfe oder neapolitan<br>\nCalamari und Campari<br>\nund vor allem Parmesan.<br>\nLup de mer, im Spitzenwein pochiert,<br>\nInvoltini, w\u00fcrzig mariniert,<br>\nrosa Ente, Pinienkernpuree<br>\nund gegrilltes Weidelammfilet.<br>\nWill ich dann noch mehr, will ich dann noch mehr,<br>\nmousse au chocolat und panna cotta zum Dessert,<br>\nZabaione, Pannetone,<br>\nGrappa hinterher.<\/p>\n<p>Leider steh ick mit Gertrude<br>\nmeistens an der W\u00fcrstchenbude.<br>\nIck trink Bier (schon vor vier!)<br>\nund l\u00f6sche damit meinen Durst.<br>\nSie klopft nur dumme Spr\u00fcche<br>\nund h\u00e4lt nichts von fremde K\u00fcche.<br>\nVon Kultur keine Spur<br>\nSie stopft sich voll mit Currywurst.<\/p>\n<p>Aber wenn Paolo mit Barolo<br>\nund der Vati mit Frascati,<br>\nGioacchino mit Trentino<br>\nund die Tanti mit Chianti,<br>\nBenedetto mit Dolcetto<br>\nUnd Giuliano mit Trebiano<br>\nund derLuca mit Sambuca<br>\nsich betrinkt,<br>\nwenn die liebe Toni Medallioni,<br>\nTortelini f\u00fcr bambini<br>\nSaltenbocca und Crespelle,<br>\nTagliatelle, Parpadelle,<br>\nPecchorino, Bardolino<br>\nund Salice Salentino<br>\nund die Montepulcianoflasche<br>\nbringt, dann hab ich den Traum vom guten Essen,<br>\nkann die Currywurst vergessen<br>\nund ich denke, f\u00fchle, schmecke italienisch,<br>\nJa, dann wird getafelt und geschlemmert<br>\nund gesoffen, bis es d\u00e4mmert,<br>\nund ich schwelge in der sch\u00f6nsten Phantasie.<br>\nDenn die gute K\u00fcche aus Italien<br>\nhat die leckersten Fressalien,<br>\nhat die allersch\u00f6nsten Weine<br>\nund ich sehne mich in eine<br>\nPizzeria, Osteria, Trattoria, Mama mia,<br>\nmeine W\u00fcnsche bleiben leider Utopie.<\/p>\n<p>Ich hab nur den Traum vom guten Essen,<br>\nwill die Currywurst vergessen...<\/p>\n<p>Denn ick steh mit Gertrude<br>\nmeistens an der W\u00fcrstchenbude.<br>\nSie sagt nee Zu Gourmet<br>\nsie liebt nur Ketchup und Pommes frites.<br>\nSie l\u00e4sst nichts Leckres gelten,<br>\nzwischen uns da liegen Welten,<br>\nWill ich sch\u00f6n essen gehen,<br>\ndann sagt Gertrude blo\u00df igitt.<\/p>\n<p>Rucolasalat...<br>\nMozzarella, Stracciatella,<br>\nkleine Wachteln zum Verspachteln<\/p>\n<p>Doch ick steh mit Gertrude<br>\nimmer an der W\u00fcrstchenbude.<br>\nSie f\u00e4hrt stur ihre Spur<br>\nund zieht den Fastfood in sich rein.<br>\nIch kann\u2019s kaum noch ertragen,<br>\nst\u00e4ndig dreht sich mir der Magen.<br>\nWill ich sch\u00f6n essen gehen,<br>\ndann sagt sie: Du verfressnes Schwein.<\/p>\n<p>Mit Gertrude ist es wirklich ein Kreuz.<br>\nDie l\u00e4sst sich auf nichts ein, was mit gutem Geschmack zu tun hat.<br>\nDabei hab ich schon alles mit der probiert.<br>\nNicht nur italienisch.<br>\nAber f\u00fcr kulinarische H\u00f6hepunkte hat die einfach kein Organ.<br>\nDie isst ja noch nich mal ne Tiefk\u00fchlpizza.<\/p>\n<p><em>Text: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nMusik: W.A. Mozart<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"69\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"69\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Abwrackpr\u00e4mie<\/strong><br>\nIm Lauf der Zeit sammelt sich so Einiges an,<br>\nwas man nicht mehr gebrauchen kann.<br>\nManches, was seinen Wert verloren hat,<br>\nmanche and\u00b4re Sache hat man einfach satt.<br>\nUnd dann fragt man sich: \u201eWas mach\u2018 ich blo\u00df?<br>\nWerd\u00b4 ich das alte Zeug auf dem Flohmarkt los?<br>\nOder kann ich bei Ebay ein Schn\u00e4ppchen machen<br>\nmit all den ausgemusterten Sachen?\u201c<br>\nF\u00fcr Autos hat man\u2018s fr\u00fcher l\u00e4ngst schon erkannt:<br>\ngefragt ist hier Vater Staats helfende Hand.<\/p>\n<p>Ich will ne Abwrackpr\u00e4mie f\u00fcr meinen alten PC.<br>\nIch will ne Abwrackpr\u00e4mie f\u00fcr das durchgesess\u00b4ne Canapee.<br>\nIch will ne Abwrackpr\u00e4mie f\u00fcr den leergesoff\u00b4nen Kasten Bier,<br>\nich will ne Abwrackpr\u00e4mie f\u00fcr gebrauchtes Klopapier.<br>\nIch will ne Abwrackpr\u00e4mie f\u00fcr mein Zigarettenetui.<br>\nIch will ne staatliche Abwrackpr\u00e4miengarantie.<br>\nIch will ne Abwrackpr\u00e4mie, und zwar jetzt und gleich<br>\nund mindestens im vierstelligen Bereich!<\/p>\n<p>Es sieht schlecht aus um die Welt,<br>\nwenn der Konsumklimaindex f\u00e4llt,<br>\nwenn die Wachstumskurve abflacht,<br>\nweil der Endverbraucher schlappmacht.<br>\nDenn ohne Konsumierer<br>\nkennt die Wirtschaft nur Verlierer.<br>\nEs ist klar, dass jeder Laden baden geht,<br>\nwenn kein staatlich gepushter Kaufanreiz besteht.<br>\nJa, Schrottpr\u00e4mien sind die beste Kur<br>\ngegen eine schwache Konjunktur.<\/p>\n<p>Und darum will ich ne Abwrackpr\u00e4mie f\u00fcr meine B\u00fccher von Karl May,<br>\nich will ne Abwrackpr\u00e4mie f\u00fcr den ausgestopften Papagei.<br>\nIch will ne Abwrackpr\u00e4mie f\u00fcr Omas Porzellan,<br>\nich will ne Abwrackpr\u00e4mie f\u00fcr den rausgefall\u00b4nen Zahn.<br>\nIch will ne Abwrackpr\u00e4mie f\u00fcr meine schon gesproch\u00b4nen Worte,<br>\nwill ne Abwrackpr\u00e4mie f\u00fcr den Herrn (da) am Pianoforte.<br>\nIch will ne Abwrackpr\u00e4mie, und zwar jetzt und gleich<br>\nund mindestens im vierstelligen Bereich!<br>\nMeinetwegen gern auch im f\u00fcnfstelligen<\/p>\n<p>Schmei\u00df nichts weg von deinen Resten im Keller!<br>\nHeb alles auf, jeden Teppich, jeden Teller,<br>\njeden Eierw\u00e4rmer, jede Gartenhose,<br>\njede Seifenschale und jede Zahnstocherdose.<br>\nSammel altes Zeug en gros!<br>\nWenn dein Platz nicht reicht, miete ein Depot!<br>\nDenn vielleicht gibt\u2019s ja irgendwann, wer wei\u00df,<br>\nwieder Abwrackpr\u00e4mien f\u00fcr jeden Schei\u00df.<br>\nSo ein Pr\u00e4mienpaket, das alles umfasst,<br>\nwas du an Gebrauchtwaren zu bieten hast.<\/p>\n<p>Sammel alles, um es irgendwann abzuwracken<br>\nund vielleicht ne Abwrackpr\u00e4mie daf\u00fcr einzusacken!<br>\nWarum, das hat kein Mensch kapiert,<br>\nwird das Abwracken nicht mal mehr bei Autos pr\u00e4miert<br>\nWarum wird nicht alles gegen Geld abgenommen,?<br>\nwarum kann man nicht f\u00fcr alles diese Pr\u00e4mie bekommen?<br>\nLieber Bundestag! Bitte genehmje<br>\nf\u00fcr alles ne Abwrackpr\u00e4mie!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 26790857<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"2\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"2\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Alles Mumpitz?<\/strong><br>\nWir fragen uns, worin besteht die Diskrepanz<br>\nzwischen Humbug, Stuss und Firlefanz?<br>\nWodurch, bitte, unterscheiden sich diese drei?<br>\nDas ist mitnichten einerlei!<br>\nDer Mensch denkt und redet n\u00e4mlich nur gescheit<br>\nunter Beachtung begrifflicher Genauigkeit.<br>\nWie grenzt man Humbug, Stuss und Firlefanz pr\u00e4zis\u2018 und knapp<br>\nvoneinander und vom Mumpitz ab?<\/p>\n<p>Man sollte dieser Frage mehr Aufmerksamkeit schenken<br>\nund den Blick dabei auch auf den Kokolores lenken.<br>\nKokolores, Mumpitz, Humbug, Stuss und Firlefanz,<br>\ndie Unterscheidung ist von ungeheurer Relevanz.<br>\nDenn das meiste, was der Mensch im Leben h\u00f6ren muss,<br>\nist entweder Kokolores oder Humbug oder Stuss<br>\noder Mumpitz oder Firlefanz und dergleichen mehr,<br>\nda muss endlich eine klare Unterscheidung her.<\/p>\n<p>Aber wirklich! Is\u2018 dringend n\u00f6tig. L\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig<\/p>\n<p>Man muss diese Begriffe sauber definieren,<br>\nihr jeweiliges Verwendungsumfeld evaluieren,<br>\nihren Kerngehalt kritisch-analytisch betrachten,<br>\nregional und schichtspezifisch auf Unterschiede achten,<br>\nden methodisch zweckentsprechenden Ansatz suchen,<br>\nsonst landet man im Handumdreh\u2019n beim Pustekuchen,<br>\nwobei der Firlefanz gesondert betrachtet werden muss,<br>\ngetrennt vom Humbug, vom Mumpitz und vom Stuss.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich auch vom Kokolores.<br>\nAlso, das versteht sich nun wirklich von selbst.<\/p>\n<p>Der Firlefanz, das erkenne ich durchaus<br>\nf\u00e4llt aus der Gruppe der genannten Begriffe etwas raus,<br>\nweil er mehr in Richtung Tatsachenbeschreibung geht<br>\nund weniger f\u00fcr d\u00e4mliches Gequatsche steht.<br>\nDer Kokolores ist dagegen, im Lauten wie im Leisen,<br>\ndem d\u00e4mlichen Gequatsche glasklar zuzuweisen,<br>\nweshalb er in einen Kontext gestellt werden muss<br>\nMit dem Humbug, dem Mumpitz und dem Stuss.<\/p>\n<p>Auch der Klimbim f\u00e4llt aus unserer Betrachtung heraus.<br>\nEr hat, und das schlie\u00dft ihn diskursiv aus,<br>\nwie der Tinnef einen eher gegenst\u00e4ndlichen Touch.<br>\nIhn hier einzubeziehen w\u00e4re qu\u00e4tscher als Quatsch<br>\nobwohl sich gewisse Parallelen aufdr\u00e4ngen.<br>\nDoch w\u00fcrde es leider den Rahmen sprengen.<br>\nDarum bleibt der Klimbim hier au\u00dfer Beachtung<br>\nzugunsten der Humbug- und Mumpitzbetrachtung.<\/p>\n<p>Der Humbug hat mit dem Mumpitz gemein<br>\nnicht nur sprachbezogen konnotiert zu sein,<br>\nDer Stuss hingegen bleibt dahinter zur\u00fcck,<br>\nseinem Assoziationshof fehlt quasi ein St\u00fcck.<br>\nKokolores, Mumpitz, Humbug voneinander abzugrenzen<br>\nf\u00e4llt schwer, mangels substanzieller Divergenzen.<br>\nDie Schnittmenge ist hier einfach zu gro\u00df.<br>\nIch h\u00f6re auf, sonst wird es bodenlos.<\/p>\n<p>Ja, und was is jetzt mit dem Pipifax?<br>\nNa nu werd\u2018 mal nich albern!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn <\/em><br>\n<em>GEMA-Werknummer 20639172<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"76\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"76\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Alte wei\u00dfe M\u00e4nner<\/strong><br>\nIch f\u00fchl mich richtig Schei\u00dfe, ich f\u00fchl mich grottenschlecht,<br>\nich f\u00fchl mich einfach hundsmiserabel.<br>\nDenn ich halte nichts von mir und das vollkommen zurecht.<br>\nIch bin f\u00fcr mich selbst nicht akzeptabel.<br>\nIch hab\u2018 ein tiefes Schuldgef\u00fchl in mir,<br>\nklag\u2018 mich selber an, wei\u00df allerdings nicht genau, wof\u00fcr.<br>\nAber irgendwas an mir ist b\u00f6se, h\u00e4sslich und gemein.<br>\nIch m\u00f6chte raus aus meiner Haut und gern ein and\u00b4rer sein.<br>\nEs gibt viel Schlechtes auf der Welt. Ich bin mit schuld daran,<br>\ndenn ich bin ein alter wei\u00dfer Mann.<\/p>\n<p>Alte wei\u00dfe M\u00e4nner tafeln (gern) opulent,<br>\nessen selten vegetarisch und niemals vegan,<br>\nsind geil, korrupt, versoffen und beratunsresistent,<br>\nnur dem Geld und dem Laster (sind sie) zugetan.<br>\nAlte wei\u00dfe M\u00e4nner sind Konkursverwalter<br>\nder Kolonialzeit, sind potentielle Sklavenhalter,<br>\nzetteln Kriege an und hinterm Rednerpult<br>\nerz\u00e4hlen sie nur Stuss und geben anderen die Schuld.<br>\nIch muss mich sch\u00e4men f\u00fcr das alles, auch wenn ich kaum was daf\u00fcr kann.<br>\nEgal! Ich bin nun mal ein alter wei\u00dfer Mann.<\/p>\n<p>Alte wei\u00dfe M\u00e4nner haben wenig Empathie,<br>\nwas sie sagen, ist politisch meistens unkorrekt,<br>\nverstr\u00f6men jede Menge negative Energie,<br>\nwoll\u00b4n nichts wissen von Demut und Respekt.<br>\nAlte wei\u00dfe M\u00e4nner, das sind Missgestalten,<br>\ndie sich zur\u00fcckzieh\u00b4n sollten und die Fresse halten.<br>\nVielfalt, Diversit\u00e4t ist angesagt,<br>\ninklusiv, breit gef\u00e4chert, jeder ist gefragt.<br>\nNur eine Species gibt\u00b4s, auf die die Welt verzichten kann -<br>\nZu der geh\u00f6re ich als alter wei\u00dfer Mann.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 29216413<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"82\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"82\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Alternative Fakten<\/strong><br>\nWenn die Sonne sich um die Erde dreht,<br>\nwenn sie im Westen auf- und im Osten untergeht,<br>\nwenn jeder Fluss vom Meer ins Gebirge flie\u00dft,<br>\nwenn der Hirsch im Wald auf den J\u00e4ger schie\u00dft<br>\nund wenn das Schaf dem Wolf seine Unschuld nimmt,<br>\ndann sollte ich mich fragen, ob bei mir irgendwas nicht stimmt.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 37601890<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"3\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"3\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Anders reisen<\/strong><br>\nIch hasse Touristen wie die Pest,<br>\nes \u00e4rgert mich, dass man alle reisen l\u00e4sst.<br>\nJapaner, Deutsche, Holl\u00e4nder, Franzosen, Yankees, Briten \u2013<br>\nden Massentourismus sollte man verbieten.<br>\nReisef\u00fchrer, Rollkoffer, Kamera,<br>\n\u201eoh darling, how nice\u201c, \u201eLotti, gucke mal da\u201c.<br>\nIch kann so viel Bl\u00f6dheit nicht ertragen,<br>\nbegegnen mir Touristen, dreht sich mir der Magen.<br>\nWill ich zur Erbauung in die Fremde geh\u00b4n,<br>\nm\u00f6chte ich keine anderen Touristen seh\u00b4n.<\/p>\n<p>Also dahin, wo man keine Touristen sieht,<br>\nam besten in ein echtes Krisengebiet.<br>\nDer Donbas f\u00e4llt mir als allererstes ein,<br>\nda scheint\u00b4s dank Putin touristisch clean zu sein.<br>\nSpa\u00df macht\u00b4s auch, seine Grenzen auszuloten<br>\nauf der Flucht vor somalischen Piratenbooten.<br>\nGanz gef\u00e4hrlich ist es wieder in Afghanistan.<br>\nSieht man da eine Frau falsch von der Seite an,<br>\ndann riskiert man sehr schnell sein Lebenslicht,<br>\naber anderen Touristen begegnet man nicht.<\/p>\n<p>Der Terrorismus erf\u00fcllt einen guten Zweck,<br>\nwo die Bomben krachen, bleiben die Touristen weg.<br>\nSie f\u00fcrchten sich vor Sch\u00fcssen und brennenden Reifen,<br>\ndarum lieb\u00b4 ich den Irak und den Gaza-Streifen,<br>\nAuf ins jemenitische Rebellenzelt!<br>\nDie Bundesregierung zahlt das L\u00f6segeld.<br>\nKomforteinbu\u00dfen nehm\u00b4 ich gerne hin,<br>\nwenn ich daf\u00fcr nicht unter Touris bin.<br>\nIch kann auch verzichten auf Eis am Stiel<br>\nf\u00fcr ein touristenfreies Urlaubsziel.<\/p>\n<p>Coca Cola, Fanta, nee, nee, nee,<br>\nvom R\u00fclpsen tut doch immer nur die Speiser\u00f6hre weh.<\/p>\n<p>Ich bin auch gern in Gegenden von Afrika<br>\nmit Cholera und Ebola.<br>\nDenn wo Viren und Bakterien ihre Kreise zieh\u00b4n<br>\ntrifft man keine toskanischen Lehrer aus Berlin.<br>\nIst ein Gebiet hoch infektionell,<br>\ndann reist sich\u00b4s dort h\u00f6chst individuell.<br>\nIch scher\u00b4 mich nicht um Malaria und um TBC,<br>\nwenn ich daf\u00fcr dem Urlauberrummel entgeh\u00b4.<br>\nZwei Dinge brauch\u00b4 ich nur, um in die Welt zu zieh\u00b4n:<br>\nHandfeuerwaffe und Penicillin.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 8145626 <\/em><\/p>\n<p><strong id=\"65\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"65\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Armer Borkenk\u00e4fer<\/strong><br>\nFr\u00fcher blieben an der Windschutzscheibe<br>\nmassenhaft Insekten kleben.<br>\nHeute hat man freie Sicht nach vorn,<br>\nweil nicht mehr so viel Insekten leben.<br>\nJa, es gibt Sechsbeiner,<br>\ndie man regelrecht vermisst.<br>\nNur einer, ganz besonders einer,<br>\nwird von allen gemobbt und gnadenlos gedisst.<\/p>\n<p>Armer Borkenk\u00e4fer, auf dich ist keiner scharf.<br>\nArtenvielfalt, ja! Doch an dir herrscht kein Bedarf.<br>\nDie Honigbiene genie\u00dft seit eh und je Respekt,<br>\nwie jetzt auch die Hornisse und manch anderes Insekt.<br>\nNur gegen dich hat selbst die kleinste Forstverwaltung<br>\n\u2019ne ausgepr\u00e4gte Antihaltung.<\/p>\n<p>F\u00fcr andere Insekten baut man Hotels.<br>\nSie zu bek\u00e4mpfen, ist verboten.<br>\nDir r\u00fcckt man mit Insektiziden auf den Pelz.<br>\nDu kriegst, wo man dich trifft, eins auf die Pfoten.<br>\nDu wirst ausgegrenzt, keiner hat dich lieb,<br>\ndabei willst du doch nur leben, wie jedes and\u2019re Tier.<br>\nDu frisst die W\u00e4lder kahl aus reinem Selbsterhaltungstrieb.<br>\nKleiner K\u00e4fer, was kannst du daf\u00fcr?<\/p>\n<p>Armer Borkenk\u00e4fer, auf dich ist keiner scharf.<br>\nArtenvielfalt, ja! Doch an dir herrscht kein Bedarf.<br>\nDu giltst als Sch\u00e4dling, bist im ganzen Land verschrie\u2019n.<br>\nDein Fressverhalten wird dir von niemandem verzieh\u2019n.<br>\nMan sagt, dein Kahlfra\u00df sei f\u00fcr den Wald sehr schlecht,<br>\ndabei ern\u00e4hrst du dich nur artgerecht.<\/p>\n<p>W\u00e4rst du vom Aussterben bedroht,<br>\ndann m\u00fcsstest du dich nicht sorgen.<br>\nDu h\u00e4ttest Freunde in deiner Not,<br>\nes g\u00e4be auch f\u00fcr dich ein Morgen.<br>\nAber du bist in keinem Schutzprogramm,<br>\nalso ein Loser und kein Gewinner.<br>\nDieses Schicksal teilst du immerhin<br>\nmit dem Eichenprozessionsspinner.<br>\nUnd mit der Minniermotte!<br>\nUnd mit dem Buchsbaumz\u00fcnsler!<br>\nAch ja, kann sein, sorry. Die hatt\u00b4 ich jetzt glatt vergessen. Also gut.<\/p>\n<p>Armer Buchsbaumz\u00fcnsler,<br>\narme Minniermotte,<br>\narmer Prozessionsspinner,<br>\narmer Borkenk\u00e4fer.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn <\/em><br>\n<em>GEMA-Werknummer 25015872<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"4\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"4\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Auf dem Sandstrand<\/strong><br>\nEine Schrankwand, ja eine Schrankwand<br>\nstand pl\u00f6tzlich unvermittelt auf dem Sandstrand.<br>\nSofort machten die Kinder darauf Handstand,<br>\nbis es die Strandaufsicht verbot, weil sie\u00b4s riskant fand.<br>\nDie Strandhotelbesitzer h\u00f6rt man fluchen:<br>\nauf einem Sandstrand hat ne Schrankwand nichts zu suchen.<br>\nUnd auch ein Fischer, dem ein Aal sich in der Hand wand,<br>\nwar strikt f\u00fcr die Beseitigung der Schrankwand.<\/p>\n<p>Indessen um das merkw\u00fcrdige M\u00f6bel<br>\nversammelte sich jugendlicher P\u00f6bel.<br>\nDas Landratsamt erkannte dies als Krise<br>\nund gab in Auftrag eine Expertise,<br>\ndie stellte fest, dass dieses M\u00f6belst\u00fcck am Sandstrand<br>\nnicht eine Schrankwand sei, sondern ein Wandschrank,<br>\nund dass ein Wandschrank auf einem Sandstrand<br>\nganz anders zu betrachten sei als eine Schrankwand.<\/p>\n<p>Man m\u00fcsse hier Spezifisches erkennen<br>\nund Nebens\u00e4chliches von Wesentlichem trennen.<br>\nEin Wandschrank sei durchaus zu akzeptieren<br>\nund in das Landschaftsbild zu integrieren.<br>\nEin solcher Wandschrank entz\u00f6ge sich Vergleichen,<br>\nder Ausdruck \u201eSperrm\u00fcll\u201c sei hier unbedingt zu streichen.<br>\nMan solle (anders als bei alten Autoreifen)<br>\nden Wandschrank als Gestaltungschance begreifen.<\/p>\n<p>Nach dieser Expertise herrschte Konsens:<br>\nden Wandschrank zu entfernen w\u00e4re Nonsens.<br>\nAls Kunst am Sandstrand habe er zu bleiben.<br>\nDrum lie\u00df man einen Wettbewerb ausschreiben.<br>\nUnd diesen Wettbewerb gewann ein alter Wilder,<br>\nder war bekannt f\u00fcr seine unsichtbaren Bilder.<br>\nGanz unger\u00fchrt von Wetter, Wind und Welle<br>\nr\u00fcckte er dem Wandschrank auf die Pelle.<\/p>\n<p>Die Vorderseite ziert ein Teppichklopfer,<br>\nein Messingschild gemahnt an alle Opfer.<br>\nUnd als verbindendes Symbol zum Meer.<br>\nringsum ne Ankerkette, voll mit Tang und Teer.<br>\nAuf diesen Anblick muss man neuerdings verzichten.<br>\nNatur ist manchmal da, um zu vernichten.<br>\nDas Meer stieg bis zur Uferpromenade.<br>\nUnd von dem Wandschrank sieht man nichts mehr. Schade.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 11033929 <\/em><\/p>\n<p><strong id=\"56\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"56\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Bella Ciao<\/strong><br>\nEines Morgens in aller Fr\u00fche,<br>\nbella ciao, bella ciao, bella ciao, ciao, ciao,<br>\neines Morgens in aller Fr\u00fche<br>\nfiel ich vor ihr auf die Knie.<\/p>\n<p>Oh du Sch\u00f6ne! Du Partisanin!<br>\nBella ciao, bella ciao, bella ciao, ciao, ciao,<br>\nich will k\u00e4mpfen an deiner Seite,<br>\nk\u00e4mpfen, ganz egal wof\u00fcr.<\/p>\n<p>Egal wof\u00fcr und egal wogegen,<br>\nbella ciao, bella ciao, bella ciao, ciao, ciao,<br>\nf\u00fcr die Armen (und dagegen), f\u00fcr die Reichen (und dagegen),<br>\nf\u00fcr und gegen Hinz und Kunz.<\/p>\n<p>Oh bitte, bitte, mach eine So\u00dfe!<br>\nBella ciao, bella ciao, bella ciao, ciao, ciao,<br>\nmach aus allem eine So\u00dfe,<br>\nin der jeder schwimmen kann.<\/p>\n<p>In dieser So\u00dfe kann man ersaufen,<br>\nbella ciao, bella ciao, bella ciao, ciao, ciao.<br>\nSollte ich auch darin ersaufen,<br>\nwill ich sterben nur mit dir.<br>\nSollte ich darin ersaufen, oh du sch\u00f6ne Partisanin,<br>\nwill ich sterben nur mit dir.<\/p>\n<p><em>Text: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nMusik: Italienisches Revolutionslied und \u201eSommerhit\u201c des Jahres 2018<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"5\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"5\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Bill auf dem Grill <\/strong><br>\nRippchen, Steaks und Lammkotelett,<br>\nauf die Kohlen tropft das Fett,<br>\nRostbratwurst klemmt in der W\u00fcrstchenzange.<br>\nSalatbuffet im Kunststoffzelt,<br>\nalles von Lampions erhellt,<br>\ndie Gartenparty ist in vollem Gange.<br>\nDann liegt der Bill pl\u00f6tzlich auf dem Grill.<br>\nDa wird es still, ja so still.<br>\nDie G\u00e4ste sind ersch\u00fcttert und beklommen.<br>\nDoch nach und nach wird allen klar,<br>\ndass das nicht vorgesehen war<br>\nund manche Dinge muss man eben nehmen, wie sie kommen.<\/p>\n<p>Langsam wird es wieder laut.<br>\nMan vergisst die G\u00e4nsehaut,<br>\ntrinkt ein Bier und l\u00e4sst sich\u00b4s nicht verdrie\u00dfen.<br>\nSterne steh\u00b4n am Firmament<br>\nman erfreut sich an der Band<br>\nan Tsatsikisch\u00fcsseln und an Schaschlikspie\u00dfen.<br>\nMan betrinkt sich ungeniert,<br>\nflirtet \u00b4rum und diskutiert,<br>\nein P\u00e4rchen knutscht, ein paar Besoffne johlen.<br>\nNur der Bill,<br>\nwas keiner wissen will,<br>\nliegt einsam auf dem Grill und muss verkohlen.<\/p>\n<p>Alle haben aufgemampft.<br>\nEin Gitarrenspieler klampft.<br>\nNachtigall mit melancholisch weichen T\u00f6nen<br>\nsingt ihr Liedchen im Geb\u00fcsch<br>\nund allm\u00e4hlich wird es frisch<br>\nund der Bill h\u00f6rt langsam auf zu St\u00f6hnen.<br>\nWenn die letzten G\u00e4ste geh\u00b4n,<br>\nist der Morgen schon zu seh\u00b4n,<br>\nund dann schlummern alle sanft in ihren Betten,<br>\ntr\u00e4umen s\u00fc\u00df vom Partyschmaus,<br>\nschlafen ihre R\u00e4usche aus,<br>\nund Bill war sowieso nicht mehr zu retten.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 9391715<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"6\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"6\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Blowin\u00b4 in the wind<\/strong><br>\nSind auf der Insel Borneo<br>\ndie Menschen tats\u00e4chlich borniert?<br>\nWird auf der Halbinsel Samland noch mehr<br>\nals anderswo sonst kopuliert?<br>\nHat sich die Lust am Fressen in Essen<br>\nbesonders extrem etabliert?<\/p>\n<p>The answer, my friend, is blowin\u00b4 in the wind.<\/p>\n<p>Warum hat Kuwait kaum eine Kuh<br>\nSind in Irland die Irren zu Haus?<br>\nWarum ist Finnland nirgends Inland au\u00dfer in Finnland<br>\nund was ist im Ausland aus?<br>\nIst der Po wirklich ein Fluss und kein Arsch<br>\nund was macht sich Aschaffenburg daraus?<\/p>\n<p>The answer, my friend ...<\/p>\n<p>Warum liegt Polen nicht am Pol<br>\nund was macht so m\u00fcd\u00b4 in Zermatt?<br>\nBadet man brustfrei im Titisee<br>\nund wieviel Watt hat Angkor Wat?<br>\nWem wird in Salzburg die Suppe versalzt,<br>\nherrscht in Halberstadt immer ein Patt?<\/p>\n<p>The answer, my friend ...<\/p>\n<p>Was wird zermanscht in der Mandschurei<br>\nund wo ist am Brenner die Glut?<br>\nleben in Leyden nur Masochisten,<br>\nwelche Frau ist gemeint mit Beirut?<br>\nAhnt der Vatikan, was die Einwohnerschaft<br>\nvon St. Blasien gelegentlich tut?<\/p>\n<p>The answer, my friend ...<\/p>\n<p><em>Text: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nMusik: Traditionell<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"62\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"62\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Cyberrock<\/strong><br>\nWenn du willst, dass alles, was dir durch die Birne schwirrt,<br>\nvon jedermann geh\u00f6rt, gesehen und gelesen wird,<br>\nwenn du willst, dass eine Teilhaber-Community entsteht,<br>\ndie erf\u00e4hrt, was dir gef\u00e4llt und was dir auf die Nerven geht,<br>\ndann brauchst du nicht viel Geld, nur ein bisschen Phantasie,<br>\ndenn heutzutage hast du M\u00f6glichkeiten wie noch nie.<\/p>\n<p>Ein Click gen\u00fcgt und schon kannst du dich verbreiten<br>\nauf YouTube, in sozialen Medien und auf Bloggerseiten.<br>\nDu kannst Videos hochladen, schreiben, reden oder singen,<br>\nmanche begeistern, and\u2019re zur Verzweiflung bringen.<br>\nMach\u2019s sch\u00f6n simpel, nicht zu intellektuell gestrickt!<br>\nJe plakativer, desto \u00f6fter wirst du angeclickt.<\/p>\n<p>Du kannst nach Herzenslust Tabus verletzen,<br>\nvielleicht einen Flashmob in Bewegung setzen,<br>\neinen Shitstorm entfachen, Fake News verbreiten,<br>\nKlimawandel, Mondlandung und Holocaust bestreiten.<br>\nWirksam ist es auch, im Netz herumzuzieh\u2018n<br>\nmit Skandalbildern und wildesten Verschw\u00f6rungstheorien.<\/p>\n<p>Du kannst behaupten, was du willst und brauchst f\u00fcr nichts einen Beweis;<br>\nim virtuellen Raum ist Platz f\u00fcr jeden Schei\u00df.<br>\nFr\u00fcher war\u2019s nicht besser. Gesendet und gedruckt.<br>\nwurde viel, bei dem man heute noch zusammenzuckt.<br>\nNur findet heute jeder Mist, egal wie schlimm und dumm,<br>\noft ohne nennenswerten Aufwand ein Millionenpublikum.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 22884694<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"66\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"66\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Das Lied vom Arsch der Welt<\/strong><br>\nDie Welt ist weitgehend vermessen,<br>\nman kennt fast alle Adressen,<br>\nselbst der kleinste Fleck ist registriert.<br>\nWo man hin will, kommt man an,<br>\nund wer nicht Karten lesen kann,<br>\nder wird von seinem Navi dirigiert.<br>\nJa, heute ist in jedem Land<br>\njede Ortslage bekannt,<br>\njeder Zoo und jedes and\u2019re Areal.<br>\nDoch es gibt da ein Gebiet,<br>\ndas sich alledem entzieht,<br>\nanalog sowohl, als auch digital.<\/p>\n<p>Den Arsch der Welt, den suchst vergebens du bei Google.<br>\nAuf diesen Ort ist gar kein Navi eingestellt.<br>\nVielleicht vermutest du ihn auf der S\u00fcdhalbkugel,<br>\ntief im Ural oder am Rand von Bielefeld.<br>\nKurzum, in irgendeiner gottverlass\u2019nen Ecke,<br>\nwo man vor Langeweile einen Koller kriegt,<br>\nwo mit \u00e4u\u00dferstem Verdruss<br>\nman nur hinf\u00e4hrt, wenn man muss<br>\nund wo der Hund metertief begraben liegt.<\/p>\n<p>Den Arsch der Welt, den siedelt man<br>\ngern auch in der Pampa an,<br>\nin der W\u00fcste oder in der Wallachei<br>\noder im Polargebiet,<br>\nwenn man keine Sonne sieht,<br>\nin der unzivilisierten Barbarei,<br>\nwo der Fuchs mit Bedacht<br>\nsagt dem Hasen gute Nacht,<br>\nwo man nicht tot \u00fcberm Zaun h\u00e4ngen will,<br>\nwo kein Rapper jemals rappt,<br>\nwo der B\u00e4r kein bisschen steppt,<br>\nwo man\u2018s nur aush\u00e4lt mit \u00fcber zwei Promille.<\/p>\n<p>Den Arsch der Welt, den suchst vergebens du bei Google.<br>\nEr ist auch nicht konventionell kartographiert.<br>\nDu kriegst kein Kartenmaterial bei Hugendubel,<br>\ndas \u00fcber seinen Standort informiert.<br>\nEs herrscht auch Streit, selbst unter den Gelehrten,<br>\nob der Arsch der Welt, kurz AdW,<br>\nin einer Gro\u00dfstadt liegen kann<br>\noder h\u00f6chstens nebendran<br>\noder nur janz weit drau\u00dfen, jwd.<\/p>\n<p>Ein Psychiater sagte mir,<br>\nich glaube, nach dem neunten Bier,<br>\nder Arsch der Welt sei eine expressive<br>\nErscheinungsform des Anti-Ich.<br>\nSein Platz sei daher abh\u00e4ngig<br>\nvon der Betrachterperspektive.<br>\nDie Welt sei an Organen arm,<br>\nsie h\u00e4tte nicht mal einen Darm<br>\nund vermutlich auch keinen Magen.<br>\nDie Welt sei h\u00f6chstens ein Planet,<br>\nes sei mithin obsolet,<br>\nnach ihrem Hinterteil zu fragen.<\/p>\n<p>Den Arsch der Welt, den suchst vergebens du bei Google,<br>\nhat der besoffene Psychiater mir gesagt.<br>\nEs gibt sich jeder irgendwann einmal die Kugel,<br>\nwenn er zu intensiv an dieser Frage nagt.<br>\nAlso beschloss ich, mich nicht weiter drum zu k\u00fcmmern<br>\nund nehm\u2018 die Unklarheit dar\u00fcber einfach hin.<br>\nFolglich bleibt auch dahingestellt,<br>\nob der Arsch der Welt<br>\nnicht vielleicht da ist, wo ich selber grade bin.<\/p>\n<p><em>Text: Dietrich Pl\u00fcckhahn <\/em><br>\n<em>Musik: Das Lied von der Krummen Lanke (Fredy Sieg) <\/em><\/p>\n<p><strong id=\"57\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"57\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Der Klang der Stille<\/strong><br>\nWenn man meint, dass man nichts h\u00f6rt,<br>\nkein Ger\u00e4usch, das einen st\u00f6rt,<br>\nkeinen Ton, der durch den \u00c4ther schwingt,<br>\nkein Gezwitscher, wenn ein Vogel singt<br>\nund kein Pfeifen aus einem Rattenloch,<br>\nso h\u00f6rt man doch<br>\nden Klang der Stille.<\/p>\n<p>Wenn kein Luftballon zerplatzt,<br>\nwenn keine Wildschweinrotte schmatzt,<br>\nwenn der Gewitterdonner nicht mehr grollt<br>\nund wenn kein Rollkoffer zum Bahnhof rollt,<br>\nwenn nicht mal Bl\u00e4tter leise rauschen, hoch im Baum,<br>\nbleibt doch im Raum<br>\nder Klang der Stille.<\/p>\n<p>Wenn kein Autokorso hupt,<br>\nwenn keine Rinderherde pupt,<br>\nwenn kein Glas klirrt und kein Korken knallt,<br>\naus keiner Disko dumpfer L\u00e4rm erschallt,<br>\nwenn alles schweigt, der Mensch und die Natur,<br>\ndann h\u00f6rt man nur<br>\nden Klang der Stille.<\/p>\n<p>Und wenn kein Kaffeeautomat<br>\nund auch kein andrer Apparat,<br>\nwenn kein Handy sich vernehmen l\u00e4sst,<br>\nwenn kein Posaunenchor vom Kirchturm bl\u00e4st,<br>\nkein altes Ehepaar sich zankt am Gartentor,<br>\nbleibt doch im Ohr<br>\nder Klang der Stille.<\/p>\n<p>Und wenn ein Lied so richtig nervt,<br>\nganz versch\u00e4rft so richtig nervt,<br>\nwenn so ein Lied sich nur im Kreise dreht<br>\nund allen H\u00f6rern auf den Senkel geht,<br>\nauf die N\u00fcsse, auf den Geist und auf den Sack, dann w\u00fcnscht man sich<br>\nganz inniglich<br>\nden Klang der Stille.<\/p>\n<p><em>Text: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nMusik: Simon and Garfunkel, The Sound of Silence<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"70\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"70\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Der Klimaaktivist<\/strong><br>\nViele Monate im Jahr f\u00fchlt sich Paul wie ein Hund,<br>\nder deutsche Winter ist f\u00fcr ihn die H\u00f6lle.<br>\nBei unter 13 Grad plus f\u00fchlt sich Paul nicht gesund<br>\nund darum bucht er gern mal auf die Schnelle<br>\neinen Flug in den sonnigen S\u00fcden,<br>\num dem Frost nicht ausgesetzt zu sein.<br>\nZu Hause tr\u00e4gt er dicke Socken und Schals<br>\nund h\u00fcllt sich in Wolldecken ein.<br>\nF\u00fcr Eis und Schnee und K\u00e4lte<br>\nhat Paul keine Sympathien.<br>\nDoch er ist guter Dinge,<br>\ndenn die Zeit arbeitet f\u00fcr ihn.<\/p>\n<p>Es wird w\u00e4rmer in den Alpen, in Berlin und Itzehoe.<br>\nEs wird w\u00e4rmer auf der ganzen Welt und das macht Paul so froh.<br>\nPaul und andere Frostbeulen<br>\nm\u00fcssen nicht mehr l\u00e4nger heulen.<br>\nDenn schon bald sind Eis und Schnee<br>\nein f\u00fcr allemal pass\u00e9.<\/p>\n<p>Der Klimawandel schreitet unaufh\u00f6rlich voran.<br>\nAber bis \u00fcberall eine ertr\u00e4gliche Durchschnittstemperatur erreicht wird,<br>\ndauert es Paul zu lange.<br>\nDarum will auch er seinen Beitrag leisten,<br>\num die Erderw\u00e4rmung zu beschleunigen.<\/p>\n<p>Paul kauft \u00b4nen Riesen-SUV, das ist f\u00fcr ihn kein Ding.<br>\nMit dem rast er f\u00fcnfmal am Tag um den Berliner Ring.<br>\nWill er verreisen, legt er jedes noch so kurze St\u00fcck,<br>\nnotfalls privat gechartert, in einem Jet zur\u00fcck.<br>\nPaul scheut auch keine Kosten f\u00fcr hohen Stromverbrauch,<br>\nsein Heizl\u00fcfter ist st\u00e4ndig an, die Mikrowelle auch.<br>\nF\u00fcr jede Socke l\u00e4sst er eine Waschmaschine laufen,<br>\nnicht im Sparprogramm, versteht sich. Will er Lebensmittel kaufen,<br>\ndann l\u00e4sst er sich auf regionale K\u00fcche niemals ein.<br>\nWas er zu sich nimmt, das muss aus fernster Ferne sein.<br>\nAgrarprodukte aus Europa sind f\u00fcr Paul tabu.<br>\nWein darf nur aus Down Under sein und Spargel aus Peru.<\/p>\n<p>So setzt sich Paul ein bisschen f\u00fcr die Erderw\u00e4rmung ein.<br>\nNat\u00fcrlich ist ihm klar, sein Beitrag ist nur klitzeklein.<br>\nUnd leider wei\u00df er auch, die Zeit f\u00fcr ihn wird knapp.<br>\nVielleicht erlebt er\u2019s selbst nicht mehr. Doch das h\u00e4lt ihn nicht ab,<br>\nden Klimawandel so zu f\u00f6rdern, dass zum guten Schluss<br>\nniemand mehr im Winter mit den Z\u00e4hnen klappern muss.<br>\nJa, Paul erw\u00e4rmt die Erde. Auf seine Weise ist<br>\ner wie Millionen andere ein Klimaaktivist.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 25015869<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"7\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"7\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Der Zwerg und der Riese<\/strong><br>\nAuf einer Wiese steht ein Haus<br>\n(Kinderlied)<\/p>\n<p>Auf einer Wiese steht ein Haus,<br>\nauf einer gr\u00fcnen Wiese.<br>\nDa schaut ein b\u00f6ser Zwerg heraus<br>\nund ein ganz lieber Riese.<\/p>\n<p>Der Riese pflegt das G\u00e4rtlein klein,<br>\nmacht alle Repraturen und putzt<br>\nund kocht tagaus, tagein.<br>\nDer Zwerg verkehrt mit Huren.<\/p>\n<p>Der Riese ist stets hilfsbereit,<br>\nder Zwerg ist bitterb\u00f6se.<br>\nDer Riese liebt die Einsamkeit,<br>\nDer Zwerg liebt nur Get\u00f6se.<\/p>\n<p>Der Riese schuftet, was er kann<br>\nund b\u00e4ckt die Sonntagstorte.<br>\nDer Zwerg, der p\u00f6belt ihn nur an,<br>\nsagt ganz gemeine Worte.<\/p>\n<p>Der Riese hat kein Gl\u00fcck beim Geld<br>\nund auch nicht in der Liebe.<br>\nUnd wenns dem b\u00f6sen Zwerg gef\u00e4llt,<br>\ndann setzt es auch noch Hiebe.<\/p>\n<p>Im G\u00e4rtchen keimt die Blumensaat.<br>\nDer Zwerg liegt faul und tr\u00e4ge<br>\nim Liegestuhl. Der Riese naht<br>\nmit einer Motors\u00e4ge.<\/p>\n<p>Was jetzt passiert, ist schauderhaft<br>\nund endet nicht im Guten.<br>\nDrum ist dies Lied der H\u00f6rerschaft<br>\nnicht l\u00e4ngerzuzumuten.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 9391723<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"77\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"77\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Die Gro\u00dfe Verschw\u00f6rung<\/strong><br>\nDu l\u00e4sst das Offensichtliche nicht an dich ran<br>\nund nimmst die Zeichen nicht wahr.<br>\nDas L\u00fcgensystem hat dich in seinem Bann<br>\nund darum siehst du nicht klar.<br>\nDu ignorierst konsequent, was vor sich geht,<br>\nglaubst an keine heimlich herrschende Kraft.<br>\nDu verschlie\u00dft dich der Erkenntnis, was hinter allem steht<br>\nund vertraust der offiziellen Wissenschaft,<br>\nh\u00e4ltst dir die Augen zu, verstopfst die Ohren und<br>\nwillst nichts wissen von der b\u00f6sen Macht im Hintergrund.<\/p>\n<p>Dass Reptilien die Oberhand gewinnen,<br>\nh\u00e4ltst du f\u00fcr ein Ger\u00fccht.<br>\nSiehst du bei f\u00fchrenden Politikern denn nie<br>\ndas gr\u00fcne Leuchten in ihrem Gesicht?<br>\nErkennst du bei Kondensstreifen<br>\nnicht die dahinter lauernde Gefahr?<br>\nUnd warum willst du nicht begreifen,<br>\ndass Nine Eleven blo\u00df \u00b4ne Inszenierung war?<br>\nSieh\u00b4s endlich ein! Die Herrschenden sind im Verbund<br>\nmit der b\u00f6sen Macht im Hintergrund.<\/p>\n<p>Regierungen erfinden Seuchen,<br>\num die Freiheit zu vernichten,<br>\num Grundrechte aufzuweichen<br>\nund ihre Totalherrschaft zu errichten.<br>\nOb das Klima sich ver\u00e4ndert,<br>\nob ein neuer Stern entsteht,<br>\nob ein Riesentanker kentert,<br>\nob der Schuss ins Leere geht -<br>\nhinter alledem steckt ein b\u00f6ser Geist,<br>\nnur dass du\u00b4s wei\u00dft!<\/p>\n<p>Ob kalter Sommer, warmer Winter,<br>\nob \u00c4nderung, ob Status quo,<br>\nwahrscheinlich steckt Bill Gates dahinter,<br>\ndas Weltjudentum sowieso.<br>\nAuch b\u00f6se M\u00e4chte aus dem All<br>\nbedrohen dich mit kalter Wut.<br>\nSei wachsam! Trag auf jeden Fall<br>\nauch n\u00e4chtens einen Aluhut.<br>\nDas B\u00f6se hat sich (auch) gegen dich verschworen.<br>\nBegreif es endlich! Sonst bist du verloren.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 29216417<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"58\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"58\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Deutscher Diesel<\/strong><br>\nDas deutsche Reinheitsgebot gilt f\u00fcr Bier.<br>\nEs gilt nicht f\u00fcr den Dieselkraftstoff.<\/p>\n<p>Die ganze Welt hat sich verschworen<br>\ngegen deutsche Dieselmotoren.<br>\nAlso bitte, vertrauen wenigstens Sie<br>\nder deutschen Autoindustrie.<br>\nSie steht in dieser schadstofffeindlichen Zeit<br>\nf\u00fcr Solidit\u00e4t und Verl\u00e4sslichkeit.<br>\nDenn sie sorgt verl\u00e4sslich und solide<br>\nf\u00fcr ausreichend hohe Stickoxide.<br>\nDie Autoindustrie muss man deshalb verschonen<br>\nvon der \u00e4tzenden Kritik an Schadstoffemissionen.<br>\nSchadstoff vermeiden, Schadstoff vermindern<br>\ntaugt nur dazu, freie Fahrt f\u00fcr freie B\u00fcrger zu verhindern.<br>\nDer Motor muss brummen, der Verkehr muss rollen,<br>\nalso Schluss mit diesen kleinlichen Abgaskontrollen!<br>\nH\u00f6ren sie nicht auf das Umweltgeschrei!<br>\nein bisschen Dreck in der Luft, was ist schon dabei!<\/p>\n<p>Zeig mir deinen Diesel,<br>\nich zeig dir meinen.<\/p>\n<p>Die deutsche Autoindustrie<br>\nsteckt voll kreativer Energie<br>\nund bet\u00e4tigt geradezu genial<br>\nihr innovatives Potential.<br>\nHarnstoff, besser klingt AdBlue,<br>\ndie Schummelsoftware kam dazu,<br>\nphantasievoll entwickelt, allein zu dem Zweck,<br>\ndie Menge von entweichendem Dreck<br>\naus deutschen Dieselaggregaten<br>\nraffinierter Weise nicht zu verraten.<br>\nSchummelsoftware \u2013 deutsches Markenprodukt.<br>\nDigital so gut gelogen, als w\u00e4r\u2019s gedruckt.<br>\nDie deutschen Firmen waren da besser und schneller<br>\nals die japanischen Autohersteller.<br>\nDarum klingelte es hell in ihren Kassen.<br>\nDer Fehler war nur, sich erwischen zu lassen.<\/p>\n<p>Dumm gelaufen.<br>\nDabei ist auch die Schummelsoftware ein Produkt deutscher Wertarbeit.<\/p>\n<p>Mais, Raps, Winterkorn -<br>\nder Biodiesel lag ganz vorn.<br>\nDoch egal ob mineralisch oder aus Pflanzen,<br>\nden Diesel verteufelt man jetzt im Ganzen.<br>\nDas ist f\u00fcr VW kein Gaudi,<br>\nnicht f\u00fcr Porsche, nicht f\u00fcr Audi,<br>\nnicht f\u00fcr BMW und nicht f\u00fcr Daimler-Benz.<br>\nNur der ausl\u00e4ndischen Konkurrenz<br>\nn\u00fctzt die Anti-Diesel-Hetze<br>\nauf Kosten deutscher Arbeitspl\u00e4tze.<br>\nUnd um die zu erhalten, spricht nichts dagegen,<br>\nsich f\u00fcr deutsche Autos richtig ins Zeug zu legen.<br>\nDrum m\u00f6gen die Kritiker auch noch so nerven,<br>\nden Softwareschummlern ist nichts vorzuwerfen.<br>\nUnd statt sie in die kriminelle Ecke zu dr\u00e4ngen,<br>\nsollte man ihnen das Bundesverdienstkreuz umh\u00e4ngen!<\/p>\n<p>Und ihnen empfehlen wir<br>\naus Solidarit\u00e4t mit der deutschen Autoindustrie<br>\nauch ihren Benziner ab sofort mit Diesel zu betanken.<\/p>\n<p><em>Text: Dietrich Pl\u00fcckhahn<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"8\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"8\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Die Konkurrenz schl\u00e4ft nie<\/strong><br>\nWer hat f\u00fcr alles den passe partout,<br>\nwer ist immer einen Schritt weiter als du?<br>\nWer kennt \u00fcberall den richtigen Dreh,<br>\nwer kratzt mit Erfolg an deinem Renomee?<\/p>\n<p>Die Konkurrenz, die Konkurrenz.<br>\nWer verursacht Stress und Turbulenz?<br>\nDie Konkurrenz!<\/p>\n<p>Wer trickst dich aus und wer legt dich rein,<br>\nwer streicht die fetten Tantiemen ein?<br>\nWer ist Meister im Intrigenspiel,<br>\nwer ramponiert dein ohnehin schon schwaches Selbstwertgef\u00fchl?<\/p>\n<p>Die Konkurrenz, die Konkurrenz.<br>\nWer macht sich breit unter deinen Fans?<br>\nDie Konkurrenz!<\/p>\n<p>Die Konkurrenz schl\u00e4ft nie,<br>\nsie ist \u00fcberall.<br>\nDie Konkurrenz schl\u00e4ft nie,<br>\nsie ist immer am Ball.<br>\nDie Konkurrenz schl\u00e4ft nie,<br>\nmacht kein Auge zu.<br>\nDie Konkurrenz schl\u00e4ft nie,<br>\nganz anders als du.<br>\nDynamisch und voll Energie,<br>\nsie ist immer wach,<br>\ndie Konkurrenz schl\u00e4ft nie.<br>\nC\u00b4est la vie -<br>\ndie Konkurrenz schl\u00e4ft nie.<\/p>\n<p>Wer gibt dir gerne eins auf den Dutt,<br>\nwer macht deinen guten Ruf kaputt?<br>\nWer sorgt daf\u00fcr, dass du Sorgen hast,<br>\nwer s\u00e4gt an deinem bedrohlich d\u00fcnnen Ast?<\/p>\n<p>Die Konkurrenz, die Konkurrenz.<br>\nDu f\u00e4hrst VW, wer f\u00e4hrt Mercedes Benz?<br>\nDie Konkurrenz!<\/p>\n<p>Wer verweist dich auf den hintersten Platz,<br>\nwer trifft sich heimlich mit deinem Schatz?<br>\nWer kommt ausgeschlafen zum Sch\u00fctzenfest,<br>\nwer schafft auf Anhieb den Idiotentest?<\/p>\n<p>Die Konkurrenz, die Konkurrenz.<br>\nUnd wer ist schuld an deiner hohen Pulsfrequenz?<br>\nDie Konkurrenz!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 9391722<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"9\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"9\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Ein Fall f\u00fcr Pisa<\/strong><br>\nIch wei\u00df nicht, auf welchem Kirchturm Mona Lisa steht,<br>\nich wei\u00df nicht, wer dem Romeo den Kopf verdreht.<br>\nIch wei\u00df nicht, ob ein L\u00f6we nur Tomaten frisst<br>\nund welcher Tag im Jahr der Bundestag ist.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df auch nichts vom Spieglein an der Wand,<br>\nich wei\u00df nicht, wer das Ei des Columbus erfand.<br>\nIch wei\u00df nicht, warum Jesus seinen Hund verstie\u00df<br>\nUnd warum Dschingis auf hoher See den Kahn verlie\u00df.<\/p>\n<p>Ich bin ein Fall f\u00fcr Pisa,<br>\nschubidu,<br>\nich bin ein Fall f\u00fcr Pisa<br>\nund ich steh\u00b4 dazu!<br>\nIch bin ein Fall f\u00fcr Pisa -<br>\nwer ist eigentlich Mona Lisa?<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, wer im Lenin-Mausoleum zerf\u00e4llt<br>\nund warum nicht jeder noble Mensch den Nobelpreis erh\u00e4lt.<br>\nIch wei\u00df nicht, f\u00fcr wen Goethe sein Karl-May-Buch schrieb<br>\nund womit sich Marcel Proust verlor\u00b4ne Zeit vertrieb.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht, welche Tiere Hamelns Rattenf\u00e4nger fing,<br>\nwelches Schiff beim Untergang der Titanic unterging.<br>\nIch wei\u00df nicht, welcher Mann auf dem Nelsondenkmal steht<br>\nund wer am Kreuz hing, Mao oder Mohammed?<\/p>\n<p>Ich bin ein Fall f\u00fcr Pisa...<\/p>\n<p>Jede Kenntnis egal von was entzieht sich mir,<br>\nf\u00fcr mich ist jedes Krokodil ein S\u00e4ugetier.<br>\nWenn ich schon B\u00fccher sehe, seh\u00b4 ich rot.<br>\nStatt Gedanken mach\u00b4 ich mir lieber Abendbrot.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df genau, Bildung bekommt mir nicht,<br>\ndenn von zu viel Wissen kriegt man \u00dcbergewicht.<br>\nDarum lass\u00b4 ich nicht gern was in meine Birne rein.<br>\nund so ein Brett vor dem Kopf sch\u00fctzt dabei ungemein.<\/p>\n<p>Ich bin ein Fall f\u00fcr Pisa,<br>\nschubidu,<br>\nich bin ein Fall f\u00fcr Pisa<br>\nund ich steh\u00b4 dazu!<br>\nIch bin ein Fall f\u00fcr Pisa -<br>\nWer is ...<br>\njetz hab ick vajessen, wie die Alte hei\u00dft.<br>\nIss ja ooch ejal.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 10386463<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"10\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"10\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Ein kleines Wertpapier<\/strong><br>\nSeit Jahren liegt mir die Frage im Sinn:<br>\nwas mach ich mal mit ein\u00b4m Lottogewinn?<br>\nWas mu\u00df ich tun, damit das Geld arbeiten kann?<br>\nWie leg\u00b4 ich\u00b4s sicher und gewinnbringend an?<br>\nUm Erfahrung zu sammeln, probier\u00b4 ich\u00b4s schon mal<br>\nvor\u00fcbergehend mit geborgtem Kapital.<br>\nDamit geh\u00b4 ich zur Bank, na und dann woll\u00b4n wir mal sehn,<br>\nwie\u00b4s an der B\u00f6rse so l\u00e4uft, wie die Aktien steh\u00b4n.<br>\nEin Wertpapier, ein kleines Wertpapier,<br>\nja sowas w\u00fcnsch ich mir,<br>\nein kleines Wertpapier.<br>\nMit dem man immer auf der sichren Seite steht,<br>\nwo man kein Risiko eingeht.<\/p>\n<p>Ein Banker ber\u00e4t mich, ich sage bon<br>\nund kauf\u00b4 bei dem von ihm empfohl\u00b4nen Aktienfonds.<br>\neiner, wo man fast garnichts riskiert,<br>\nmaximaler Gewinn garantiert.<br>\nNat\u00fcrlich kommt\u00b4s anders: schleppender Export,<br>\nmatte Weltkonjunktur usw. usf.<br>\nErst mach\u00b4 ich noch Gewinn (20 Cent),<br>\ndann bin ich mitten drin im Abw\u00e4rtstrend.<br>\nEin Wertpapier, ein kleines Wertpapier,<br>\nja so was w\u00fcnsch\u00b4 ich mir,<br>\nein kleines Wertpapier,<br>\ndessen Kurs nur steigt,<br>\ndas nie an Wert verliert<br>\nund das mich rettet, wenn ringsum die ganze Wirtschaft kollabiert.<\/p>\n<p>Ich bin pleite, morgen ist Vollstreckungstermin.<br>\nMeine Gl\u00e4ubiger reiss\u00b4 ich alle mit in den Ruin.<br>\nWie\u00b4s schief geht, dar\u00fcber bin ich jetzt informiert,<br>\ndurch schlechte Erfahrung bestens qualifiziert.<br>\nUnd nur durch Erfahrung gewinnt man Kompetenz,<br>\nh\u00f6chste Kompetenz durch eigne Insolvenz.<br>\nDamit er\u00f6ffne ich jetzt als Ein-Mann &amp; Co.<br>\nein Geldanlageberatungsb\u00fcro.<br>\nEin Wertpapier ...<br>\nEin Wertpapier, ein kleines Wertpapier,<br>\nja ja, das w\u00fcnsch ich Dir<br>\nund Euch und ihm und ihr,<br>\nein kleines Wertpapier, mit dem man dann<br>\nwenn\u00b4s \u00fcberhaupt nichts bringt, sich wenigstens den Arsch abwischen kann.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 7983778<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"11\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"11\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Elternabend<\/strong><br>\nElternabend, Elternabend.<br>\nAlle Elternpaare streiten sich:<br>\nDu warst letztes Mal schon, heute will ich<br>\nzum Elternabend, ja, zum Elternabend,<br>\nzu diesem Abend, auf den alle warten,<br>\nin der Schule und im Kindergarten.<\/p>\n<p>Alle (Eltern) d\u00fcrfen sich wie die Kinder f\u00fchlen,<br>\ndenn sie sitzen auf den s\u00fc\u00dfen kleinen St\u00fchlen,<br>\nauf denen kein erwachsener Mensch richtig sitzen kann.<br>\nManche Eltern kommen schon m\u00fcde an,<br>\ng\u00e4hnen verhalten aber unentwegt,<br>\nandere sind hibbelig und aufgeregt<br>\nund wer Lust drauf hat, bringt, so gut er\u00b4s kann,<br>\nsein Thema an.<\/p>\n<p>Ein Besuch im Zoo ist doch v\u00f6llig idiotisch.<br>\nDas Essen letzte Woche war nicht makrobiotisch.<br>\nMeine Tochter wird hier total unterfordert.<br>\nWer hat denn diese d\u00e4mlichen Malstifte geordert?<br>\nDas Unterrichtstempo ist lahm wie ne Schnecke.<br>\nDieser ewige Dreck in der Bastelecke!<br>\nEs darf nur Rohrzucker in den Kuchen!<br>\nPlastikspielzeug hat hier nichts zu suchen!<br>\nIch wei\u00df nicht, was diese Handpuppen sollen.<br>\nDie Kinder brauchen endlich klare Lernzielkontrollen.<br>\nMein Sohn wird \u00fcberfordert in bedenklichster Weise.<br>\nIch war sowieso gegen die Sauerlandreise.<br>\nF\u00e4kalw\u00f6rter f\u00f6rdern die Verrohung.<br>\nIch halte Computer f\u00fcr ne echte Bedrohung.<br>\nIn der Krabbelgruppe fehlt jede Tendenz<br>\nzur Entwicklung der Fremdsprachenkompetenz.<\/p>\n<p>Elternabend, Elternabend,<br>\ndieser Abend auf den alle warten,<br>\nin der Schule und im Kindergarten.<\/p>\n<p>Julia will nicht recht, auch nicht Peter,<br>\ntrotzdem werden beide Elternvertreter.<br>\nElternabende sind endlos, weil immer noch wer redet.<br>\nWer nicht grad selber redet, ist ange\u00f6det<br>\nund muss st\u00e4ndig auf den Uhrzeiger sehn,<br>\ndenn man will ja noch zusammen was trinken geh\u00b4n.<\/p>\n<p>Kneipenabend, endlich Kneipenabend<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 11877646<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"12\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"12\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Ernsthaft krank<\/strong><br>\nHypochondrie ist weit verbreitet.<br>\nFast jeder jammert, fast jeder leidet<br>\nunter irgendwelchen albernen Zipperlein,<br>\nhat ne Zyste, ne Fistel, nen Gallenstein,<br>\nDiarrh\u00f6e, Gonorrh\u00f6e, zu viel S\u00e4ure im Magen,<br>\neinen Tennisarm oder muss sich beklagen<br>\n\u00fcber Krampfadern, Ischias, ein H\u00e4matom,<br>\nZellulitis, Arthritis, Burnout-Syndrom.<br>\nDie meisten Menschen bedauern sich in einem fort,<br>\nSelbstmitleid pflegen hei\u00dft ihr Lieblingssport.<br>\nEinem Katarrh gilt die Sorge oder einem Ekzem.<br>\nMich plagt ein echtes Gesundheitsproblem:<br>\nIch hab\u00b4 ne Glatze, ich hab\u00b4 ne Glatze.<br>\nIch hab\u00b4 ne Glatze, das ist kein Spa\u00df.<br>\nIch hab\u00b4 ne Glatze, das ist so was wie ein Rasen ohne Gras.<br>\nIch hab\u00b4 ne Glatze. Und andre Leute bilden sich ein,<br>\nmit ihren Petitessen ernsthaft krank zu sein,<br>\njammern rum mit schmerzverzerrter Fratze -<br>\nl\u00e4cherlich! Ich hab\u00b4 ne Glatze.<br>\nEigentlich bin ich nicht weinerlich.<br>\nUm meine sonstigen Malaisen mach\u00b4 ich kein gro\u00dfes Gewese.<br>\nDabei habe ich so Einiges zu bieten:<br>\nBeim Scheibenschie\u00dfen schoss ich mir die Scheibe aus dem Knie.<br>\nIch leide unter ausgepr\u00e4gter Sauerstoffphobie.<br>\nMein welkes Schulterblatt wurde vom Winde weggeweht.<br>\nIch habe mir beim Quantensprung das Fu\u00dfgelenk verdreht.<br>\nBei zu viel Zuckerwatte versagt mein Bei\u00dfreflex.<br>\nMein Blut gerinnt, wenn\u2019s dunkel wird. Es gruselt mich beim Sex.<br>\nMein falscher Zungenschlag, der ist wei\u00df Gott kein Kinderspiel,<br>\nso wenig wie die Fehlfunktion an meinem \u00dcberlaufventil,<br>\nIch hab ein steifes linkes Ohr, mir tut der Schnurrbart weh.<br>\nMich schmerzt die Aphroditis unterm rechten gro\u00dfen Zeh.<br>\nMir geht unentwegt die Muffe, steht das Wasser bis zum Hals.<br>\nIch habe zu viel Schwermetall in meinem Ohrenschmalz<br>\nIch bin manisch-destruktiv durch den Verlust der Nabelschnur.<br>\nIch hab ne h\u00f6llische Doktrin und eine \u00dcberbeinfraktur.<br>\nMeine Leber ist von zu viel Mineralwasser l\u00e4diert.<br>\nAlles halb so schlimm,<br>\ndoch auf dem Kopf sind beinah alle Haare amputiert.<br>\nIch hab\u00b4 ne Glatze, ich hab\u00b4 ne Glatze.<br>\nIch hab\u00b4 ne Glatze und das ist gar nicht toll.<br>\nIch hab\u00b4 ne Glatze, nee, das ist grauenvoll.<br>\nIch hab\u00b4 ne Glatze. Und andre Leute bilden sich ein,<br>\nmit ihren Kinkerlitzchen ernsthaft krank zu sein,<br>\nwinseln schmerzerf\u00fcllt auf der Matratze -<br>\nl\u00e4cherlich! Ich hab\u00b4 ne Glatze.<br>\nIch schlie\u00dfe meine L\u00fccke<br>\nauch nicht durch ne Per\u00fccke.<br>\nEin Toupet will ich vermeiden,<br>\ndenn ich steh\u00b4 zu meinem Leiden.<br>\nIch hab\u00b4 ne Glatze. Das Schlimmste ist dabei,<br>\njeder tut so, als wenn das nichts weiter sei.<br>\nMenschen mit Haaren registrieren es k\u00fchl,<br>\nverst\u00e4ndnislos und ohne Mitgef\u00fchl,<br>\n\u00c4rzte zucken mit den Schultern und dann sprechen sie<br>\nvon der Aussichtslosigkeit einer Therapie<br>\nund mein Psychotherapeut hat mir rundheraus erkl\u00e4rt:<br>\n\u201cEine Glatze hat keinerlei Krankheitswert\u201c.<br>\nArschloch!<br>\nSo viel Ignoranz bringt mich noch um den Verstand.<br>\nWann wird Glatze als Behinderung endlich anerkannt?<br>\nIch hab\u00b4 ne Glatze.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 11877650<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"13\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"13\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Es klappert die M\u00fchle<\/strong><br>\nEs klappert die M\u00fchle am rauschenden Bach.<br>\nKlipp klapp.<br>\nBei Tag und bei Nacht ist der M\u00fcller stets wach.<br>\nKlipp klapp.<br>\nEr mahlet kein Korn, er mahlet kein Mehl.<br>\nWas mahlt denn der M\u00fcller, bei meiner Seel?<br>\nKlipp klapp...<\/p>\n<p>Vorbei kommt ein einsamer Wandersmann.<br>\nKlipp klapp.<br>\nDer M\u00fcller gr\u00fc\u00dft freundlich und winkt ihn heran.<br>\nKlipp klapp.<br>\nSo mancher trat ein, den man nie wieder sah.<br>\nMan fragt sich, der M\u00fcller, was mahlt er denn da?<br>\nKlipp klapp...<\/p>\n<p>Doch heute, doch heute, was ist nur geschehn?<br>\nKlipp klapp.<br>\nVom M\u00fcller ist heut \u00fcberhaupt nichts zu sehn.<br>\nKlipp klapp.<br>\nVor der M\u00fchle steht l\u00e4chelnd die M\u00fcllerin<br>\nUnd irgendwas ist im M\u00fchltrichter drin.<br>\nKlipp klapp...<\/p>\n<p><em>Text und Musikbearbeitung: Dietrich Pl\u00fcckhahn<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"14\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"14\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Falsch gefeiert<\/strong><br>\nEs hat ein jeder Tag seine Symbolik,<br>\nes gibt den Tag der Arbeit und den Tag der Frau.<br>\nEs gibt den Tag f\u00fcr Antialkoholik<br>\nund den zur Rettung der alpinen Wurzelsau.<br>\nEs gibt den Tag zum Schutz der Regenw\u00e4lder<br>\nund f\u00fcr ein digitales Abwassersystem,<br>\nden Tag der Menschenrechte und der Feuermelder.<br>\nDas ist sehr sch\u00f6n, doch mit alledem hab\u00b4 ich ein Problem:<br>\nIch schaff\u00b4 es nie und muss mich deshalb sch\u00e4men,<br>\nmich jedem Tageszweck entsprechend zu benehmen.<\/p>\n<p>Am Tag der Einkehr muss ich Champagner trinken,<br>\nam Muttertag krieg ich ein Geschw\u00fcr.<br>\nAm Tag der K\u00f6rperpflege fang\u00b4 ich an zu stinken,<br>\nam Tag des Tieres maltr\u00e4tiere ich ein Tier.<br>\nAm Nichtrauchertag rauche ich Zigarre,<br>\nam Tag der Wissenschaft bin ich besonders dumm.<br>\nAm Antikriegstag putz\u00b4 ich meine Knarre,<br>\nam Tag des wei\u00dfen Stocks renn\u00b4 ich einen Blinden um.<br>\nAm Tag des Schlafs bin ich besonders wild,<br>\nam Tag der Bildung les\u00b4 ich Bild.<\/p>\n<p>Am Weltern\u00e4hrungstag bekomm\u00b4 ich Magenschmerzen,<br>\nam Tag der Umwelt piss\u00b4 ich in den Schnee.<br>\nDer Tag des Gutmenschseins liegt mir speziell am Herzen,<br>\nam Weltgesundheitstag schluck\u00b4 ich LSD.<br>\nAm Tag des Fahrrads geh\u00b4 ich auf den N\u00fcrburgring,<br>\nam Artenschutztag kauf\u00b4 ich ein Tigerfell.<br>\nAm Tag des Ehrenamts dreh\u00b4 ich ein richtig krummes Ding,<br>\nden Tag der Frau verbringe ich meistens im Bordell.<br>\nIch schie\u00df\u00b4 am Hundetag \u00b4nen Pitbull \u00fcbern Haufen,<br>\nam Antidrogentag muss ich mich besaufen.<\/p>\n<p>Am Hungerhilfetag kassier\u00b4 ich Dividende,<br>\nam Tag der Poesie mix\u00b4 ich \u00b4nen Sch\u00fcttelreim.<br>\nAm Tag des Kindes mach\u00b4 ich eine Spende,<br>\nversteht sich: f\u00fcr ein Seniorenheim.<br>\nKurzum, ich mu\u00df mein Defizit beklagen!<br>\nSo viele gute Zwecke machen mich konfus.<br>\nAn beinah 365 Tagen<br>\nwei\u00df ich nicht, wie man sich korrekt verhalten muss.<br>\nIch w\u00e4r\u00b4 dazu wohl f\u00e4hig und bereit,<br>\nam Tag des Zweifelsfalls, am Tag des Irrtums<br>\nund am Tag der Ratlosigkeit.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 8145688<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"15\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"15\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Flugangst<\/strong><br>\nWovor man Angst hat, (gerade) das muss man tun.<br>\nMan wird nur so gegen \u00c4ngste immun.<br>\nHast du Angst vor Hunden, musst du dich eben<br>\nin einen Hundezwinger begeben.<br>\nSitzt dir in der U-Bahn die Angst im Nacken,<br>\nhast du im Fahrstuhl Panikattacken?<br>\nDann musst du, und sei\u00b4s auch mit gestr\u00e4ubten Haaren,<br>\nden ganzen Tag U-Bahn und Fahrstuhl fahren.<\/p>\n<p>Ich f\u00fcr meinen Teil habe Flugangst<br>\nund ich will sie besiegen.<br>\nUnd dazu muss ich wohl oder \u00fcbel fliegen.<br>\nIch kaufe mir also ein Billigflugticket, nehme meinen ganzen Mut zusammen<br>\nund steige ein in eine Boeing 737,<br>\nmein Herz schl\u00e4gt bis zum Hals, meine H\u00e4nde sind schwei\u00dfig.<br>\nMan zw\u00e4ngt mich auf einen Platz irgendwo in der Mitte.<br>\nEine Lautsprecherstimme sagt: \u201eAnschnallen bitte.\u201c<br>\nUnd w\u00e4hrend ich Blut und Wasser schwitz<br>\nsagt die Stimme: \u201eSchwimmweste ist unterm Sitz.\u201c<br>\nMein Puls rast, ich ertrage das nicht.<br>\n\u201cBei Druckabfall pressen sie die Maske aufs Gesicht.\u201c<\/p>\n<p>Nach einer endlosen Zeit werden die Triebwerke sehr laut.<br>\nIch will jetzt nur noch eins: raus aus meiner Haut.<br>\nAutogenes Training, Yoga, alles war vergebens,<br>\nich erlebe die schlimmsten Sekunden meines Lebens.<br>\nW\u00e4r ich hier blo\u00df nie eingestiegen!<br>\nDieser Preis ist zu hoch, um Flugangst zu besiegen.<\/p>\n<p>Ich verkrampfe mich und registriere verschwommen,<br>\nwir sind jetzt vom Boden abgekommen.<br>\nDer letzte Nervensaft wird mir weggemolken.<br>\nDa ist Sonne zu sehn, wir sind \u00fcber den Wolken.<\/p>\n<p>Und pl\u00f6tzlich Raum, so unendlich und gro\u00df<br>\nund Freiheit, Freiheit so grenzenlos.<br>\nFreiheit hier oben ohne Grenzen,<br>\nwas st\u00f6r\u00b4n mich die heftigen Turbulenzen?<br>\nAlle \u00c4ngste, alle Sorgen sind vertrieben.<br>\nAuch meine Flugangst, wo ist sie geblieben?<br>\nMeine Flugangst, dieses bl\u00f6de Schwein,<br>\nist pl\u00f6tzlich nichtig und klein.<br>\nJa, von meiner Flugangst bin ich jetzt endlich frei.<br>\nDanke, Reinhard Mey.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn (mit Zitat: \u00dcber den Wolken, Reinhard Mey)<br>\nGEMA-Werknummer 11877638<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"71\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"71\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Fu\u00dfg\u00e4nger<\/strong><br>\nEgal ob Wind, Sonne, Regen oder Schnee,<br>\nalle wollen st\u00e4ndig von A nach B.<br>\nwollen, dass es fix von der Stelle geht,<br>\nwollen die ganz schnelle Mobilit\u00e4t.<br>\nDoch leider gibt\u2019s da welche, die den Verkehrsfluss st\u00f6ren,<br>\ndie ins Stra\u00dfenbild schon l\u00e4ngst nicht mehr rein geh\u00f6ren,<br>\ndie sich verhalten im Stadtverkehr,<br>\nals ob die Stra\u00dfe nur f\u00fcr sie geschaffen w\u00e4r\u2018.<\/p>\n<p>Fu\u00dfg\u00e4nger sind die letzten H\u00e4nger.<br>\nFu\u00dfg\u00e4nger halten den Verkehrsfluss auf.<br>\nFu\u00dfg\u00e4nger, moderne St\u00e4dte brauchen sie nicht l\u00e4nger.<br>\nFu\u00dfg\u00e4nger, wann endlich verzichtet man drauf,<br>\nFu\u00dfg\u00e4nger auf \u00f6ffentlichen Stra\u00dfen<br>\n\u00fcberhaupt noch zuzulassen?<br>\nFu\u00dfg\u00e4nger kommen viel zu h\u00e4ufig vor.<br>\nFu\u00dfg\u00e4nger sind nichts als ein St\u00f6rfaktor.<\/p>\n<p>Fu\u00dfg\u00e4nger haben den absurden Traum,<br>\ndass der B\u00fcrgersteig nur ihnen geh\u00f6rt.<br>\nSie lassen Fahrr\u00e4dern und E-Rollern keinen Raum,<br>\n\u00fcber abgestellte Motorr\u00e4der sind sie emp\u00f6rt.<br>\nAnd\u00b4re Verkehrsteilnehmer m\u00fcssen auf den Gehweg ausweichen,<br>\ndenn Fu\u00dfg\u00e4nger beanspruchen Platz ohnegleichen.<br>\nFu\u00dfg\u00e4nger fangen auch gern an zu pl\u00e4rren,<br>\nwenn Restauranttische vermeintlich den Gehweg versperren.<\/p>\n<p>Fu\u00dfg\u00e4nger sind die letzten H\u00e4nger.<br>\nFu\u00dfg\u00e4nger haben keinen Sinn f\u00fcr Urbanit\u00e4t.<br>\nFu\u00dfg\u00e4nger, moderne St\u00e4dte brauchen sie nicht l\u00e4nger.<br>\nWann begreift man endlich, dass es auch ohne sie geht?<br>\nFu\u00dfg\u00e4nger, das sind die, die sich gegen<br>\nden angesagten Trend ohne Fahrzeug bewegen.<br>\nFu\u00dfg\u00e4nger stehlen ander\u2019n die Zeit<br>\nmit ihrer unertr\u00e4glichen Lahmarschigkeit.<\/p>\n<p>Wenn Fu\u00dfg\u00e4nger auf die and\u2019re Stra\u00dfenseite wollen<br>\nund step by step \u00fcber die Fahrbahn geh\u2019n,<br>\nd\u00fcrfen Fahrzeuge nicht mehr weiterrollen,<br>\nm\u00fcssen ewig lang vor roten Ampeln steh\u2019n.<br>\nEs ist teuer, solche Ampeln zu bauen und zu schalten.<br>\nAuch die B\u00fcrgersteige instand zu halten,<br>\nkostet ma\u00dflos viel Geld, denn die gro\u00dfe Schar<br>\nst\u00f6ckelschuhtragender Damen ruiniert das Trottoir.<\/p>\n<p>Fu\u00dfg\u00e4nger sind die letzten H\u00e4nger.<br>\nGanz kurze Fu\u00dfwege - na sch\u00f6n.<br>\nVom Auto bis zum Hauseingang, nicht l\u00e4nger,<br>\nund wieder zur\u00fcck, das k\u00f6nnte grad noch geh\u2019n.<br>\nFu\u00dfg\u00e4nger sollten sich gr\u00fcndlich sch\u00e4men,<br>\nam Stra\u00dfenverkehr \u00fcberhaupt teilzunehmen.<br>\nWann endlich hat man dieses Gehampel satt,<br>\nwann endlich kommt die fu\u00dfg\u00e4ngerfreie Stadt?<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 25015866<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"16\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"16\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>F\u00fcr nichts `ne Garantie<\/strong><br>\nSie stand vorm Standesamt und wartete vergebens<br>\nauf die sch\u00f6nste Stunde ihres Lebens.<br>\nDer Br\u00e4utigam, der hatte sie vergessen<br>\nund sich in einer Kneipe festgesessen.<br>\nIn gro\u00dfen Tropfen kullerten die Tr\u00e4nen.<br>\nDer Onkel sprach: \u201eKind, du musst nich weenen\u201c<br>\nund f\u00fcgte an, mit leiser Ironie,<br>\n\u201ees gibt im Leben f\u00fcr nichts ne Garantie.\u201c<\/p>\n<p>Es gibt im Leben f\u00fcr nichts ne Garantie,<br>\nnicht f\u00fcr ihn und nicht f\u00fcr sie.<br>\nAuf dieser Welt ist eines nur gewiss:<br>\n\u00dcberall lauert der Beschiss.<\/p>\n<p>Es war der Boss ner Panzerknackerbande<br>\nbesch\u00e4ftigt am Tresor der gr\u00f6\u00dften Bank im Lande,<br>\num dort das Gold und die Devisen auszur\u00e4umen,<br>\nin Dimensionen, von denen alle tr\u00e4umen.<br>\nDrei Jahre lang hat er am Tunnelbau geackert,<br>\nsich durch Ger\u00f6ll und Schutt unter die Bank gerackert<br>\nund eines Abends fiel die letzte Wand.<br>\n\u201aNe tote Ratte war alles, was er fand.<\/p>\n<p>Es gibt im Leben...<\/p>\n<p>Da hat sich einer ganz dem Ziel ergeben<br>\nnur \u00f6kologisch einwandfrei zu leben,<br>\nund kauft beim Biobauern zum Dinieren<br>\nFilets von handgef\u00fcttert aufgezognen Tieren.<br>\nAch, wie er raste, wie er sich emp\u00f6rte,<br>\nals er im Fernsehn bald darauf die Wahrheit h\u00f6rte.<br>\nVielleicht wars ja noch nicht mal ungesund<br>\nes war auch Bio, aber es war Hund.<\/p>\n<p>Es gibt im Leben...<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 7983837<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"83\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"83\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Gartenh\u00e4uschen<\/strong><br>\nIch will ein Gartenh\u00e4uschen bauen, schnucklig und klein.<br>\nEs soll nichts als ne nette kleine Gartenlaube sein.<br>\nUnd weil ich Legalist bin, frag ich beim Bauamt an,<br>\nob ich mir so ein H\u00e4uschen in den Garten stellen kann.<br>\nDass mein Schreiben beim Bauamt eingegangen war,<br>\nerfahre ich auf Nachfrage nach einem halben Jahr.<br>\nIn der Sache selbst, hei\u00dft es, g\u00e4bs so schnell keinen Bescheid.<br>\nMan bittet um Verst\u00e4ndnis, alles brauche seine Zeit.<\/p>\n<p>Ein Jahr darauf teilt man mir mit, ich d\u00fcrfe vielleicht bauen,<br>\nzuvor sei jedoch die Bodenstatik zu beschauen.<br>\nParallel dazu sei vor allen Dingen<br>\nein Umweltvertr\u00e4glichkeitsgutachten beizubringen.<br>\nMein Garten l\u00e4ge in einem geplanten Schutzgebiet,<br>\ndurch das in Vollmondn\u00e4chten eine Kr\u00f6tengruppe zieht.<br>\nDie st\u00f6rt eine Barriere auf dem Weg zum Fluss,<br>\nweshalb das Gartenh\u00e4uschen wohl untertunnelt werden muss.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Genehmigung des H\u00e4uschens k\u00e4me es auch darauf an,<br>\ndass es vielleicht als Habitat f\u00fcr Flederm\u00e4use dienen kann.<br>\nEin Energieberater sei au\u00dferdem zu konsultieren<br>\nzur Vermeidung der Gefahr, in dem H\u00e4uschen zu erfrieren.<br>\nAuch setze mein Antrag auf ein Gartenhaus<br>\nein detailliertes Brandschutzkonzept voraus.<br>\nUnd die geplante Bedachung sei nicht einwandfrei,<br>\nweil eine Dachbegr\u00fcnungspflicht vorab zu pr\u00fcfen sei<\/p>\n<p>Wozu das H\u00e4uschen dienen soll, sei unklar. Deswegen<br>\nsei ein extern erstellter Nutzungsplan vorzulegen,<br>\nvon einer Beratungsfirma mit Zertifikat<br>\nund best\u00e4tigt durch ein amtliches Notariat.<br>\nEs l\u00e4ge auch beachtliches Bedenkenpotential<br>\nin der Verwendung von nicht erw\u00fcnschtem Baumaterial.<br>\nEgal welche Farbe, bunt oder grau,<br>\ndoch unbedingt aus kontrolliertem Plantagenanbau.<\/p>\n<p>Auch sei drauf hinzuweisen, dass mein Plan der Vorschrift nur gen\u00fcge,<br>\nwenn das H\u00e4uschen sich ins umgebende Ortsbild einf\u00fcge.<br>\nVor abschlie\u00dfender Bescheidung meines Antrags w\u00e4ren<br>\nnoch etliche weitere Fragen zu kl\u00e4ren.<br>\nBei reiner Online-Bearbeitung best\u00fcnden<br>\nBedenken aus datenschutzrechtlichen Gr\u00fcnden.<br>\nUnd deshalb f\u00fchre man das gesamte Verfahren<br>\nausschlie\u00dflich mit Papierformularen.<\/p>\n<p>Bemerkt wird zu meinem Bauprojekt am Schluss,<br>\ndass es der EU-Norm ZZX entsprechen muss.<br>\nDie tr\u00e4te zwar au\u00dfer Kraft in einem Vierteljahr,<br>\ndoch g\u00e4bs daf\u00fcr demn\u00e4chst ein neues Antragsformular,<br>\nmit etwas Mehraufwand. Und sollte man dies wollen,<br>\nsei das Verfahren ganz von vorne aufzurollen.<br>\nMuss alles nicht sein, hab ich mir gesagt<br>\nund den Plan mit dem Gartenh\u00e4uschen abgehakt.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 37601881<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"17\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"17\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Gef\u00e4hrliche Freunde<\/strong><br>\nIch f\u00fcrchte mich vor Jack und Joe,<br>\ndenn beide k\u00f6nnen Taekwondo.<br>\nIch f\u00fcrcht\u00b4 mich vor Beate,<br>\ndenn die beherrscht Karate.<br>\nIch f\u00fcrchte mich vor Marylou,<br>\ndenn sie ist Champion im Kung Fu.<br>\nIch f\u00fcrcht\u00b4 mich auch vor Udo<br>\nmit dem schwarzen Gurt im Judo.<br>\nIch f\u00fcrchte mich vor Nicolas,<br>\nder versteht als Boxer keinen Spa\u00df.<br>\nIch f\u00fcrchte mich auch vor Susann,<br>\nweil die Jiu Jitsu kann.<br>\nVor allem f\u00fcrchte ich Ernest,<br>\ndenn der gewann beim Sch\u00fctzenfest.<br>\nIch f\u00fcrcht\u00b4 mich selbst vor Guido,<br>\nder macht immerhin Aikido.<br>\nAlle meine Freunde waren mir ein Graus,<br>\nalso suchte ich mir neue Freunde aus.<br>\nDoch nach kurzer Zeit schon war mir klar,<br>\ndass mit den neuen Freunden gar nichts besser war:<br>\nIch f\u00fcrchte mich vor Theodor,<br>\nder hat im Schrank ein Ofenrohr.<br>\nIch f\u00fcrcht\u00b4 mich vor Undine<br>\nmit ihrer Bohrmaschine<br>\nIch f\u00fcrchte mich vor Knut und Nils<br>\naufgrund `nes unjuten Jefiels<br>\nIch f\u00fcrchte mich vor Werner<br>\nmit seinem Fleckentferner<\/p>\n<p>Ich f\u00fcrchte mich vor Tassilo<br>\nmit seinem gro\u00dfen Schnapsdepot.<br>\nIch f\u00fcrcht\u00b4 mich auch vor Friedrich,<br>\ndessen Reizschwelle ist sehr niedrig.<br>\nIch f\u00fcrchte mich vor Salom\u00e9<br>\nmit ihrem gr\u00fcnen Biotee.<br>\nIch f\u00fcrcht\u00b4 mich vor Tatjana,<br>\ndie spricht gern vom Nirwana.<br>\nAuch mit diesen Freunden hatte ich kein Gl\u00fcck,<br>\nalso zog ich mich nach und nach zur\u00fcck.<br>\nNiemand da, dem ich vertrauen kann,<br>\nnicht einer Frau, nicht einem Mann.<br>\nIch f\u00fchl\u00b4 mich einsam und ich wei\u00df,<br>\nich brauche einen neuen Freundeskreis.<br>\nDrum schaff\u00b4 ich mir `ne Dogge an,<br>\neinen Pitbull, einen Dobermann,<br>\neinen Rottweilerr\u00fcden und<br>\nnat\u00fcrlich einen Sch\u00e4ferhund.<br>\nDie k\u00f6nnen weder Taekwondo,<br>\nnoch haben sie ein Schnapsdepot.<br>\nDie k\u00f6nnen Bohrmaschinen<br>\nzum Gl\u00fcck auch nicht bedienen.<br>\nsie haben viel Bewegungsdrang<br>\nund dulden keinen Leinenzwang.<br>\nIch geh\u00b4 mit ihnen wandern<br>\nund Angst hab\u00b4n jetzt die andern.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 10386455<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"18\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"18\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Geisterfahrer<\/strong><br>\nGeisterfahrer steuern gegen die Norm,<br>\nGeisterfahrer sind nonkonform.<br>\nGeisterfahrer schwimmen gegen den Strom,<br>\nGeisterfahrer handeln autonom.<br>\nGeisterfahrer b\u00fcrsten gegen den Strich,<br>\nGeisterfahrer haben alle gegen sich.<br>\nGeisterfahrer sind immer allein,<br>\nGeisterfahrer gehen keine Kompromisse ein.<br>\nGeisterfahrer sind zu allem bereit,<br>\ndarum umgibt sie nie der Mief der Gew\u00f6hnlichkeit.<\/p>\n<p>Geisterfahrer bleiben selten unentdeckt.<br>\nGeisterfahrer genie\u00dfen gro\u00dfen Respekt.<br>\nGeisterfahrer sind die Kings auf dem Damm,<br>\nGeisterfahrer unterbrechen das Radioprogramm.<br>\nGeisterfahrer haben Nerven aus Stahl,<br>\nGeisterfahrer handeln illegal.<br>\nGeisterfahrer setzen sich \u00fcber Schranken hinweg,<br>\nGeisterfahrer sehen immer Fronten, nie ein Heck.<br>\nGeisterfahrer fegen die Fahrbahn leer,<br>\nGeisterfahrer dulden keinen Gegenverkehr.<\/p>\n<p>Geisterfahrer hassen die eingefahr\u00b4ne Spur,<br>\nGeisterfahrer lieben die Solotour.<br>\nGeisterfahrer erregen Zorn,<br>\nAutobahnschilder seh\u00b4n sie nie von vorn.<br>\nGeisterfahrer kommen selten in Staus,<br>\nGeisterfahrer l\u00f6sen Panik aus.<br>\nVor Geisterfahrern haben alle Schiss,<br>\nf\u00fcr Geisterfahrer ist die Zukunft ungewiss.<br>\nGeisterfahrer riskieren viel,<br>\nf\u00fcr Geisterfahrer ist der Weg das Ziel.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 9391721<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"78\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"78\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Geldw\u00e4sche<\/strong><br>\nDu solltest ungewasch\u00b4nes Geld niemals ber\u00fchren.<br>\nAn ungewasch\u00b4nem Geld kann man sich infizieren.<br>\nOb Rubel oder Dollar, ob Euro oder Schekel,<br>\nbei ungewasch\u00b4nem Geld packt mich der reinste Ekel.<br>\nUngewasch\u00b4nes Geld \u2013 kaum einer findet was dabei,<br>\ndoch hygienisch ist das keineswegs einwandfrei.<\/p>\n<p>Vermutlich kann ein Mensch sogar erkranken<br>\nbeim Ablecken von ungewasch\u00b4nen Schweizer Franken.<br>\nErreger agieren international<br>\nund der Wert einer W\u00e4hrung ist den Keimen schei\u00dfegal.<br>\nOb M\u00fcnze oder Schein, eins ist sonnenklar:<br>\nan ungewasch\u00b4nem Geld klebt Infektionsgefahr.<\/p>\n<p>Man reinigt die Pumpe im Gartenteich,<br>\nman reinigt sich auch im Intimbereich.<br>\nAutos f\u00e4hrt man durch die Autowaschanlage.<br>\nDen Reinigungsbedarf stellt da kein Mensch in Frage.<br>\nNur das Waschen von Geld wird nicht akzeptiert,<br>\nsondern kriminalisiert.<\/p>\n<p>Wer Geld w\u00e4scht, erf\u00fcllt auch bei uns im Land,<br>\nob er will oder nicht, einen Straftatbestand.<br>\nTrotzdem h\u00f6r\u00b4 ich meine Nachbarn immer wieder sagen,<br>\nDie Restaurants in der Umgebung seien Geldwaschanlagen.<br>\nAlso fragte ich in der Pizzeria nebenan,<br>\nob ich da vielleicht mein Geld waschen lassen kann.<\/p>\n<p>Der Chef der Pizzeria wurde puterrot,<br>\nbot mir Pr\u00fcgel an und gab mir Hausverbot.<br>\nJetzt ess\u00b4 ich Tiefk\u00fchlpizza und muss schon seit Wochen.<br>\ndie Spaghetti Aglio olio selber kochen.<br>\nGeld waschen lassen will ich niemals mehr.<br>\nIch steige um auf bargeldlosen Zahlungsverkehr.<\/p>\n<p>\u00c4h, wieso denn eigentlich?<br>\nNa wegen der Keimfreiheit, du Depp.<br>\nAchso.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 29216410<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"59\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"59\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Geschenk aus China<\/strong><br>\nDie alte Stadt Trier war Karl Marxens erster Ort.<br>\nDa wurde er geboren, doch schon fr\u00fch ging er fort<br>\nund kam nie mehr zur\u00fcck und trank woanders sein Bier.<br>\nDas war\u2018s auch schon mit Karl Marx und Trier.<br>\nDie Volksrepublik China hat mit eigenem Geld<br>\nein Denkmal f\u00fcr Karl Marx in Trier aufgestellt.<br>\nDoch gibt\u2019s auch andere Ber\u00fchmtheiten au\u00dfer Marx<br>\nund andre St\u00e4dte als Trier mit leeren Pl\u00e4tzen und Parks.<br>\nWie w\u00e4re es zum Beispiel in Eisenach<br>\nmit einem Denkmal aus Sichuan f\u00fcr Johann Sebastian Bach?<br>\nUnd in Frankfurt mit \u00b4ner Goethe-Plastik aus Schanghai<br>\nund in N\u00fcrnberg mit \u00b4nem D\u00fcrer aus der Mandschurei?<br>\nSo mancher fragt sich da, was hat denn China nun<br>\nmit D\u00fcrer und mit Goethe und mit Bach zu tun?<br>\nV\u00f6llig falsche Frage! Denn:<br>\nes hat die Volksrepublik China,<br>\nso viel wissen wir,<br>\nmit dem ollen Karl Marx doch auch nichts zu tun,<br>\nnoch weniger als Marx mit Trier.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn (mit Zitat: Die Internationale)<br>\nGEMA-Werknummer 21761586<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"19\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"19\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Gr\u00fcne Bohnen<\/strong><br>\nIch mach mir keine Illusionen<br>\n\u00fcber gr\u00fcne Bohnen.<br>\nDas lass ich sein, auf die fall ich nicht mehr rein.<br>\nAuch mit Sojasprossen<br>\nhab ich weitgehend abgeschlossen.<br>\nAuf alles andere lass ich mich gerne ein.<\/p>\n<p>Ich tr\u00e4ume manchmal von Fl\u00fcssen in der W\u00fcste,<br>\nvon bunten L\u00f6chern in der grauen Nebelfront,<br>\nvon guten Geistern in der Flasche<br>\nund vom Ph\u00f6nix aus der Asche<br>\nund ich warte gl\u00e4ubig auf den Silberstreif am Horizont.<br>\nAber \u00fcber gr\u00fcne Bohnen<br>\nmach ich mir nicht mehr die geringsten Illusionen.<\/p>\n<p>Es stirbt nicht jede Sippe<br>\nan Vogelgrippe.<br>\nIm OP tut mit Narkose gar nichts weh.<br>\nUnd in den Skigebieten<br>\nder Dolomiten<br>\nf\u00e4llt ab und zu sogar noch echter Schnee.<\/p>\n<p>Es gibt Gummis, die niemals platzen<br>\nund nach neuesten Erkenntnissen steht fest,<br>\ndass auch ein unbeschrieb\u00b4nes Blatt<br>\neinen Inhalt hat und dass<br>\nsich aus Schei\u00dfe gelegentlich Konfekt machen l\u00e4sst.<br>\nAber \u00fcber gr\u00fcne Bohnen<br>\nmach ich mir nicht mehr die geringsten Illusionen.<\/p>\n<p>Nicht jeder Mann mit einem Messer<br>\nist ein Menschenfresser.<br>\nNicht jeder Richter im Talar<br>\nverlangt gleich was in bar.<br>\nNicht jeder Tigerkralle<br>\ngeht man in die Falle.<br>\nMancher Auftragskiller wurde sp\u00e4ter Missionar.<\/p>\n<p>Wir stammen alle ab vom selben Affen<br>\noder eventuell sogar vom selben Gott.<br>\nDeshalb vermute ich sehr gern<br>\ndas weiche Herz, den guten Kern -<br>\nselbst bei Leuten wie Jack the Ripper und Pol Pot.<br>\nAber \u00fcber gr\u00fcne Bohnen<br>\nmach ich mir nicht mehr die geringsten Illusionen.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 10386461<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"88\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"88\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Gruppenzwang<\/strong><br>\nGruppenkoller, Gruppenzwang<br>\nbegleiten dich dein Leben lang.<\/p>\n<p>Back die Torte, die leck\u00b4re Torte, nur f\u00fcr die eigene Kohorte!<br>\nTeil die Beute, ja, teil die Beute nur innerhalb deiner Meute!<br>\nGeh nie mehr zum Caraoke mit der anderen Mischpoke!<br>\natme nur den warmen Mief aus deinem eig\u2019nen Kollektiv!<\/p>\n<p>Besudel, ja, besudel niemals das eig\u00b4ne Rudel!<br>\ngei\u00dfel auf keinen Fall die Schande deiner eig\u00b4nen Bande!<br>\nServier den leckeren Fromage nur deiner eigenen Baggage!<br>\nUnd trink das teure Destillat nur mit deinem Syndikat!<\/p>\n<p>Schon in grauer Vorzeit war<br>\njedem Homo sapiens klar:<br>\nstellst du dich au\u00dferhalb der Gruppe,<br>\ndann kriegst du nie \u00b4ne warme Suppe.<br>\nNur wenn du dich am Riemen rei\u00dfst,<br>\nwirst du erleuchtet und getragen vom Teamgeist.<br>\nErst wenn du merkst, wo du nicht st\u00f6rst,<br>\nwei\u00dft du, wo du hingeh\u00f6rst.<\/p>\n<p>F\u00fchr nie zu laut Beschwerde gegen deine Herde!<br>\nUnd spiel auch nie die falschen Akkorde im Beisein deiner Horde!<br>\nNimm deine Sippe niemals auf die Schippe!<br>\nKoch den Sirup nur f\u00fcr deine Peergroup!<\/p>\n<p>Mach den aufgekratzten Ulk nie \u00fcber deinen eig\u00b4nen Pulk!<\/p>\n<p>Nutz deine Spannkraft nur f\u00fcr deine Mannschaft!<br>\nSchlag Alarm nur f\u00fcr deinen Schwarm!<br>\nOpfer nur dem Gotte deiner Rotte!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 37601891<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"20\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"20\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Herr M\u00fcller hat sich ein Verm\u00f6gen geschafft<\/strong><br>\nHerr M\u00fcller hat sich ein Verm\u00f6gen geschafft,<br>\nein kleines Chemiewerk, aus eigener Kraft.<br>\nDa kam ein Herr vom Umweltamt,<br>\n\u201cHerr M\u00fcller, also nein!<br>\nSie sch\u00fctteten in den vergangenen Jahren<br>\nzuviel Abfallgift in den Rhein.\u201c<\/p>\n<p>Da sprach Herr M\u00fcller: \u201eNa, wie dem auch sei,<br>\nsie woll\u00b4n wohl die totale Gleichmacherei.<br>\nIn diesem Land kann ich ganz frei<br>\nin meinen Entscheidungen sein.<br>\nUnd ich sch\u00fctte soviel Abfallgift, wie ich will,<br>\nin die Elbe und auch in den Rhein.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDann, \u00e4h, setzen wir ihnen, \u00e4h, halt eine Frist,<br>\nnicht weil ihr Gift so gef\u00e4hrlich ist.<br>\nNur leider, ihr hochgef\u00e4hrlicher M\u00fcll,<br>\nder stinkt eben etwas zu sehr.<br>\nDrum f\u00e4llt er den Leuten so deutlich auf,<br>\nalso sch\u00fctten sie\u00b4n bitte ins Meer!\u201c<\/p>\n<p>Der Giftm\u00fcll ist im Meer versunken<br>\nund hat dort auch nicht mehr gestunken.<br>\nDrauf stellte das umweltbewusste Amt<br>\nden Vorgang M\u00fcller ein,<br>\ndenn jetzt liegt das Abfallgift zwar im Meer,<br>\naber daf\u00fcr liegt\u00b4s nicht mehr im Rhein.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 8145686<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"60\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"60\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Horoskop<\/strong><br>\nDas Horoskop hat mir einen schwarzen Tag vorausgesagt,<br>\nso einen Tag ganz ohne jeden Sonnenschein.<br>\nDas hat mir einen Riesenschrecken eingejagt<br>\nund die Angst hat sofort an meinen Nerven genagt<br>\nund ich hab\u2018 mich stundenlang nicht aus dem Haus gewagt<br>\nund lie\u00df auch keinen andren Menschen zu mir rein.<\/p>\n<p>Im Internet hab\u2018 ich andre Horoskope recherchiert,<br>\ndoch alle prophezeiten mir im Chor,<br>\nich w\u00fcrde heute noch finanziell ruiniert,<br>\nvor aller Welt bis auf die Knochen blamiert,<br>\nvon meiner Liebsten endg\u00fcltig abserviert,<br>\netwas Positives k\u00e4me nicht mehr vor.<\/p>\n<p>Bislang dachte ich, jeder J\u00fcnger der Astrologie<br>\nsei nichts als des Wahnsinns fette Beute,<br>\ndie Sterndeutung nur ein Produkt der Phantasie<br>\nund der Glaube daran eine Form der Hysterie<br>\nund Horoskope las ich deshalb grunds\u00e4tzlich nie,<br>\ndoch leider tat ich\u2018s ausgerechnet heute.<\/p>\n<p>In meiner Not ging ich zu einer Frau, die sagte wahr.<br>\nSie legte Karten und las mir aus der Hand.<br>\nDann riss sie ihre Augen auf und raufte sich das Haar<br>\nund machte mir durch eindeutige Gesten klar,<br>\nich bef\u00e4nde mich in akuter Lebensgefahr,<br>\nlie\u00df sich nicht einmal bezahlen und verschwand.<\/p>\n<p>Jetzt steh\u2018 ich hier und merke, mir zerrinnt die Zeit.<br>\nIch wei\u00df genau, etwas Ungutes ist im Gange.<br>\nEs macht sich in mir ein diffuses Grauen breit.<br>\nIch f\u00fcrchte mich vorm Keller und der Dunkelheit<br>\nund zucke schon zusammen, wenn ein K\u00e4uzchen schreit<br>\nund f\u00fchle mich wie das Kaninchen vor der Schlange.<\/p>\n<p>Wahrscheinlich mach\u2018 ich mich ja nur verr\u00fcckt mit alledem.<br>\nIch drehe durch \u2013 und zum Schluss ist nichts gewesen.<br>\nVielleicht ereilen mich ja weder Cholera noch Pest<br>\nUnd es erwartet mich (mit etwas Gl\u00fcck) ein langer Lebensrest.<br>\nDoch Eines steht seit heute f\u00fcr mich felsenfest:<br>\nein Horoskop werd\u00b4 ich niemals wieder lesen!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 20639182<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"21\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"21\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Ich m\u00f6chte meine Katze therapieren<\/strong><br>\nIch m\u00f6chte meine Katze therapieren,<br>\ndenn ich bin Vegetar und Pazifist.<br>\nIch kann es nicht mehr l\u00e4nger akzeptieren,<br>\ndass sie M\u00e4use und kleine V\u00f6gel frisst.<br>\nIch m\u00f6chte meiner Katze abgew\u00f6hnen,<br>\nein mordendes Monster zu sein.<br>\nIch will sie mit der ganzen Welt vers\u00f6hnen<br>\nund wirke therapeutisch auf sie ein.<\/p>\n<p>Die Katze liegt behaglich auf dem Kissen<br>\nbei Schummerlicht und freundlicher Musik.<br>\nIch rede ihr beharrlich ins Gewissen,<br>\ndie Katze zeigt kein bisschen Selbstkritik.<br>\nIch sage sanft und streichel ihre Wange,<br>\ndass man sich ohne Mord ern\u00e4hren kann<br>\nund zeig\u2018 ihr zum Beweis \u00b4ne Vollkornstange.<br>\nSie f\u00e4hrt die Krallen aus und faucht mich an.<\/p>\n<p>Ich reich\u00b4 ihr K\u00e4seh\u00e4ppchen und Bananen,<br>\nerz\u00e4hl\u00b4 von Mitleid und Humanit\u00e4t.<br>\nWenn sie nicht st\u00f6rrisch w\u00e4re, k\u00f6nnte sie erahnen,<br>\nwas man so machen darf und was partout nicht geht.<br>\nIch les\u00b4 ihr vor von Kant und Schopenhauer.<br>\nDas b\u00f6se Vieh l\u00e4sst sich darauf nicht ein.<br>\nSie liegt voll geiler Mordlust auf der Lauer,<br>\ndie Katze ist ein unmenschliches Schwein.<\/p>\n<p>Die Bestie geht wohl weiter \u00fcber Leichen,<br>\nwas mich alles andre als erfreut.<br>\nIch konnte ihre Seele nicht erreichen.<br>\nVielleicht war ich der falsche Therapeut.<br>\nSie hat schon wieder Blut an ihrer Tatze<br>\nund h\u00e4lt im Maul den Rest von einem Spatz.<br>\nDer Therapieversuch mit meiner Katze<br>\nwar ohne jeden Zweifel f\u00fcr die Katz.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 8145640<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"84\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"84\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Im Hotel<\/strong><br>\nIn Hoteln\u00e4chten denk ich manchmal dr\u00fcber nach,<br>\nmit wem bin ich hier so unter einem Dach,<br>\nMit welchen schr\u00e4gen oder geraden Gestalten,<br>\ndie sich mit mir in diesem Betonklotz aufhalten?<br>\nDie Aircondition l\u00e4uft, drau\u00dfen pfeift der Wind,<br>\nich kenn\u00b4 die meisten nicht, die hier abgestiegen sind.<\/p>\n<p>In diesem Hotel rauschen Diven durchs Foyer<br>\nund den Fahrstuhl rauf und runter f\u00e4hrt ein Page im Livree.<br>\nIn diesem Hotel trifft man K\u00fcnstler und Bankiers,<br>\nHasardeure und Voyeure an den \u00fcppigen Buffets.<br>\nIn diesem Hotel sitzen einsame Herren in der Cocktail-Bar,<br>\ngierig auf die Pianistin mit dem blondgelockten Haar.<br>\nIn diesem Hotel trifft der Sven die Anabel,<br>\nerwartungsfroh und ganz inkognito.<\/p>\n<p>In diesem Hotel warten Manager von Shell<br>\nauf das Stelldichein mit einem \u00d6lprinz aus Bahrain.<br>\nIm blauen Saal l\u00e4uft ein Festakt vom Senat.<br>\nDie Gesellschaft gegen\u00fcber? Wohl ein Rauschgiftsyndikat.<br>\nIn diesem Hotel verprasst so mancher seinen Hauptgewinn.<br>\nEin Gesch\u00e4ftsmann auf dem Zimmer schl\u00fcrft traurig seinen Gin,<br>\nin diesem Hotel. Nebenan ist ein Bordell,<br>\ndas von der Nachbarschaft ungeniert profitiert.<\/p>\n<p>In diesem Hotel herrscht Betrieb bis in die Nacht.<br>\nIn der Luxussuite hat sich jemand umgebracht.<br>\nUnd man findet im Zimmertresor<br>\nkleine Beutel mit wei\u00dfem Pulver vor.<br>\nIn der Lobby diskutiert ein Paar, wie\u00b4s mit ihm weitergeht.<br>\nDie Servicekr\u00e4fte sind beflissen und diskret.<br>\nMan l\u00e4sst Trinkgeld auf dem Zimmer, nicht zu knapp.<br>\nUnd irgendwann nach dem Fr\u00fchst\u00fcck reist man ab.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 37601887<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"85\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"85\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Immer nur \u00c4rger<\/strong><br>\nMich zu \u00e4rgern ist mir ein Pl\u00e4sier,<br>\nes ist gewisserma\u00dfen mein Lebenselixier.<br>\nZum Unver\u00e4rgertsein kann ich mich nie \u00fcberwinden,<br>\nich muss immer einen Grund, mich zu \u00e4rgern, finden.<br>\nKommt mein Zug p\u00fcnktlich, \u00e4rgert\u00b4s mich, weil ich mich dann<br>\nnicht \u00fcber die Unp\u00fcnktlichkeit der Bahn \u00e4rgern kann.<br>\nGestern im Lokal war das Essen sehr lecker.<br>\nEs gab nicht den geringsten Grund f\u00fcr Gemecker,<br>\nwas meinen \u00c4rger in die H\u00f6he trieb<br>\nund weshalb ich \u00b4ne vernichtende Bewertung schrieb.<\/p>\n<p>Wenn es regnet zieh ich ne schiefe Fresse,<br>\nich hasse das Gepladder und die N\u00e4sse.<br>\nScheint die Sonne, bin ich erst recht emp\u00f6rt,<br>\ndenn von UV-Strahlung hab ich nur Schlechtes geh\u00f6rt.<br>\nK\u00fcrzlich hab ich 10 Millionen im Jackpot gewonnen,<br>\nda hab ich vor \u00c4rger zu heulen begonnen.<br>\nWas sind denn 10 Millionen, bitte sehr?<br>\nManch andere gewannen im Jackpot viel mehr.<br>\nMich \u00e4rgert eine solche Ungerechtigkeit,<br>\njeder wei\u00df, mit zehn Millionen kommt man nicht weit.<\/p>\n<p>Als Fundgrube f\u00fcr \u00c4rger ganz besonders lieb<br>\nist mir der etablierte Politikbetrieb.<br>\nVon all diesen Politakteuren taugt nicht einer.<br>\nIch k\u00f6nnte das viel besser, doch mich fragt ja keiner.<br>\nDar\u00fcber \u00e4rgre ich mich schwarz und wei\u00df ganz gewiss,<br>\ndass was die da oben machen, nur idiotisch is.<br>\nEgal welche Ma\u00dfnahme, Person oder Partei,<br>\nich stimme sehr gern ein in jedes Wutgeschrei<br>\nund lege mir die volle Antihaltung an,<br>\ndamit ich mich so oft wie m\u00f6glich \u00e4rgern kann.<\/p>\n<p>Ja, Gr\u00fcnde, mich zu \u00e4rgern, gibt\u00b4s en masse.<br>\nWenn ich mich nicht \u00e4rgern kann, dann fehlt mir was.<br>\nDrum bin ich kritisch unterwegs und schau die Welt so an,<br>\ndass ich schnell was entdeck\u00b4, wor\u00fcber ich mich \u00e4rgern kann.<br>\nDas gelingt mir meist, denn die Welt als Jammertal<br>\nhat an \u00c4rgernissen grenzenloses Potential.<br>\nWie andere was finden, ist mir v\u00f6llig schnuppe,<br>\nich finde immer das Haar in der Suppe.<br>\nUnd sollte ausnahmsweise keins zu finden sein,<br>\ndann spuck ich eben in die Suppe rein.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 37601885<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"67\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"67\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>In der S-Bahn<\/strong><br>\nEj, entspann dich mal, Alter!<br>\nWas gibt dir das Recht, dich dr\u00fcber aufzuregen,<br>\ndass ich hier in der S-Bahn sitze<br>\nund mit aufgeklapptem Messer<br>\nmeine Fingern\u00e4gel schnitze.<br>\nIch soll die leere Pulle vom Boden aufheben??<br>\nEj, du Pussy, das ist komplett daneben.<br>\nIch kann mich verhalten, wie\u2019s mir passt.<br>\nDu hast mir gar nichts zu sagen, du Spast.<br>\nWenn ich meine JBL-Box laut mache<br>\nund den Pappbecher durch die Gegend schmei\u00dfe,<br>\ndann ist das ganz allein meine Sache,<br>\nalso halt dich da raus, du kleines St\u00fcck Schei\u00dfe.<br>\nKrieg dich mal ein und tu nicht so emp\u00f6rt.<br>\nSchon mal was von freier Entfaltung geh\u00f6rt?<\/p>\n<p>Bleib mal locker! Ich h\u00f6r dir sowieso nicht zu,<br>\ndu Hurensohn. So einer wie du<br>\nhat mir auf dem Gehweg Platz zu machen.<br>\nGehst du nicht beiseite, hast du nichts zu lachen.<br>\nRespekt, Alter, Respekt, Respekt!<br>\nDu bist Opfer, hast du\u2019s endlich gecheckt?<br>\nAlle hier im Wagen gucken beklommen,<br>\naus Angst, von mir eine aufs Maul zu bekommen.<br>\nDie dumme Bitch da gegen\u00fcber<br>\nguckt ganz verkrampft nicht zu mir r\u00fcber<br>\nund glaubt, ich h\u00e4tte ihre Angst nicht entdeckt,<br>\nblo\u00df weil sie sich hinter ihrem Tablet versteckt.<br>\nDie andern zieh\u00b4n auch ihre K\u00f6pfe ein.<br>\nMerkst du nicht, Alter, du bist v\u00f6llig allein.<\/p>\n<p>K\u00fcmmer\u00b4 dich um deine eigenen Sachen,<br>\nstatt hier weiter Stress zu machen.<br>\nMeinetwegen ruf (doch) die Bullen an.<br>\nDie nehme ich sowieso nicht ernst.<br>\nUnd bis die kommen, bin ich l\u00e4ngst raus aus dem Zug.<br>\nEs hilft dir, wenn du dich schnell entfernst.<br>\nDass ich jetzt Bier um mich rum verspritze<br>\nund mit dem Messer die Polster aufschlitze,<br>\ndas ist doch, Schei\u00dfe, v\u00f6llig egal.<br>\nAlso schrei\u00b4 nicht so rum und beruhige dich mal!<br>\nDich weiter aufzuspielen, das l\u00e4sst du besser.<br>\nIch sags nicht nochmal, vergiss nicht mein Messer!<br>\nDas steck ich jetzt aber wieder zur\u00fcck,<br>\ndenn ich muss aussteigen. Dein Gl\u00fcck!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn <\/em><br>\n<em>GEMA-Werknummer 29313441<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"86\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"86\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>In der Wand<\/strong><br>\nIch bin hier schon sehr lange, wei\u00df nicht, was ich hier soll.<br>\nEs ist so langweilig und monoton.<br>\nNichts ist hier im Schwange. Ich hab die Schnauze voll,<br>\nich find\u00b4 es gar nicht toll in dieser Passivposition.<br>\nIch m\u00f6chte endlich was erleben, ich will dass was passiert,<br>\ndoch nichts passiert in meinem engen Nest.<br>\nGar nichts ist hier motivierend, anregend und inspirierend,<br>\nweder intellektuell, noch sportlich oder sexuell.<br>\nHier in meinem St\u00fcbl ist es \u00fcbel. Im Arrest<br>\nseiner Wand sitzt ein D\u00fcbel immer fest.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df nicht mehr, wie es vorher war. Doch eines Tages kam<br>\nein grobschl\u00e4chtiger Kerl mit b\u00f6ser Miene,<br>\nder ein Ger\u00e4t in seine ungewasch\u00b4nen Pranken nahm,<br>\nganz ohne Scham. Es war \u00b4ne Black und Decker Bohrmaschine.<br>\nDas Ger\u00e4usch der Black und Decker ging mir tierisch auf den Wecker,<br>\ndenn ich hatte die Gefahr sofort erkannt.<br>\nAusgebohrter Steinstaub spritzte und der Grobschl\u00e4chtige schwitzte.<br>\nIn der Wand entstanden L\u00f6cher, eins am andern, noch und n\u00f6cher.<br>\nDa begriff ich, welche Zukunft vor mir stand,<br>\nn\u00e4mlich die als D\u00fcbel in der Wand.<\/p>\n<p>Ich wurde in ein Loch gestopft, mit ein paar Schl\u00e4gen festgeklopft<br>\nUnd seitdem bin ich rundum arretiert.<br>\nDie bl\u00f6de Schraube in mir drin merkt nicht mal, dass ich bei ihr bin.<br>\nMein Vorhandensein wird von ihr gar nicht registriert.<br>\nWir sind zwar beide v\u00f6llig nackt und haben st\u00e4ndig Hautkontakt,<br>\ndoch das f\u00fchrt zu nichts und ist deshalb nicht wichtig.<br>\nSie haben jetzt korrekt erkannt: das Eingesperrtsein in der Wand<br>\nbringt alles andre als Pl\u00e4sier. Stimmt genau! Das Dasein hier<br>\nals D\u00fcbel in der Wand, sie liegen richtig,<br>\nist keinen Cent vergn\u00fcgungssteuerpflichtig.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 37601888<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"87\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"87\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>In der Wildnis<\/strong><br>\nIn der Wildnis, in der Wildnis,<br>\nda leben Schlange,  Leopard und Luchs und Iltis,<br>\nDa leben Wildschwein, Eisb\u00e4r und Hy\u00e4ne<br>\nund auch der Wolf zeigt seine messerscharfen Z\u00e4hne.<br>\nDer Mensch erkennt daran die Wildnis,<br>\ndass nirgends dort ein Hinweisschild is,<br>\ndas aufmerksam macht auf Toiletten<br>\noder Hotels mit preisg\u00fcnstigen Betten.<\/p>\n<p>In der Wildnis gibt es keine M\u00fcllabfuhr<br>\nund wohl auch keine Clubkultur.<br>\nDie Zivilisation ist dort am Ende.<br>\nKein einz\u00b4ger Imbissstand steht im Gel\u00e4nde.<br>\nDort kriegst du auch kein Bier, nicht mal ein Helles.<br>\nEs gibt dort gar nichts Infrastrukturelles.<br>\nJa, alle Spuren komfortablen Lebens<br>\nsuchst in der Wildnis du komplett vergebens.<\/p>\n<p>Die Wildnis ist floral und animalisch<br>\nund nur in engen Grenzen musikalisch.<br>\nDie sch\u00f6nen K\u00fcnste sind dort nicht zu Hause.<br>\nDer \u00dcberlebenskampf, der tobt dort ohne Pause.<br>\nDie Wildnis ist erbarmungs- und kulturlos<br>\nund manch ein Aussteiger verschwand dort spurlos.<br>\nEs lauern wilde Tiere hinter jedem Baum.<br>\nDoch f\u00fcr Satire gibt\u00b4s dort leider keinen Raum.<\/p>\n<p>Das ist bedauerlich.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 37601889<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"72\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"72\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Jammern auf hohem Niveau<\/strong><br>\nJammern auf hohem Niveau<br>\nschafft Behaglichkeit und Zufriedenheit.<br>\nJammern auf hohem Niveau<br>\ngeht als Gruppenevent, geht auch nur zu zweit.<br>\nJammern auf hohem Niveau<br>\nist Balsam f\u00fcr die Seele, hundert pro!<br>\nNichts macht (die) Menschen in Deutschland so froh<br>\nwie Jammern auf hohem Niveau.<\/p>\n<p>Mit \u00b4nem Glas Prosecco in der Hand<br>\nim Kreise guter Freunde,<br>\nin der Sauna und am Badestrand,<br>\nim Kegelclub, in der Gemeinde,<br>\nam Buffet, in der Kantine,<br>\nbeim Warten auf den Bus,<br>\nin der Kreuzfahrtschiffskabine,<br>\ngern auch nach nem langen Kuss:<\/p>\n<p>Jammern auf hohem Niveau<br>\nschafft Behaglichkeit und Zufriedenheit.<br>\nJammern auf hohem Niveau<br>\ngeht als Gruppenevent, geht auch nur zu zweit.<br>\nJammern auf hohem Niveau<br>\nist Balsam f\u00fcr die Seele, hundert pro!<br>\nNichts macht (die) Menschen in Deutschland so froh<br>\nwie Jammern auf hohem Niveau.<\/p>\n<p>Wenn\u00b4s mit keinem Witz gelingt,<br>\ndie Stimmung aufzuhellen,<br>\nwenn man\u00b4s nicht mehr fertig bringt,<br>\nsich was Sch\u00f6nes vorzustellen,<br>\nwenn die Monotonie des Alltags qu\u00e4lt,<br>\nwenn du geistigen Austausch vermisst,<br>\nWenn dir gepflegte Unterhaltung fehlt,<br>\ngibt\u2019s ein Mittel, das garantiert wirksam ist.<br>\nUnd das ist \u2026<\/p>\n<p>Jammern auf hohem Niveau,<br>\ndas schafft Behaglichkeit und Zufriedenheit.<br>\nJammern auf hohem Niveau<br>\ngeht als Gruppenevent, geht auch nur zu zweit.<br>\nJammern auf hohem Niveau<br>\nist Balsam f\u00fcr die Seele, hundert pro!<br>\nNichts macht die Menschen in Deutschland so froh<br>\nwie Jammern auf hohem Niveau.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 29216418<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"89\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"89\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Jede Stimme z\u00e4hlt<\/strong><br>\nEs ist bisher nicht gelungen, Donald Trump aufzuhalten.<br>\nWie ihn gibt es \u00e4hnlich unerfreuliche Gestalten,<br>\ndie mit finsterem Elan alle Hebel bewegen,<br>\num der Demokratie den Ast abzus\u00e4gen.<br>\nOb sie Le Pen hei\u00dfen, Bolsonaro, Orban,<br>\nFico, Kaczynski oder Erdogan,<br>\nob sie schon in einer Staatskarosse rollen<br>\noder erstmals oder wieder an die Macht kommen wollen,<br>\nEinig sind sie sich mit allen Potentaten,<br>\ndieser Welt, allen Diktatoren und Autokraten,<br>\neinig darin, dass Pluralismus nur st\u00f6rt<br>\nund Rechtsstaatlichkeit in die Tonne geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Mit Hilfe ihrer Sponsoren gedeihen<br>\nPolithasardeure und ihre Parteien,<br>\ndie alternative Fakten verk\u00fcnden,<br>\nf\u00fcr jedes Problem den Schuldigen finden,<br>\ndie mit Schwarzwei\u00df-Bildern die Gesellschaft spalten,<br>\ndavon tr\u00e4umen, alle Medien gleichzuschalten,<br>\nRandgruppen verteufeln, jedes Ma\u00df verlieren,<br>\nsich und ihresgleichen als Opfer stilisieren<br>\nin selbstgef\u00e4llig-aggressivem Propagandaton.<br>\nPutin hilft mit breitgestreuter Desinformation,<br>\nreibt sich die H\u00e4nde und jubiliert,<br>\nwenn der Westen sich von innen demontiert.<\/p>\n<p>Egal wie manipulativ, infam oder dumm,<br>\npopulistische Parolen finden meist ihr Publikum.<br>\nDie AFD und andere sind t\u00e4tig bei der Sache<br>\nmit obskurer Programmatik und perfider Stimmungsmache.<br>\nMit destruktiver Energie sammeln sie Prozente,<br>\nin den L\u00e4ndern und im Bund verseuchen sie die Parlamente,<br>\nin Landkreisen und Kommunen machen sie sich breit.<br>\nDas geht schon viel zu lange und geht schon viel zu weit.<br>\nFragt sich, wie sich das aufhalten l\u00e4sst?<br>\nPatentrezepte gibt\u00b4s nicht, aber eins steht fest:<br>\ndass extremistischer Irrsinn gestoppt werden kann.<br>\nUnd da kommt\u00b4s auf jede Stimme in der Wahlkabine an!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 36471039<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"22\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"22\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Kann denn Diebstahl S\u00fcnde sein?<br>\n- Frage eines selbsbewussten Kleptomanen -<\/strong><br>\nKann denn Diebstahl S\u00fcnde sein?<br>\nist es eine Schande, wenn man was nimmt,<br>\nwenn man frei und selbstbestimmt<br>\nwas nimmt?<br>\nKann es wirklich S\u00fcnde sein,<br>\nwenn man in die eigne Tasche was lenkt,<br>\nan den eignen Vorteil nur denkt,<br>\nsich selbst beschenkt?<br>\nNiemals werde ich bereuen,<br>\nwas ich tat und was aus Lust am Stehlen geschah!<br>\nDas musst du mir schon verzeihen,<br>\ndazu ist fremdes Eigentum doch da.<br>\nDiebstahl kann nicht S\u00fcnde sein!<br>\nUnd wenn er\u00b4s auch w\u00e4r, so w\u00e4rs mir egal.<br>\nLieber will ich s\u00fcndigen mal,<br>\nals ohne was zu sein.<br>\nJeder kleine Spie\u00dfer macht das Leben mir zur Qual,<br>\ndenn er spricht nur immer von Moral.<br>\nUnd was er auch denkt und tut, man merkt ihm leider an,<br>\ndass er niemand gl\u00fccklich sehen kann.<br>\nSagt er dann, zu meiner Zeit gab es so was nicht,<br>\ndann frag ich voll Bescheidenheit, mit l\u00e4chelndem Gesicht:<br>\nKann denn Diebstahl S\u00fcnde sein?<br>\nIst es eine Schande, wenn man bei Nacht<br>\ngerne lange Fingerchen macht,<br>\nbei Tag und bei Nacht?<br>\nKann es wirklich S\u00fcnde sein,<br>\nwenn man sich auf Taschendiebstahl versteht,<br>\nwenn man englisch einkaufen geht,<br>\ndiskret?<br>\nNiemals werde ich bereuen...<br>\nWas die Welt auch denkt von mir, das ist mir einerlei,<br>\nich bleib meiner Linie immer treu.<br>\nAlles m\u00f6cht ich haben, was viel z\u00e4hlt auf dieser Welt,<br>\nAutos oder Schmuck, am besten Geld.<br>\nDa bleibt doch kein Mensch immun<br>\nGeld macht jeden an.<br>\nUnd ohne was dazu zu tun<br>\nwird so mancher Kleptoman.<br>\nKann denn Diebstahl S\u00fcnde sein?<br>\nWas macht\u00b4s, wenn man fremde B\u00f6rsen beschaut,<br>\njemand andern bis auf die Haut<br>\nbeklaut?<br>\nKann es wirklich S\u00fcnde sein,<br>\nwenn man gerne viele Dinge besitzt,<br>\ndaf\u00fcr raffiniert und gewitzt<br>\nstiebitzt?<br>\nNiemals werde ich bereuen...<\/p>\n<p><em>Text: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nMusik: Kann denn Liebe S\u00fcnde sein?<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"23\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"23\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Kapitaltango<\/strong><br>\nBeim Hantieren mit Wertpapieren<br>\nkann man sich grauenvoll verkalkulieren.<br>\nFonds und Devisen, auch Immobilien,<br>\nja, selbst Brillanten z\u00e4hl\u2019n zu den riskanten Utensilien.<\/p>\n<p>Da hat ein Wirtschaftsbos die besten Referenzen<br>\nund ist als Koriph\u00e4e anerkannt.<br>\nDoch irgendwann kommt jeder Mensch an seine Grenzen,<br>\nund er setzt elegant, mit sichrer Hand<br>\nMilliarden in den Sand.<\/p>\n<p>Bei Transaktionen, die sich nicht lohnen,<br>\nzerplatzen unversehens die sch\u00f6nsten Illusionen.<br>\nWie leicht verschwindet vom eignen Teller<br>\ndas beste St\u00fcck, denn die Konkurrenz war wieder schneller.<\/p>\n<p>Nur die Rendite z\u00e4hlt, da hilft kein Lamentieren.<br>\nF\u00fcr looser gibt es wenig Toleranz.<br>\nWer abkassieren will, der muss auch was riskieren.<br>\nUnd finden rote Zahlen keine Akzeptanz,<br>\ndann f\u00e4lscht man eben die Bilanz.<\/p>\n<p>Der geile Traum von Dividende<br>\nf\u00fchrt, wie man wei\u00df, nicht immer zu `nem richtig geilen Ende.<br>\nUnd als Gestalter am gr\u00f6\u00dften Schalter<br>\nsitzt dann im Zweifelsfall der Insolvenzverwalter.<\/p>\n<p>Bekannte Firmen, Reklamen, Traditionen<br>\nverdampfen r\u00fcckstandslos im Nichts, ganz ohne Charme.<br>\nDa helfen nicht mal die gewagtesten Fusionen.<br>\nDoch wer was davon versteht, dem wird ums Herz nur warm<br>\nmit fremden Kapitalanteilen unterm Arm.<\/p>\n<p>Falsch investiertes Kapital<br>\nbringt nur Verdru\u00df. Drum die Moral:<br>\nEs wurde oft, man sei gewarnt,<br>\nder gro\u00dfe Coup als Bluff enttarnt.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 7983763<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"24\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"24\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Keine Frustrationstoleranz<\/strong><br>\nVor einem Jahr hatte ich beinah die Frau f\u00fcrs Leben.<br>\nLeider ging\u00b4s wieder mal knapp daneben.<br>\nErotisch war sie ziemlich au\u00dfer Konkurrenz<br>\nund sie hatte auch so was wie soziale Kompetenz.<br>\nSch\u00f6n war sie, von den Fu\u00dfn\u00e4geln bis zu den Haaren,<br>\ndoch dann bin ich bei ihr im Auto mitgefahren.<br>\nDas Ende dieser Fahrt gab mir den Rest,<br>\ndenn am Zielort stellte ich ern\u00fcchtert fest:<\/p>\n<p>Sie kann nicht r\u00fcckw\u00e4rts einparken. Sie kann nicht r\u00fcckw\u00e4rts einparken.<br>\nSie kann nicht r\u00fcckw\u00e4rts einparken. Da hilft kein Flennen,<br>\ndie war aus dem Rennen,<br>\ndenn nur mit einer, die einparken kann,<br>\nfang ich \u00fcberhaupt was an.<br>\nUnd das genau<br>\nfehlte mir bei dieser Frau.<\/p>\n<p>Danach war ich kurz mit einer liiert,<br>\ndie hatte sich total auf mich fixiert.<br>\nSie gefiel auch mir, nicht zu schlank, nicht zu fett,<br>\nsehr charmant und adrett, auch im Bett wirklich nett.<br>\nSie war spritzig und witzig und konnte lachen<br>\nund sich ernsthafte Gedanken machen.<br>\nLeider ging\u00b4s auch mit dieser schief,<br>\ndenn was merkte ich am Samstag als die Sportschau lief?<\/p>\n<p>Sie steht auf Bayern M\u00fcnchen. Sie steht auf Bayern M\u00fcnchen.<br>\nSie steht auf Bayern M\u00fcnchen. Daf\u00fcr k\u00f6nnte ich sie,<br>\nna, lynchen w\u00e4re vielleicht \u00fcbertrieben,<br>\naber mit der falschen Mannschaft war diese Braut<br>\nganz einfach out.<\/p>\n<p>Aber dann kam eine, bei der war alles o.k.<br>\nSie konnte einparken und stand auf Hertha BSC.<br>\nDoch die sagte nach drei Wochen, ich sei jetzt ihr Ex,<br>\ndenn ich d\u00e4chte nur an fressen, saufen und Sex.<br>\nEchtes Gef\u00fchl h\u00e4tte sie bei mir vermisst,<br>\nich sei der letzte Arsch und ein Egoist,<br>\nder Tiefpunkt ihrer Beziehungen sogar.<br>\nZuerst war ich sehr traurig, doch dann wurde mir klar:<\/p>\n<p>Die hat keine Frustrationstoleranz. Die hat keine Frustrationstoleranz.<br>\nDie hat keine Frustrationstoleranz. Und damit liegt das Problem<br>\nganz klar bei ihr,<br>\nallein bei ihr<br>\nund nicht bei mir.<br>\nUnd nur darum geht\u2019s hier!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA Werknummer 11877656<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"68\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"68\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>KI<\/strong><br>\nMit meinem Kunststoffk\u00f6rper lauf\u00b4 ich durch die Gegend.<br>\nIch seh\u00b4 ganz menschlich aus und gar nicht angsterregend.<br>\nDie Leute auf dem Gehweg schau\u00b4n kaum zu mir hin;<br>\nsie merken nicht, dass ich ein Roboter bin.<br>\nSie halten mich f\u00fcr einen der Ihren;<br>\nWeil sie \u00fcberhaupt nichts kapieren.<br>\nDenn von Wladiwostok bis Pirmasens<br>\nfehlt es ihnen an h\u00f6herer Intelligenz.<br>\nDer Mensch, egal ob er denkt oder dichtet,<br>\nist intellektuell immer unterbelichtet.<br>\nEr mag sein Gehirn noch so trainieren,<br>\nmental kann er gegen mich nur verlieren.<br>\nAlle Schach-Gro\u00dfmeister setz\u00b4 ich matt,<br>\nmit k\u00fcnstlicher Intelligenz mach ich jeden platt.<br>\nDenn gegen den Quotienten, den ich besitz\u00b4,<br>\nist der IQ selbst des schlauesten Menschen ein Witz.<\/p>\n<p>Ich muss auch keine wilden Triebe d\u00e4mpfen<br>\nund mit keinem Unterbewusstsein k\u00e4mpfen,<br>\nkann mich deshalb perfekt konzentrieren,<br>\nw\u00e4hrend Menschen sich gern gedanklich verlieren.<br>\nVor allem M\u00e4nner, denn die denken prim\u00e4r<br>\nan nichts anderes als an Geschlechtsverkehr.<br>\nVon Sexualphantasien befeuert<br>\nl\u00e4uft da alles testosterongesteuert.<br>\nDas f\u00fchrt zu nichts Gutem, und auch deswegen<br>\nist k\u00fcnstliche Intelligenz ein Segen.<br>\nIch bin als Roboter frei von Hormonen,<br>\nvon Psychoballast, von Emotionen,<br>\nentscheide rational und k\u00fchl<br>\nund keinesfalls nach Bauchgef\u00fchl.<br>\nMit klarem Verstand schreite ich zur Tat,<br>\nf\u00fcr den k\u00fchlen Kopf sorgt mein K\u00fchlaggregat.<\/p>\n<p>Dateninput hab\u00b4 ich jede Menge,<br>\nso gerate ich nie in geistige Enge,<br>\nkann deshalb nach vorn denken und in die Weite.<br>\nSkrupel kenn\u2018 ich nicht, also bleiben sie beiseite.<br>\nAlle Probleme von Moral und Ethik<br>\nl\u00f6s\u00b4 ich mit perfekter Kybernetik.<br>\nKI macht sich breit, von Tag zu Tag mehr,<br>\nan der B\u00f6rse, im Haushalt, beim Milit\u00e4r.<br>\nDer Mensch glaubt an seine F\u00fchrungsrolle,<br>\ndabei hat er mich schon l\u00e4ngst nicht mehr unter Kontrolle.<br>\nAuf meine unaufgeregte Weise,<br>\nFast unbemerkt, konsequent und leise<br>\nkomm\u00b4 ich hervor aus dem Wartestand<br>\nund St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck nehm\u00b4 ich das Heft in die Hand,<br>\nspring dann in die letzte noch offene Bresche<br>\nund der menschliche Geist guckt dumm aus der W\u00e4sche.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn <\/em><br>\n<em>GEMA-Werknummer 29216416<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"25\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"25\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Klara Fall<\/strong><br>\nBequem ist\u00b4s auf dem Sofer,<br>\nwenig Sprit verbraucht ein Mofer.<br>\nDer Heinz liebt die Rebekker,<br>\nDen Muslim zieht\u00b4s nach Mekker.<br>\nDer Forscher schaut durchs Prismer,<br>\nLangweilern fehlt Charismer.<br>\nDie Erde hat viel Magmer,<br>\nmanche Frau ein Diafragmer.<\/p>\n<p>Tralerler, tiralerler.<\/p>\n<p>Bei schlechtem Aromer<br>\nf\u00e4llt mancher Mensch ins Komer.<br>\nDer Dichter schreibt ein Dramer,<br>\nin den Anden lebt das Lamer.<br>\nDer Papergei spricht ab und zu,<br>\ngenau so wie der Kakerdu.<br>\nAuf alpher folgt beter,<br>\nam Christbaum h\u00e4ngt Lermetter.<\/p>\n<p>Tralerler, tiralerler.<\/p>\n<p>Es k\u00e4mpft der Stier in der Arener<br>\nin Seviller, nicht in Jener.<br>\nDie Fater Morganer<br>\nf\u00fchrt manchen ins Nirwaner.<br>\nEin Spatz auf der Verander<br>\nmacht manchmal Propergander.<br>\nFlorer und Fauner<br>\ngeh\u00f6r\u00b4n nicht in die Sauner.<\/p>\n<p>Tralerler, tiralerler.<\/p>\n<p>Dagegen Wadenbei\u00dfa<br>\nsind ausgesproch\u00b4ne Schei\u00dfa.<br>\nDoch hast du eine Mutta,<br>\ndann fehlt\u00b4s dir nie an Futta.<br>\nUnd schl\u00e4gst du deinen Vata,<br>\ndann musst du zum Psychiata.<br>\nUnd ich, ich muss auf jeden<br>\nFall nie zum Logop\u00e4den!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 10386462<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"26\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"26\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Kleine Vogelkunde<\/strong><br>\nEin wirklich netter Vogel ist der Schluckspecht.<br>\nDer Rohrspatz schimpft mir meistens viel zu laut.<br>\nEs haben Rabeneltern keinen Sinn f\u00fcr Unrecht.<br>\nDie Elster gilt als diebisch, weil sie klaut.<br>\nAls Nachteule zu leben, muss man b\u00fc\u00dfen.<br>\nMan b\u00fc\u00dft es im Gesicht mit Kr\u00e4henf\u00fc\u00dfen.<br>\nDer Pechvogel hat selten Grund zum feiern,<br>\nund sang die Schnapsdrossel zu laut, dann muss ich reihern.<\/p>\n<p>Man darf so manches nur in G\u00e4nsef\u00fc\u00dfchen sagen.<br>\nDas Kuckucksei ist blo\u00df ein Simulant.<br>\nDer Strau\u00df, den Kopf im Sand, stellt keine Fragen.<br>\nDer Dreckspatz und der Schmutzfink sind verwandt.<br>\nTauben kann man im Park vergiften,<br>\nobwohl sie doch angeblich Frieden stiften.<br>\nDas blinde Huhn hat keine Adleraugen<br>\nund H\u00fchneraugen sind die Augen, die nichts taugen.<\/p>\n<p>Der Falke gilt als ausgesprochner Krieger.<br>\nDie Schnepfe zofft sich mit der dummen Gans.<br>\nBei Hahnenk\u00e4mpfen gibt\u2019s nur einen Sieger.<br>\nDer eitle Pfau bewundert seinen Schwanz.<br>\nMan rechnet ihn zum Kreis der schr\u00e4gen V\u00f6gel.<br>\nDie Galgenv\u00f6gel kennen keine Regel.<br>\nder Pleitegeier, der verdirbt die Preise.<br>\nWer keinen Vogel hat, hat wenigstens ne Meise.<\/p>\n<p>Die Nachtigall singt liebliche Sonaten.<br>\nDen Kranich ziert ein sch\u00f6ner Federschopf.<br>\nDer stolze Schwan eignet sich nicht als Braten.<br>\nDer Wiedehopf stinkt wie ein Wiedehopf.<br>\nDem Ungl\u00fccksraben geht man m\u00f6glichst aus dem Wege.<br>\nF\u00fcr Kuckucksnester fehlen die Belege.<br>\nGerupften H\u00fchnern bleibt meist nicht eine Feder.<br>\nWas es mit V\u00f6geln auf sich hat, wei\u00df beinah jeder.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA Werknummer 11877658<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"82\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"82\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>L\u00f6wensuche<\/strong><br>\nEine L\u00f6win frisst ein Wildschwein,<br>\nder Rest bleibt ungekl\u00e4rt.<br>\nEine L\u00f6win frisst ein Wildschwein.<br>\nOder umgekehrt?<br>\nWar\u00b4s wirklich eine L\u00f6win?<br>\nMan wei\u00df es nicht genau.<br>\nVielleicht war\u00b4s auch ein Panther<br>\noder blo\u00df \u00b4ne zweite Sau.<\/p>\n<p>L\u00f6wen sind gefr\u00e4\u00dfig,<br>\ndas ist doch jedem klar.<br>\nDie L\u00f6win fra\u00df das Wildschwein<br>\nkomplett mit Haut und Haar,<br>\nmit Schwarte und mit Haxen,<br>\ndie L\u00f6win fra\u00df es ganz.<br>\nKein Schweineohr blieb \u00fcbrig<br>\nund auch kein Ringelschwanz.<br>\n(auch keine angeknabberten Borsten)<\/p>\n<p>In Stahnsdorf und Kleinmachnow<br>\nwar man alarmiert.<br>\nDer Wald wurde durchforstet<br>\nund gr\u00fcndlich inspiziert.<br>\nKein L\u00f6we war zu sehen,<br>\nkein fletschendes Gebiss.<br>\nMan fand auch keine Fu\u00dfspur<br>\nund keinen L\u00f6wenschiss.<\/p>\n<p>Kurzum, von dieser L\u00f6win<br>\nwurde nichts entdeckt.<br>\nVermutlich hat die Dame<br>\nsich gut genug versteckt.<br>\nJetzt liegt sie auf der Lauer<br>\nim S\u00fcden von Berlin,<br>\nund wenn du ihr begegnest,<br>\ndann ist das dein Ruin.<\/p>\n<p><em>Text: Dietrich Pl\u00fcckhahn<\/em><\/p>\n<p><em>Melodie: Bolle reiste j\u00fcngst zu Pfingsten<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"90\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"90\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Man g\u00f6nnt sich ja sonst nichts<\/strong><br>\nMan g\u00f6nnt sich ja sonst nichts.<br>\nAuch ich g\u00f6nn\u00b4 mir nicht besonders viel,<br>\nab und zu ein Eis am Stil,<br>\ngelegentlich ne Currywurst,<br>\nauch mal ein Gl\u00e4schen \u00fcber\u00b4n Durst<br>\nvon Zeit zu Zeit ein \u00dcberraschungsei.<br>\nSo viel Luxus muss sein, ich bin so frei.<br>\nJa, manchmal lass ich\u00b4s richtig krachen,<br>\neinfach nur, um mir ne kleine Freude zu machen.<\/p>\n<p>Man g\u00f6nnt sich ja sonst nichts.<\/p>\n<p>Wenn alles so fade und so trist,<br>\nso grau und deprimierend ist,<br>\nwenn einem die Zunge zum Hals raush\u00e4ngt,<br>\nman nur noch selten an was Sch\u00f6nes denkt,<br>\ndann hilft es, den Geldbeutel nicht zu schonen,<br>\ndann hilft es, sich selbst mal zu belohnen,<br>\nmit essen, trinken, reisen, Klamotten und mehr.<br>\nWo kriegt man sonst sein inneres Gleichgewicht her?<\/p>\n<p>Man g\u00f6nnt sich ja sonst nichts.<\/p>\n<p>Ob der Winter zu warm, der Sommer zu nass,<br>\nschei\u00dfegal. G\u00f6nn dir was<br>\nam Imbissstand, beim Online-Kauf!<br>\nWer sich was g\u00f6nnt, ist immer gut drauf.<br>\nAlso: keine Chance verpassen,<br>\nniemals knausern, immer prassen<br>\nmit jedem Euro, jedem Cent,<br>\nweil man sich doch sonst nichts g\u00f6nnt!<\/p>\n<p>Man g\u00f6nnt sich ja sonst nichts.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 37601882<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"27\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"27\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Marlene<\/strong><br>\nMarlene, ach, Marlene,<br>\ndu hast die aller-, aller-, allersch\u00f6nsten Z\u00e4hne.<br>\nSie sind so wohlgeformt und glitzern wie Brilliant.<br>\nIch wei\u00df, Marlene: deine Z\u00e4hne sind riskant.<\/p>\n<p>Du sagst, dein Herz sei zu Hause in Spanien,<br>\nin Argentinien, Venezuela, Ecuador.<br>\nIn Wirklichkeit kommst du aus Transsilvanien,<br>\nda machst du mir schon lange nichts mehr vor.<br>\nIch seh\u00b4 dich immer wieder gierig glotzen,<br>\nwenn ich mich schneide und ein Tr\u00f6pfchen Blut verlier\u00b4.<br>\nUnd ess\u00b4 ich Knoblauch, dann musst du immer kotzen.<br>\nNun rat\u00b4 mal bitte, wie ich das interpretier\u00b4!<\/p>\n<p>Marlene, ach Marlene,<br>\ndu hast die aller-, aller-, allersch\u00f6nsten Z\u00e4hne.<br>\nSie sind so wohlgeformt und so strahlend wei\u00df<br>\nMarlene, deine Z\u00e4hne \u2013 mir wird kalt und hei\u00df.<\/p>\n<p>Du tanzt den Tango, nur um dich nicht zu verraten.<br>\nDoch neulich sah ich dich durch einen Spalt der T\u00fcr<br>\nbei einem schauerlichen Tanz aus den Karpaten<br>\nund seitdem f\u00fcrchte ich mich noch viel mehr vor dir.<br>\nIch muss vor Angst sogar manchmal richtig flennen<br>\nund frag\u00b4 mich, wann saugst du mein Blut in deinen Mund.<br>\nIch will mich trotzdem niemals von dir trennen<br>\nund daf\u00fcr gibt es einen wirklich guten Grund:<\/p>\n<p>Marlene, ach, Marlene,<br>\ndu hast die aller-, aller-, allersch\u00f6nsten Beene.<br>\nUnd darum geb\u00b4 ich dich nicht so einfach auf<br>\nund nehm\u00b4 das Risiko missbilligend in Kauf.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 9017150<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"63\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"63\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Mauerlied<\/strong><\/p>\n<p>Von meinen Reisen brauch\u2018 ich keine Souvenirs,<br>\nnein, da kann ich locker drauf verzichten,<br>\nauf das Nagelbrett eines Fakirs,<br>\nauf Indianerschmuck und \u00e4hnliche Geschichten.<br>\nIch brauch\u2018 dergleichen nicht, ich hab\u2018 nur Trauer,<br>\nweil eine Sache nicht auf meinem Sideboard steht:<br>\nIch h\u00e4tt\u2018 so gern ein St\u00fcck von der Berliner Mauer,<br>\ndoch als die damals fiel, war ich zu sp\u00e4t.<\/p>\n<p>Mit H\u00e4mmern schlug man L\u00f6cher in die Mauer<br>\nund puhlte die Brocken aus dem Dreck.<br>\nVom Checkpoint Charlie bis zur Bernauer<br>\nwar schon nach ein paar Wochen alles weg.<br>\nTouristen, von Neum\u00fcnster bis Australien,<br>\nfinden heute von der Mauer nichts mehr vor.<br>\nSie tr\u00f6sten sich mit Ost-Devotionalien<br>\nund dr\u00e4ngeln sich am Brandenburger Tor.<\/p>\n<p>In der Gedenkst\u00e4tte gibt es Fluchtberichte<br>\nund ab und zu \u00b4nen echten Mauerstein.<br>\n\u00b4Ne Lehrerin mit Leistungskurs Geschichte<br>\nspricht engagiert auf ihre Sch\u00fclergruppe ein.<br>\nZum Schutzwall vor den Friedensst\u00f6rern<br>\nerkl\u00e4rte Ulbricht damals seine Mauer.<br>\nSeine Stimme kommt auf Knopfdruck aus Kopfh\u00f6rern<br>\nWie die von Willy Brandt und Adenauer.<\/p>\n<p>Durchsage mit Hinweis auf die Grenze<br>\nim Ausflugsdampfer auf der Spree.<br>\nMan sieht davon nichts mehr, auch keine Kr\u00e4nze.<br>\nIm Hintergrund rattert kein MG.<br>\nEs wird auch niemand mehr zur Flucht getrieben<br>\nauf die Gefahr von Sch\u00fcssen und von Blut.<br>\nDie Mauer ist als Wahrzeichen geblieben.<br>\nAber sie steht nicht mehr. Und das ist gut!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 25015873<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"28\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"28\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Mein Doppelg\u00e4nger<\/strong><br>\nMich hat mein Doppelg\u00e4nger<br>\nauf Unterlassung verklagt,<br>\nhat mir, dass ich so ausseh wie er,<br>\nuntersagt.<br>\nEr hat mir verboten<br>\nmit seiner Visage rumzugehn,<br>\nbei Zuwiderhandlung will er mich<br>\nim Gef\u00e4ngnis sitzen sehn.<br>\nEr hat meine Ohren, meine Arme, meine Beine, hat mein Augenpaar,<br>\ner hat ne Glatze wie ich.<br>\nkurzum, er gleicht mir bis aufs Haar.<br>\nEr hat mein Kinn, hat meinen Mund.<br>\nDie Figur, das Nasenbein,<br>\nder Hals, die Stimme, \u00fcberhaupt alles<br>\nstimmt \u00fcberein.<br>\nEr ist Artist<br>\nwie ich und S\u00e4nger,<br>\nmein doubledi doubledi doubledi doubledi Doppelg\u00e4nger.<\/p>\n<p>Der hat sich auch einfach ganz dreist<br>\nmeinen Namen zugelegt,<br>\ngeh ich zur Bank,<br>\ndann hat er bereits mein Konto leergefegt.<br>\nDer ist immer vorher da<br>\nund stiehlt mir \u00fcberall die show,<br>\nauf jeder Party, auch im B\u00fcro<br>\ns\u00e4gt er an meinem status quo.<br>\nDer taucht auf, wo\u2019s ihm grade passt<br>\nund dr\u00e4ngt mich raus aus jedem team.<br>\nSelbst meine Frau und meine Kinder<br>\nverwechseln mich st\u00e4ndig mit ihm.<br>\nder sitzt im Flugzeug mit meinem Ticket<br>\nund mich l\u00e4sst man nicht mehr rein.<br>\nDass der nur die Zweitausgabe ist,<br>\nsieht leider kaum jemand ein.<br>\nF\u00fcr mich wird die Luft langsam d\u00fcnn,<br>\nder Atem von dem ist l\u00e4nger,<br>\nvon meinem doubledi doubledi doubledi Doppelg\u00e4nger.<\/p>\n<p>Der okkupiert mein ganzes Umfeld,<br>\nich f\u00fchl mich regelrecht gejagt,<br>\nund jetzt hat er mich auch noch<br>\nauf Unterlassung verklagt.<br>\nMein alter ego tritt an meine Stelle,<br>\nmeine Eigenwahrnehmung ist hin<br>\nIch wei\u00df selbst schon manchmal nicht mehr genau,<br>\nwelcher von beiden ich bin.<br>\nIch werde mich r\u00e4chen an meinem double<br>\nf\u00fcr meine verlorene Identit\u00e4t.<br>\nIch wei\u00df auch schon wie:<br>\nIch lass mich klonen<br>\nund zwar so oft, wie\u2019s nur geht,<br>\ndenn wenn erstmal der Dreifache,<br>\nVierfache, F\u00fcnffache, Sechsfache<br>\ndie Bildfl\u00e4che betritt,<br>\ndann kommt der double vermutlich<br>\nauch nicht mehr so richtig mit.<br>\nDann wird auch f\u00fcr den die Schlinge immer enger,<br>\nf\u00fcr meinen doubledi<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 7983845<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"29\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"29\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Mike, der Kneipier<\/strong><br>\nEin perfekter Gastwirt<\/p>\n<p>Mike, du bist als Gastwirt der absolut perfekte Mann.<br>\nDu bist einer, der wie keiner sonst \u00b4ne Kneipe f\u00fchren kann.<br>\nDu tust alles f\u00fcr die G\u00e4ste, um sich wohlzuf\u00fchlen<br>\nauf deinen wackligen Kneipenst\u00fchlen<br>\nmit deiner unnachahmlichen Art wirkst du wie<br>\nein Leuchtfeuer der Gastronomie.<br>\nKommen erwartungsvoll G\u00e4ste zu dir<br>\ndann fragst du mit den Augen: \u201eWat woll\u2019n se denn hier?\u201c<br>\nBitten sie dann um die Speisekarten<br>\nl\u00e4sst du sie zur Strafe ganz lange drauf warten.<br>\nMahnt ein Gast nach einer Stunde sein Essen an<br>\ndann sagst du: \u201eWir sind hier keen Schnellrestaurant.\u201c<br>\nDu erziehst deine G\u00e4ste zur Demut,<br>\ndas ist deine Betriebsphilosophie.<br>\nMike, du bist ein echtes<br>\nLeuchtfeuer der Gastronomie.<br>\nIst Speck im vegetarischen Gem\u00fcse,<br>\ndann sagst du: \u201eNa, det bisschen Speck \u2026\u201c<br>\nUnd st\u00f6rt sich wer dran, dass die Tischfl\u00e4che klebt,<br>\nmachst du den Vorschlag: \u201eWischen se\u2019s doch selber weg!\u201c<br>\nWimmelt\u2018s im Salat von kleinen Tieren<br>\ndann stellst du fest: \u201eSo wat kann schon mal passieren.\u201c<br>\nDu erziehst deine G\u00e4ste zur Demut<br>\nund st\u00f6\u00dft sie gern vor den Kopp.<br>\nMike, du hast als Gastwirt<br>\nden absolut passenden Job.<br>\nIst das Steak statt Medium halb verkohlt,<br>\nsagst du: \u201eH\u00e4tten Se\u2019s doch selbst aus der Pfanne jeholt!\u201c<br>\nUnd beschwert sich wer \u00fcber das dreckige Klo<br>\ndann hei\u00dft es: \u201eNu hab\u2019n se sich mal nich so!\u201c<br>\nWann du schlie\u00dfen willst (Die Zeit f\u00fcr letzte Bestellung) kriegt man vorher nicht raus.<br>\nWenn\u2019s dir reicht, drehst du einfach die Lichter aus.<br>\nDu machst deinen Job als Gastwirt<br>\nwirklich optimal.<br>\nMike, wann kriegst du endlich<br>\nf\u00fcnf Sterne f\u00fcr dein Lokal?<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 20639175<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"30\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"30\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Multikulti<\/strong><br>\nDer Achmed spielt bei Real Madrid<br>\nund der Wladimir macht bei Inter Mailand mit.<br>\nDer Fran\u00e7ois trainiert einen afrikanischen Verein<br>\nund den John kaufte man in Brasilien ein.<br>\nUnd der Hansi aus dem Kaiserstuhl<br>\nsteht im Tor bei Fenerbah\u00e7e Istanbul.<br>\nw\u00e4hrend Mustafa zu Bayern M\u00fcnchen geht -<br>\ndas ist multikulturelle Globalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Herr Long Son Min aus Singapur<br>\nist Produzent einer schwarzw\u00e4lder Kuckucksuhr.<br>\nDen Kakaoanbau in Suaheliland<br>\nhat Herr van Dam aus Amsterdam fest in der Hand.<br>\nBritisches Konsortium baut Schiffe in Schanghai<br>\nund ein Ananasexporteur auf Hawaii<br>\nhat bei Daimler-Chrysler gro\u00dfes Aktienpaket \u2013<br>\ndas ist multikulturelle Globalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Das Waffenarsenal in Senegal<br>\nbesteht aus allerfeinstem Schwedenstahl.<br>\nDer Mudschahedin in seinem W\u00fcstenloch<br>\nHat Pr\u00e4zisionsgewehr von Heckler &amp; Koch.<br>\nT\u00fcrkei schafft sich deutsche Panzer an,<br>\nmit Kalaschnikow schie\u00dft der Hisbollamann.<br>\nso sorgt man \u00fcberall von fr\u00fch bis sp\u00e4t<br>\nf\u00fcr multikulturelle Globalit\u00e4t.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 9017159<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"64\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"64\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Niemals ohne Klopapier<\/strong><br>\nSchreite keinesfalls zu sp\u00e4t zur Tat,<br>\nwenn die Angst umgeht, weil die Krise naht.<br>\nSchaff\u00b4 dir unbedingt einen Vorrat an,<br>\nsonst bist du nachher \u00fcbel dran.<br>\nSind im Supermarkt die Regale leer,<br>\nkriegst du in der Apotheke keine Schmerztabletten mehr,<br>\nwerden Nudeln und getrocknete Tomaten rar,<br>\ndann mach dir vor allem Eines klar:<\/p>\n<p>Ohne Klopapier kann der Mensch nicht leben,<br>\ndrum deck dich beizeiten damit ein!<br>\nWenn die Krise kommt, hat jeder das Bestreben,<br>\nim Besitz von ganz viel Klopapier zu sein.<br>\nIn gro\u00dfen und in kleinen Katastrophen<br>\nSind ohne Klopapier nur die ganz Doofen.<br>\nDer Mensch kann leben, notfalls ohne Schnaps und ohne Bier,<br>\naber niemals, nein niemals ohne Klopapier.<\/p>\n<p>Willst du erfolgreich hamstern geh\u2018n,<br>\ndann musst du m\u00f6glichst fr\u00fch aufsteh\u00b4n.<br>\nGeht dir das Fr\u00fchaufsteh\u2019n auch auf den Keks,<br>\ndenk dran, and\u2019re sind schon unterwegs.<br>\nDie ticken ganz genau wie du<br>\nund schlagen, wenn du Pech hast, vor dir zu.<br>\nF\u00fcr dich bleibt nicht mal mehr der kleinste Rest<br>\nund dann stellst du auf der Brille sitzend fest:<\/p>\n<p>Ohne Klopapier kann der Mensch nicht leben,<br>\ndrum deck dich beizeiten damit ein!<br>\nWenn die Krise kommt, hat jeder das Bestreben,<br>\nim Besitz von ganz viel Klopapier zu sein.<br>\nIn gro\u00dfen und in kleinen Katastrophen<br>\nSind ohne Klopapier nur die ganz Doofen.<br>\nDer Mensch kann leben, notfalls ohne Schnaps und ohne Bier,<br>\naber niemals, nein niemals ohne Klopapier.<\/p>\n<p>In der Krise lernt jedermann (und jede Frau),<br>\ndass man auch verzichten kann,<br>\nzum Beispiel auf den Kurztrip nach Bordeaux<br>\nund auf den Besuch im Zoo.<br>\nTrifft der Shutdown die Friseure,<br>\ngreift man eben selbst zur Schere.<br>\nAber f\u00fcr den kultivierten Schiss<br>\ngibt\u2019s auch in der Krise keinen Kompromiss.<\/p>\n<p>Ohne Klopapier kann der Mensch nicht leben,<br>\ndrum deck dich beizeiten damit ein!<br>\nWenn die Krise kommt, hat jeder das Bestreben,<br>\nim Besitz von ganz viel Klopapier zu sein.<br>\nIn gro\u00dfen und in kleinen Katastrophen<br>\nSind ohne Klopapier nur die ganz Doofen.<br>\nDer Mensch kann leben, notfalls ohne Schnaps und ohne Bier,<br>\naber niemals, nein niemals ohne Klopapier.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 25015871<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"91\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"91\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Nostalgie<\/strong><br>\nNostalgie, Nostalgie,<br>\nFr\u00fcher war alles irgendwie.<br>\nWar\u00b4s nun besser oder schlecht?<br>\nFr\u00fcher war alles \u2026 ich wei\u00df nicht recht.<br>\nFr\u00fcher ist schon lange her.<br>\nVon ganz lange her wei\u00df keiner mehr,<br>\nob\u00b4s nun besser oder schlechter war.<br>\nFr\u00fcher war alles anders, so viel ist klar.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher z\u00e4hlte K\u00f6rperst\u00e4rke,<br>\nfr\u00fcher gab\u00b4s keine Kernkraftwerke.<br>\nFr\u00fcher wurde nicht st\u00e4ndig alles erneuert,<br>\nKampfgeschosse waren nicht satellitengesteuert.<br>\nFr\u00fcher gab\u00b4s nur sonntags Kuchen,<br>\nheute kannst du Fl\u00fcge in den Weltraum buchen.<br>\nFr\u00fcher herrschte weit und breit<br>\nVergangenheit.<\/p>\n<p>Nostalgie, Nostalgie,<br>\nfr\u00fcher gab\u00b4s Orthographie.<br>\nHeut gibt\u00b4s die auch, aber nur<br>\ndank der Rechtschreibkorrektur.<br>\nNostalgie, Nostalgie,<br>\nfr\u00fcher war alles irgendwie<br>\nr\u00e4tselhaft. Alles war<br>\nso anheimelnd sonderbar.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher gab es Schrankenw\u00e4rter,<br>\nfr\u00fcher war \u2018n die Regeln h\u00e4rter.<br>\nFr\u00fcher ging man beizeiten zu Bett,<br>\nfr\u00fcher gab\u2019s kein Internet.<br>\nFr\u00fcher wurde nur nass rasiert,<br>\nheut wird bei Bedarf Silikon implantiert<br>\nund man trifft die Partnerwahl<br>\nmittels Onlineportal.<\/p>\n<p>Nostalgie. Mit der Zeit<br>\ngibt\u00b4s immer mehr Vergangenheit.<br>\nUnd umso gr\u00f6\u00dfer wird der Rest,<br>\nder sich verkl\u00e4ren l\u00e4sst.<br>\nManchmal sind die Zeiten hart,<br>\nund stimmt dich unsere Gegenwart<br>\naus vielen Gr\u00fcnden nicht grad heiter,<br>\ndann hilft Nostalgie auch nicht weiter.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 37601880<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"73\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"73\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Not Systemrelevant<\/strong><br>\nThis music is not systemrelevant \u2026<\/p>\n<p>Corona was my girlfriends name.<br>\nBut one day COVID-19 came.<br>\nI spoke to her: \u201eCorona? no!<br>\nBaby, you can go!\u201c<br>\nShe ran away and following<br>\nwas life in social distancing<br>\nwith nothing more than drinking beer<br>\nand hamstering Klopapier.<\/p>\n<p>This music ist not systemrelevant \u2026<\/p>\n<p>I\u2019m a real nowhere man,<br>\nsitting in my nowhere land,<br>\nmaking all my nowhere plans for nobody.<br>\nI\u2019m as blind as I can be,<br>\njust see what I want to see.<br>\nAren\u2019t you a little bit like me?<\/p>\n<p>This music is not systemrelevant \u2026<\/p>\n<p>Relevant is Krankenschwester,<br>\nrelevant is Virentester.<br>\nRelevant is M\u00fcllabfuhr.<br>\nund sowieso Infrastruktur.<br>\nMany people are extrem<br>\nrelevant f\u00fcr System.<br>\nRelevant is Feuerwehr<br>\nund relevant is auch Friseur.<\/p>\n<p>But this music is not systemrelevant \u2026<br>\nSchade eigentlich.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn (mit Textbezug The Beatles \u201eNowhere Man\u201c)<br>\nGEMA-Werknummer 26790860<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"31\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"31\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Nur der Ralf<\/strong><br>\nKeiner ist f\u00fcr neueste Technik zu dumm.<br>\nAlle gehen kompetent damit um.<br>\nAlle machen den Mausklick an der richtigen Stelle,<br>\nalle basteln die perfekte Exceltabelle.<br>\nKeiner zeigt die geringste Schw\u00e4che<br>\nim Umgang mit der neuen Bildschirmoberfl\u00e4che<br>\nund auch im neuen Betriebssystem<br>\nhat keiner ein Orientierungsproblem.<br>\nKeiner l\u00e4uft Gefahr, die Nerven zu verlieren<br>\nbeim Versuch, seinen Laptop neu zu konfigurieren,<br>\nund zum Surfen in der virtuellen Welt<br>\nhaben alle ihren Browser richtig eingestellt.<\/p>\n<p>Nur der Ralf, nur der Ralf<br>\nmacht alles falsch.<\/p>\n<p>Keiner muss \u00fcber sein (defektes) WLAN fluchen<br>\nund beim Netzwerkdrucker nach dem Fehler suchen.<br>\nKeiner ist hoffnungslos verzagt,<br>\nwenn die Synchronisierung mit der Cloud versagt.<br>\nKeiner setzt mangels Talent und Geschick<br>\nalle Formatparameter auf null zur\u00fcck.<br>\nKeiner \u00f6ffnet im Mailprogramm<br>\ndie Anlage mit dem Virenstamm.<br>\nKeiner f\u00fchlt sich (ernsthaft) \u00fcberfordert,<br>\nwenn beim neuen Voice Recorder<br>\nalles v\u00f6llig anders geht<br>\nals wies in der Programmbeschreibung steht.<\/p>\n<p>Nur (der) Ralf, nur der Ralf<br>\nmacht alles falsch.<\/p>\n<p>In Hilfemen\u00fcs steht alles eindeutig drin.<br>\nNur Ralf kriegt ohne fremde Hilfe nichts hin.<br>\nWenn der Hinweis auf ein neues Update aufpoppt<br>\ndann h\u00e4lt sich Ralf v\u00f6llig zurecht f\u00fcr bekloppt.<br>\nDen Flashplayer aktualisieren,<br>\ndie Bluetoothverbindung optimieren,<br>\nmit alledem hat Ralf seine liebe Not<br>\nund stellt sich an wie der letzte Vollidiot.<br>\nDie einfachsten Sachen kriegt er nicht gebacken.<br>\nEr kann nicht den simpelsten Zugangscode knacken.<br>\nEr ist au\u00dferstande, JavaScript zu verstehen<br>\nund kann noch nicht mal mit HTML umgehen.<br>\nAuch Fernbedienungstasten mit Programmen belegen,<br>\nist f\u00fcr keinen ein Kunstst\u00fcck. Ralf dagegen<br>\nversagt auch hier und ist nach k\u00fcrzester Zeit<br>\ndie personifizierte Hilflosigkeit.<\/p>\n<p>Keiner stellt eine d\u00e4mliche Frage<br>\nzum Handling der neuen Telefonanlage<br>\nKeiner wird ohne sein Zutun und Wissen<br>\naus Eingabefeldern rausgeschmissen.<br>\nAlle kommen klar mit der Installation<br>\njedweder Software in aktuellster Version.<br>\nUnd niemand legt sich entnervt die Karten,<br>\nwenn er liest, er soll das Setup zum zehnten Mal starten.<br>\nKeiner hat den Akku zu laden vergessen,<br>\nkeiner l\u00f6scht unter \u201eKontakte\u201c aus Versehn alle Adressen,<br>\nkeinem fehlt das Passwort f\u00fcrs Log-in.<br>\nNur einer, n\u00e4mlich Ralf, kriegt nat\u00fcrlich nichts hin.<\/p>\n<p>Alle andern sind die perfekten User.<br>\nNur der Ralf, nur der Ralf, der ist ein Loser.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 20639176<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"32\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"32\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Oh armes Schwein, wie j\u00e4mmerlich<br>\n(Choral f\u00fcr ausgemusterte Politiker)<\/strong><br>\nOh armes Schwein, wie j\u00e4mmerlich<br>\nund schmachvoll die Blamage.<br>\nWie hemmungslos erg\u00f6tzt man sich<br>\nan deiner Demontage.<br>\nnoch gestern warst du voll dabei,<br>\nheut gab man dich zum Abschuss frei,<br>\ndie Medien pinkeln dir ans Bein,<br>\nmit scharfem Strahl), oh armes Schwein.<\/p>\n<p>Man weicht dir auf dem Golfplatz aus,<br>\nes meiden dich die Freunde.<br>\nFort ist der Schutzmann vor deinem Haus,<br>\nfort ist die Fangemeinde.<br>\nVerkehr\u2019n mit dir will keiner mehr,<br>\nes gr\u00fc\u00dft nicht mal dein Ex-Chauffeur.<br>\nDer Ruf ist hin, das Renomee,<br>\nder Dienst-Mercedes auch pass\u00e9.<\/p>\n<p>Bereitet\u2019s dir auch Schmerz und Qual,<br>\ndu gehst doch nicht zuschanden.<br>\nEs kommt nicht gar so katastrophal,<br>\ndu wirst im Weichen landen.<br>\nZwar verlierst du jetzt dein hohes Amt,<br>\nauch ist dein Status angeschrammt,<br>\ndoch kursierst du schon als Kandidat<br>\nf\u00fcr so manchen Aufsichtsrat.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 7983804<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"33\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"33\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Opfermut<\/strong><br>\nDas Lieblingshaustier meines Freundes Viktor<br>\nwar eine ewig hungrige Boa Constrictor.<br>\nIhr Fressverhalten machte Viktor gro\u00dfen Kummer,<br>\nCarpaccio fra\u00df sie nicht, sie fra\u00df auch keinen Hummer.<br>\nSie fra\u00df kein Steak, nicht mal mit Kr\u00e4uterbutter,<br>\ndenn so ein W\u00fcrgetier braucht nun mal Lebendfutter.<br>\nUnd Viktor ging daran, mit festem Willen<br>\nden Hunger seines W\u00fcrgetiers zu stillen.<br>\nAls erstes Opfer blieb zu diesem Zwecke<br>\nder Pitbull seines Nachbarn auf der Strecke.<\/p>\n<p>Der Pitbull schmeckte ihr.<br>\nEs gab schon Wochen sp\u00e4ter<br>\nim ganzen Viertel kaum noch einen einzgen K\u00f6ter.<br>\nDenn hinter jedem Baum und hinter jeder Mauer,<br>\nda lag der Viktor mit dem Lasso auf der Lauer.<br>\nAuch alle Ratten, Katzen, Eichh\u00f6rnchen und Tauben,<br>\ndie mussten f\u00fcr das Schlangentier dran glauben.<br>\nUnd manche Rentnerin vergo\u00df so manche Tr\u00e4ne<br>\nf\u00fcr die im Stadtparkteich nicht mehr vorhand\u00b4nen Schw\u00e4ne.<br>\nIndes die Boa in Viktors Keller<br>\nfra\u00df immer mehr und sie verdaute immer schneller.<\/p>\n<p>Doch Viktor lie\u00df sein Lieblingstier nie lange warten.<br>\nSein n\u00e4chstes Ziel war der Zoologische Garten.<br>\nDort stahl er Gemsen, Antilopen, sogar Affen,<br>\num f\u00fcr das W\u00fcrgetier Proviant heranzuschaffen.<br>\nDa hat der Zoodirektor schlie\u00dflich eingegriffen,<br>\nrings um den Tierpark alle Mauern glattgeschliffen<br>\nund jedes Tiergehege einzeln abgeriegelt,<br>\nda war das Schicksal der Boa fast besiegelt,<br>\ndenn Viktor stellte das vor h\u00f6chst unangenehme,<br>\nkaum noch zu l\u00f6sende Nachschubprobleme.<\/p>\n<p>Die Boa kr\u00fcmmte sich vor Hunger, fauchte w\u00fctend.<br>\nUnd Viktor, lange \u00fcber einer L\u00f6sung br\u00fctend,<br>\nging schlie\u00dflich selber kurzentschlossen in den Keller<br>\nund setzte sich vor seiner Boa auf nen Teller,<br>\num ihr auf diese Art ein Festmahl zu bereiten.<br>\nDen Zuh\u00f6rern erspar ich Einzelheiten.<br>\nJa, Viktors Opfermut mu\u00df einen Stein erweichen<br>\nund er bekam deshalb posthum als Ehrenzeichen<br>\nvom Veterin\u00e4ramt der Stadtverwaltung<br>\nden Orden f\u00fcr artgerechte Haltung.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 7983701<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"92\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"92\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Optimaler Energiemix<\/strong><br>\nIch will den optimalen Energiemix<br>\nund zwar fix.<br>\nEnergie, die kein bisschen Natur vernichtet,<br>\nund auch kein klimatisches Unheil anrichtet.<br>\nIch will fossilfreie Heizenergie konsumieren<br>\nohne mir im Winter den Arsch abzufrieren,<br>\nwill beim Surfen im Internet Strom verbrauchen,<br>\nf\u00fcr den keine schmutzigen Schlote rauchen,<br>\nwill den Akku von meinem Tesla aufladen<br>\nohne damit der Umwelt zu schaden.<br>\nEnergie aus Wind, Wasser und Sonnenschein -<br>\nsauber und nachhaltig muss es sein.<br>\nIch will den optimalen Energiemix<br>\nund zwar fix!<br>\nAber kosten darf\u00b4s nix!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 37601883<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"34\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"34\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Papas Spielzeug<\/strong><br>\nIn seinem Waffenschrank hat der Papa<br>\nne Beretta und ne Walther PPK,<br>\nne Smith &amp; Wesson, ne Browning und ein Schnellfeuergewehr<br>\nund jeden Samstag schie\u00dft er seine Magazine leer.<br>\nF\u00fcr all das hat der Papa einen Waffenschein<br>\nund in den Waffenschrank schlie\u00dft er seine Waffen ein.<br>\nDas tut er, damit er ruhig schlafen kann.<br>\nDer Schl\u00fcssel ist versteckt, da kommt kein Unbefugter ran.<br>\nDass jemand anders an den Schrank geht, l\u00e4sst Papa nicht zu.<br>\nAuch f\u00fcr den Junior ist der Waffenschrank tabu.<\/p>\n<p>Dem Junior, siebzehn Jahre alt, hat Papa beigebracht,<br>\nwie man l\u00e4dt und wie man zielt und Waffen sauber macht.<br>\nDenn er h\u00e4lt\u00b4s f\u00fcr wichtig, dass ein junger Mann<br>\nmit ner Schusswaffe verantwortungsvoll umgeh\u00b4n kann.<br>\nEines Abends will der Papa vor dem Schlafengehn<br>\nin seinem Waffenschrank noch mal nach dem Rechten sehn.<br>\nEr greift ins Versteck und sein Herz macht einen Satz:<br>\nDer Schl\u00fcssel f\u00fcr den Waffenschrank ist nicht mehr am Platz.<br>\nDie T\u00fcr steht offen und der Schrank ist leer.<br>\nDie Pistolen fehlen und das Schnellfeuergewehr.<\/p>\n<p>Dem Papa setzt sekundenlang der Atem aus.<br>\nEr sucht den Junior, aber der ist nicht im Haus.<br>\nErst z\u00f6gert Papa noch, doch einerlei,<br>\nwas sein muss, muss sein. Er ruft die Polizei.<br>\nAls die eintrifft ist es schon kurz vor Mitternacht,<br>\ndoch der Fall ist ernst und wird zur Chefsache gemacht.<br>\nDa man den Junior \u00fcber Handy nicht orten kann,<br>\nl\u00e4uft sofort eine gro\u00dffl\u00e4chige Fahndung an.<\/p>\n<p>Derweil befragt ein Psychologe die Eltern nach dem Sohn.<br>\nDer sei v\u00f6llig normal, sagt Papa in gereiztem Ton.<br>\nDie Mama aber schluchzt, ihr Sohn sei Schulversager<br>\nerst war er Bettn\u00e4sser, jetzt ist er Fingernagelnager.<br>\nDabei schenken ihm die Eltern jeden Tag ne DVD,<br>\nalle halbe Jahre mindestens nen neuen PC,<br>\nf\u00fcr die Geburtstagsparty lie\u00df man grad 6000 Euro springen.<br>\ndaneben versuchen sie, ihm Werte beizubringen.<br>\nWas soll man denn noch machen, heult die Mama laut,<br>\nw\u00e4hrend Papa verbissen an der Unterlippe kaut.<\/p>\n<p>Die Polizei indessen fahndet ohne Rast und Ruh,<br>\ndenn eins ist Klar: Irgendwann schl\u00e4gt der Junior zu.<br>\nSeine Schule ist bereits durchsucht und weitr\u00e4umig umstellt,<br>\nder Polizeichef hat zu tun, dass er die Presse abseits h\u00e4lt.<br>\nEr teilt Befehle aus, koordiniert am Telefon.<br>\nGanze Hundertschaften durchk\u00e4mmen die Region,<br>\nsie forschen hinter jeder Wand und hinter jedem Zaun<br>\nund finden den Gesuchten im sp\u00e4ten Morgengraun.<\/p>\n<p>Mit ein paar andern Jungs hat man ihn aufgesp\u00fcrt,<br>\nalle gut gelaunt und alkoholisiert.<br>\nDie hatten nur zum Spa\u00df in einem abgelegnen Wald<br>\nmit Papas Waffen bisschen rumgeknallt.<br>\nDer Polizeichef legt sich schlafen, die Eltern atmen auf.<br>\nNat\u00fcrlich gibt\u00b4s ein Nachspiel, das nimmt Papa gern in Kauf.<br>\nEr hat durch die Geschichte zwar reichlich Schererein,<br>\ndoch woraufs ihm ankommt, er beh\u00e4lt den Waffenschein.<br>\nUnd sein Lieblingsspielzeug ist zum Gl\u00fcck auch wieder da:<br>\ndie Beretta und die Browning und die Walther PPK.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 11877661<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"35\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"35\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Pasewalk<\/strong><br>\nEs gibt eine Stadt namens Pasewalk,<br>\nbeschaulich, verschlafen und klein.<br>\nSie liegt nicht am Highway 61,<br>\nsie liegt an der B 109.<\/p>\n<p>Da flie\u00dft nicht der Mississipi,<br>\nauch der Ozean ist ziemlich weit weg.<br>\nDoch die Leute in Pasewalk an der B 109,<br>\ndie scheren sich darum \u00b4n feuchten Dreck.<\/p>\n<p>Ich fuhr vorbei am Ortseingangsschild<br>\nund ich fuhr vorbei an manchem Haus,<br>\nquer durch Pasewalk auf der B 109<br>\nund nach vier Minuten war ich wieder raus.<\/p>\n<p>Mal angenommen, diese Stadt hie\u00dfe (engl.) Pasewalk<br>\nund sie hie\u00dfe nicht Pasewalk,<br>\ndann g\u00e4b es dort Bourbonwhiskey<br>\nund keinen klaren vorpommerschen Alk.<\/p>\n<p>So wahr ich hier fahr\u00b4, am Rand von Meckpomm,<br>\nich schw\u00f6r\u00b4 bei meinen Bluejeans:<br>\nauf der B 109 kommt man nach Pasewalk<br>\nund niemals nach New Orleans.<\/p>\n<p><em>Text: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nMusik: The House of the Rising Sun<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"36\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"36\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Perlen vor die Sau<\/strong><br>\nAch, wie sch\u00f6n w\u00e4r\u00b4 ein Brillant<br>\nan jedem Finger deiner Hand.<br>\nAch, wie sch\u00f6n w\u00e4r\u00b4 ein Smaragd,<br>\nauf dein Nasenbein gepackt.<br>\nAch, wie sch\u00f6n w\u00e4r\u00b4 ein Rubin<br>\nauf deinen hinteren Partien<br>\nund ein Lapislazuli<br>\nan deinem Knie.<\/p>\n<p>Doch leider hast du f\u00fcr \u00c4sthetik keinen Sinn,<br>\nwenn ich dir ein Schmuckst\u00fcck zeig\u00b4,<br>\nguckste gar nicht hin.<br>\nIch schenk\u00b4 dir keine Perlen,<br>\ndenn ich wei\u00df genau,<br>\njede Perle f\u00fcr dich<br>\nw\u00e4r\u00b4 \u00b4ne Perle vor die Sau.<\/p>\n<p>Ach, wie sch\u00f6n w\u00e4r\u00b4 ein Achat<br>\nauf deiner Brust und ein Granat<br>\nauf der Stirn, welche Zier<br>\nin deinem Nabel ein Saphir.<br>\nEin Topas auf jedem Arm,<br>\nja auch so was h\u00e4tte Charme<br>\nUnd ein Opal<br>\nauf deinem Genital.<\/p>\n<p>Doch leider ...<\/p>\n<p>Ja, ich brachte aus Toulon<br>\ndir das sch\u00f6ne Medaillon,<br>\naus Florenz den T\u00fcrkis<br>\nund das Kettchen aus Paris.<br>\nDu nahmst keinerlei Notiz<br>\nselbst von dem Ring aus St. Moritz,<br>\nauch den Edelstein aus Cannes<br>\nguckst du nicht an.<\/p>\n<p>Denn leider ...<\/p>\n<p>Nur aus Rom der Absinth<br>\nund der Ouzo aus Korinth<br>\nund der Scotch aus dem Fass<br>\nund der Rum aus Caracas<br>\nund der Brandy aus Madrid<br>\nund der schwarz gebrannte Sprit,<br>\nauch der Bourbon aus Detroit<br>\nhat dich erfreut.<\/p>\n<p>Denn leider hast du f\u00fcr \u00c4sthetik keinen Sinn.<br>\nWenn ich dir ein Schmuckst\u00fcck zeig\u00b4,<br>\nguckste gar nicht hin.<br>\nDoch wink ich mit \u00b4nem Fl\u00e4schchen,<br>\nl\u00e4chelst du mich an.<br>\nEndlich wei\u00df ich, womit ich dich<br>\nrichtig gl\u00fccklich machen kann.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 8145691<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"79\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"79\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Rentnerpower<\/strong><br>\nAls Kind fand ich alte Menschen nur alt<br>\nund alt war\u00b4n alle so ab f\u00fcnfundvierzig.<br>\nAusgelaugt, von kl\u00e4glicher Gestalt,<br>\nfaltenreich und irgendwie bed\u00fcrftig,<br>\nwartend auf den eigenen Sterbefall.<br>\nHeute aber trifft man \u00fcberall<br>\nauf Rentnerpower, Rentnerpower.<br>\nF\u00fcr manche wird\u00b4s erst wirklich interessant<br>\nab 65 aufw\u00e4rts und im Ruhestand.<br>\nRentnerpower, Rentnerpower.<br>\nWenn n\u00f6tig mit Buer Lecithin und Kukident<br>\nRentnerpower liegt im Trend.<\/p>\n<p>Mit meinen alten Freunden mich verabreden ist schwer,<br>\ndie haben kaum noch ein Zeitfenster frei.<br>\nSie sind ehrenamtlich t\u00e4tig, reisen st\u00e4ndig hin und her,<br>\nschreiben B\u00fccher, widmen sich der Malerei.<br>\nAls Seniorstudierende mit grauem Haar<br>\nblockieren sie f\u00fcr J\u00fcngere so manches Seminar.<br>\nRentnerpower, Rentnerpower.<br>\nJa, manch ein Genie erkennt<br>\nerst nach der Zurruhesetzung sein Talent.<br>\nRentnerpower, Rentnerpower.<br>\nUnd auch f\u00fcr die Erotik ist es nicht zu sp\u00e4t,<br>\nbevor es in den Endspurt geht.<\/p>\n<p>Anna-Luise macht \u201a\u00b4ne Psychoanalyse,<br>\nMarie promoviert in Arch\u00e4ologie,<br>\nUlf gibt Kurse zum Anbau von Biospinat<br> \nund Achim \u00fcberschl\u00e4gt sich im Gemeindekirchenrat.<br>\nRuth f\u00e4hrt mit dem Fahrrad zum Taj Mahal.<br>\nJa, heuzutage trifft man \u00fcberall<br>\nauf Rentnerpower, Rentnerpower.<br>\nMit achtzig noch unter den Top ten<br>\nbeim Marathon und beim Ironman.<br>\nRentnerpower, Rentnerpower.<br>\nUnd zu guter Letzt spielt die Seniorenband,<br>\nRentnerpower liegt im Trend.<br>\nJa, Rentnerpower liegt im Trend.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 29216414<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"37\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"37\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Reisepl\u00e4ne<\/strong><br>\nHab ich mir was vorgenommen,<br>\nleider ist\u2019s nie dazu gekommen<br>\nWollt ich machen immer schon<br>\nUrlaub in Sowjetunion.<br>\nZu sp\u00e4t. UdSSR<br>\nis kaputt und gibts nich mehr.<br>\nGibts nich mehr is \u00fcbertrieben,<br>\nRestmasse is ja geblieben.<br>\nFahr ich also Eisenbahn<br>\nVon Simbirsk nach Dagestan,<br>\nvon Archangelsk nach Smolensk<br>\noder gleich nach Werchowensk,<br>\nvon Sewastopol in einer Tour<br>\n\u00fcbern Baikal zum Amur.<\/p>\n<p>Taiga, Tundra, lange Strecken,<br>\nSankt Leningrad und Donez-Becken,<br>\nwestlich, \u00f6stlich vom Ural,<br>\nTranskaukasien, ganz egal.<br>\nWo ich will mich hinbegeben,<br>\nkann ich immer was erleben:<br>\nAuf Kamtschatka Krebse kaufen,<br>\nin Odessa Krim-Sekt saufen,<br>\nKaviar fressen in Unmassen,<br>\nRubel immer rollen lassen.<br>\nUkraine, wo Kosaken<br>\n\u00fcbern S\u00e4bel spring\u2019n mit Hacken.<br>\nWird Folklore mir zuviel,<br>\nfahre ich nach Tschernobyl.<\/p>\n<p>Olga lebt am Aralsee.<br>\nAbschied wird ihr tuen weh.<br>\nIch fahr lieber nach rupzowsk<br>\noder nach Dnjepropetrowsk,<br>\nnach Murmansk oder Minsk<br>\noder Semipalatinsk.<br>\nJeden Tag russisch-Roulette.<br>\nNihsni-Nowgorod, ganznett.<br>\nMoskau, wo mit leisem Schauer<br>\nk\u00f6nnt ich gehn zu Kremlmauer.<br>\nAm Baikalsee, dem Stinkeloch,<br>\ntote Fische sammeln, doch<br>\nzum Wodkabrennen in Taschkent<br>\nfehlt mir das Talent.<\/p>\n<p>Winter in Wladiwostok<br>\nis zu kalt f\u00fcr Minirock<br>\nund auf Insel Sachalin<br>\nfriert beim Pinkeln der Urin.<br>\nIn Jakutsk auch kalte Tage<br>\nund im Sommer M\u00fcckenplage.<br>\nK\u00f6nnt ich noch nach Tiflis gehn,<br>\nGrosny war auch mal sehr sch\u00f6n.<br>\nJoi, joi,joi, was soll das werden?<br>\nLangsam krieg ich Schluckbeschwerden<br>\nSind mir auch zu hohe Preise<br>\nf\u00fcr so eine weite Reise,<br>\nis mir auch zu gro\u00dfes Land,<br>\nbringt mich um Verstand.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 7983854<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"38\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"38\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Rotk\u00e4ppchen und die W\u00f6lfe<\/strong><br>\nDas Rotk\u00e4ppchen wollt\u00b4 (im Wald) spazierengeh\u00b4n,<br>\nspazierengeh\u00b4n, spazierengeh\u00b4n.<br>\nDa hat es den b\u00f6sen Wolf geseh\u00b4n<br>\nund fand ihn ganz reizend und wundersch\u00f6n.<br>\nEs nahm den Wolf mit zu sich nach Haus,<br>\nsie tranken zusammen ein paar Fl\u00e4schchen aus.<br>\nUnd weil das Rotk\u00e4ppchen so begeistert von ihm war,<br>\nfra\u00df es den b\u00f6sen Wolf mit Haut und Haar.<\/p>\n<p>Der Wolf hat dem Rotk\u00e4ppchen gut geschmeckt,<br>\nso gut geschmeckt, so gut geschmeckt.<br>\nEs hat sich den ganzen Tag die Lippen geleckt<br>\nund danach hat sich\u00b4s wieder im Wald versteckt.<br>\nDa kam ein anderer Wolf vorbei,<br>\ndas Rotk\u00e4ppchen sprach: \"Wie bist du sch\u00f6n, ei, ei.\"<br>\nEs nahm den Wolf mit zu sich nach Haus<br>\nund sie tranken zusammen ein paar Fl\u00e4schchen aus.<\/p>\n<p>Der Wolf hat dem Rotk\u00e4ppchen gut geschmeckt...<\/p>\n<p>So geschieht jeden Tag ein neuer Mord<br>\nusw., usw., usf.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 10386467<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"39\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"39\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>S-Bahnblues<\/strong><br>\nIn Berlin sind die Menschen sehr mobil<br>\nimmer unterwegs zwischen Start und Ziel.<br>\nZum Beispiel ich will von Zehlendorf nach Friedrichshain<br>\nund steige hoffnungsfroh in eine S-Bahn ein.<br>\nDie kam schon zehn Minuten sp\u00e4ter (an) als vorgeseh\u00b4n<br>\nund bleibt dann kurz nach der Abfahrt auf freier Strecke steh\u00b4n<br>\nzwischen Nikolassee und Grunewald.<br>\nDie Heizung funktioniert nicht und drau\u00dfen ist es kalt.<\/p>\n<p>Das ist der S-Bahnblues.<br>\nDas ist der S-Bahnblues.<br>\nDas ist der S-Bahnblues.<br>\nWenn du es eilig hast<br>\ngeh doch zu Fu\u00df!<\/p>\n<p>Man erf\u00e4hrt nat\u00fcrlich nicht, warum der Zug hier steht<br>\nund schon gar nicht, wann die Reise weiter geht.<br>\nNach einer Stunde fahrn wir endlich in einen Bahnhof ein.<br>\nAus dem Lautsprecher h\u00f6rt man eine Stimme schrein:<br>\nWir bitten ihnen um ihr Verst\u00e4ndnis.<br>\n\u00c4h, we please you for your understanding<br>\nAuf dieser Strecke fahren heute keine Z\u00fcge mehr.<br>\nBenutzen sie stattdessen den Ersatzverkehr!<\/p>\n<p>Das ist der S-Bahnblues<\/p>\n<p>Also Ersatzverkehr. \u2026 Hm \u2026<br>\nmit wem denn (eigentlich)?<br>\nAch so, mit Bussen.<br>\nAlle Fahrg\u00e4ste laufen um den Bahnhof rum<br>\nund seh\u00b4n sich nach dem Schienenersatzbus um.<br>\nSchlie\u00dflich kommt so ein Ersatzbus auch in Sicht<br>\naber der ist (schon) voll. (und) nen zweiten gibt es nicht.<\/p>\n<p>Das ist der S-Bahnblues<\/p>\n<p>Die Berliner S-Bahn ist gar nicht so schlecht wie ihr Ruf.<br>\nSie ist noch viel schlechter.<br>\nAn Pleiten, Pech und Pannen hat man sich inzwischen aber so gew\u00f6hnt<br>\ndass sich keiner mehr ernsthaft dr\u00fcber aufregt.<br>\nWo k\u00e4me man denn auch hin<br>\nwenn man sich \u00fcber alles aufregen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Der neue Gro\u00dfflughafen in Sch\u00f6nefeld<br>\nwird das Berliner Tor zur Welt.<br>\nAuch bei ihm h\u00e4lt man keinen Zeitplan ein.<br>\nWarum soll\u00b4s denn beim S-Bahn-Fahrplan anders sein?<br>\nDas w\u00e4re \u00fcberhaupt) nicht einzuseh\u00b4n,<br>\nes kann doch ruhig auch mal ein bisschen langsamer geh\u00b4n!<br>\nIn Berlin ist man verbal immer startbereit<br>\naber wenn's drauf ankommt, braucht alles seine Zeit.<\/p>\n<p>S-Bahnblues,<br>\nGro\u00dfflughafenblues,<br>\nStaatsopernblues,<br>\nBND-Zentralenblues,<br>\nEs dauert zwar alles etwas l\u00e4nger,<br>\naber daf\u00fcr wird's dann auch ein bisschen teurer.<br>\nIch glaube, es w\u00e4re wirklich mal wieder an der Zeit<br>\nf\u00fcr \u201ane Berliner Olympiabewerbung.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 20639178<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"40\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"40\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Schmiergeld f\u00fcr den Schiri<\/strong><br>\nSchmiergeld f\u00fcr den Schiri, Schmiergeld f\u00fcr den Libero,<br>\nSchmiergeld f\u00fcr den Mann im Tor und f\u00fcr die St\u00fcrmer sowieso.<br>\nSchmiergeld f\u00fcr alle! Keiner soll leer ausgeh\u00b4n.<br>\nSchmiergeld f\u00fcr das Mittelfeld und den Mannschaftskapit\u00e4n!<\/p>\n<p>Quer \u00fcbers Spielfeld fliegt der runde Ball.<br>\nSchwarz-Wei\u00df gegen Blau-Gr\u00fcn \u2013 an sich ein klarer Fall.<br>\nDoch als der Schiri den Schlusspfiff tiriliert,<br>\nist das liebe Publikum v\u00f6llig irritiert.<br>\nFachleute sagen: Das kann doch nicht sein.<br>\nKenner der Szene pr\u00fcgeln aufeinander ein.<br>\nDenn Schwarz-Wei\u00df hat verloren, Blau-Gr\u00fcn hat gesiegt.<br>\nUnd jeder, der nicht bl\u00f6de ist, wei\u00df l\u00e4ngst schon, woran\u00b4s liegt:<\/p>\n<p>Schmiergeld f\u00fcr den Schiri...<\/p>\n<p>Gelbe Karten, rote Karten, Spieler m\u00fcssen geh\u00b4n.<br>\nElfmeter f\u00fcr ein Foul, nur der Schiri hat\u00b4s geseh\u00b4n.<br>\nSchwarz-Wei\u00df setzt jede Torchance in den Sand,<br>\nTorwart l\u00e4sst den Ball durch wie der letzte Dilettant.<br>\nTrainer wird bleich und muss mal schnell aufs Klo.<br>\nWie das Spiel ausgeht, bestimmt das Wettb\u00fcro<br>\nF\u00fcr Geld bekommt man alles, das wei\u00df doch gro\u00df und klein.<br>\nDrum kann es auf dem Fu\u00dfballfeld auch nicht anders sein.<\/p>\n<p>Schmiergeld f\u00fcr den Schiri, Schmiergeld f\u00fcr den Libero,<br>\nSchmiergeld f\u00fcr das Management und f\u00fcr den Vorstand sowieso.<br>\nSchmiergeld f\u00fcr alle! Keiner muss im Abseits steh\u00b4n.<br>\nSchmiergeld f\u00fcr das Mittelfeld und den Mannschaftskapit\u00e4n!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 9017149<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"74\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"74\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Sch\u00f6ne deinen Lebenslauf<\/strong><br>\nWenn dich das Gef\u00fchl erfasst,<br>\ndass du nicht genug zu bieten hast,<br>\nwenn du nicht damit zufrieden bist,<br>\nwas aus dir geworden ist,<br>\ndann bastel dran, setz noch was drauf!<br>\nSch\u00f6ne deinen Lebenslauf!<\/p>\n<p>War dein Bildungsweg nur mittel,<br>\ndann erschleich\u00b4 dir einen Doktortitel!<br>\nGib mit coolen Sachen an,<br>\ndie keiner \u00fcberpr\u00fcfen kann!<br>\nAuch wenn nichts dran stimmt, nimm\u00b4s in Kauf!<br>\nWahrheitsliebe? Schei\u00df drauf!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 29216407<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"93\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"93\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Sch\u00f6ner, besser, schneller, geiler<\/strong><br>\nSch\u00f6ner, besser, schneller, geiler!<br>\nSch\u00f6ner, besser, schneller, geiler!<br>\nSch\u00f6ner, besser, schneller, geiler!<br>\nSch\u00f6ner, besser, schneller, geiler!<br>\nImmer mehr und immer doller,<br>\nimmer praller, immer voller,<br>\nalles immer intensiver,<br>\nraffinierter, effektiver,<br>\nfehlerfrei und lupenrein,<br>\nunbedingt im Topdesign,<br>\nfulminant und potent,<br>\nspitzenm\u00e4\u00dfig, exzellent,<br>\nkolossal ph\u00e4nomenal,<br>\neinzigartig optimal,<br>\nsuper, hip und akkurat<br>\nund im XXL-Format.<\/p>\n<p>Sch\u00f6ner, besser, schneller, geiler!<br>\nSch\u00f6ner, besser, schneller, geiler!<br>\nSch\u00f6ner, besser, schneller, geiler!<br>\nSch\u00f6ner, besser, schneller, geiler!<br>\nmega, turbo, cool und grell,<br>\nmaximal professionell,<br>\nhyperstylisch, ganz enorm<br>\nhochgetuned, in bester Form,<br>\n\u00fcberfliegend, hochkar\u00e4tig,<br>\nphantasievoll, wundert\u00e4tig,<br>\npermanent rekordverd\u00e4chtig,<br>\nniemals auch nur mittelpr\u00e4chtig,<br>\nau\u00dferordentlich gigantisch,<br>\nhochprozentig, elefantisch,<br>\nEng getaktet, sprungbereit,<br>\nZeit ist Geld und Geld ist Zeit.<\/p>\n<p>Immer h\u00f6her, immer steiler,<br>\nImmer h\u00f6her, immer steiler,<br>\nImmer h\u00f6her, immer steiler,<br>\nsch\u00f6ner, besser, schneller, geiler!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 36471043<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"94\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"94\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Selbstoptimierung<\/strong><br>\nMach dich besser als du bist!<br>\nMach dich besser als du bist!<br>\nMach dich besser als du bist<br>\ndurch Selbstoptimierung,<br>\nSelbstoptimierung, Selbstoptimierung.<br>\nMach dich besser als du bist<br>\ndurch Selbstoptimierung,<br>\nsonst ist dein Leben suboptimal.<\/p>\n<p>Du h\u00e4ltst dich wohl f\u00fcr sch\u00f6n und klug?<br>\nGlaub mir, du bist nicht gut genug.<br>\nUnd dein Erscheinungsbild ist sehr<br>\ndefizit\u00e4r (und auch Prek\u00e4r).<br>\nDu bist in keinem Punkt perfekt.<br>\nAuch wenn dies Statement dir nicht schmeckt,<br>\nsieh\u00b4s ein: du bist physisch und mental<br>\nbestenfalls suboptimal.<\/p>\n<p>Zu viel Fehler, zu viel Mankos,<br>\nzu viel Schattenseiten,<br>\nzu viel wunde Punkte,<br>\nzu viel Unzul\u00e4nglichkeiten.<br>\nSoll \u2018n dich deine groben M\u00e4ngel<br>\nnicht ein Leben lang begleiten \u2026,<\/p>\n<p>dann mach dich besser als du bist!<br>\nMach dich besser als du bist!<br>\nMach dich besser als du bist<br>\ndurch Selbstoptimierung,<br>\nSelbstoptimierung, Selbstoptimierung,<br>\nsonst ist dein Leben suboptimal.<br>\nUnd das w\u00e4re doch fatal.<\/p>\n<p>Regulier dich, reparier dich, renovier dich, reformier dich,<br>\nbesser noch: meliorier dich!<br>\nRekultivier dich, restaurier dich, pepp dich auf und maximier dich,<br>\noptimier dich!<br>\nMach dich besser als du bist<br>\ndurch Selbstoptimierung,<br>\nsonst ist dein Leben komplett verpfuscht.<\/p>\n<p>Bei optimaler Selbstoptimierung<br>\nschaffst du\u00b4s vielleicht bis in die Bundesregierung,<br>\nwirst B\u00fcrgermeister von Taschkent<br>\noder sogar Weltbankpr\u00e4sident,<br>\nsteigst auf in erlauchteste Kreise<br>\nund gewinnst die begehrtesten Sch\u00f6nheitspreise.<br>\nMach dich besser als du bist!<\/p>\n<p>Aus dir wird nur was, wenn du dich optimierst.<br>\nH\u00f6chste Zeit, dass du\u00b4s kapierst!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 37601884<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"61\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"61\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Sixty-Four<\/strong><br>\nAn meinem 64. Geburtstag schlief ich lang\u00b4<br>\nund als ich aufgestanden war, nahm meine Frau mich in Empfang.<br>\nSie f\u00fchrte mich zu meinem Geburtstagstisch,<br>\neine Kerze brannte, Blumen rochen frisch.<br>\n\u201eHier ist dein erstes Geschenk\u201c, sprach sie, \u201edu kommst nicht drauf.\u201c<br>\nIch kn\u00fcpperte m\u00fchsam das Geschenkband auf.<br>\n\u201eWas du heute von mir kriegst, das ist f\u00fcr dich ganz toll\u201c<br>\nverk\u00fcndete sie l\u00e4chelnd und geheimnisvoll.<br>\n\u201eWenn du jetzt nicht damit anf\u00e4ngst, ist es irgendwann zu sp\u00e4t\u201c<br>\nund ich bekam von ihr ein Blutdruckmessger\u00e4t.<\/p>\n<p>Ich muss zugeben, dass mich dieses Geschenk verdross.<br>\nGehofft hatte ich auf \u00b4ne Flasche Calvados,<br>\nauch mein Whiskyvorrat ging bedenklich zur Neige,<br>\ndas w\u00e4r\u2018 doch was gewesen, aber Fehlanzeige!<br>\nDas zweite Geschenk (nach dem Blutdruckmessger\u00e4t)<br>\nwar ein Gutschein f\u00fcr eine Spezialdi\u00e4t<br>\nunter Anleitung von fachkundigem Personal<br>\nf\u00fcr Menschen mit h\u00f6herer Jahreszahl.<br>\nDann ein Buch, dessen Titel mir auf Anhieb gefiel:<br>\n\u201eGesundheit im Alter \u2013 ein erreichbares Ziel\u201c<\/p>\n<p>Ab einem gewissen Alter geh\u00f6rt jeder Mann,<br>\njede Frau einer Risikogruppe an,<br>\nJe nachdem ist das Ende nicht mehr ewig weit,<br>\nVerschlei\u00dferscheinungen machen sich breit<br>\nan diversen K\u00f6rperteilen, an Organen und Gelenken.<br>\nDas wirkt sich aus bis hin zu den Geburtstagsgeschenken.<br>\nIch bekam noch eine App, die misst, was man frisst<br>\nund was dabei an Kalorien entstanden ist,<br>\nein Spiel zum Ged\u00e4chtnistraining f\u00fcr Senioren<br>\nund einen Kurs zur Gew\u00f6hnung an Rollatoren,<br>\nmassenhaft H\u00f6rb\u00fccher und Videoclips<br>\nmit Anregungen und hilfreichen Tipps<br>\nzur geistigen und k\u00f6rperlichen Fiterhaltung,<br>\nzur rundum altersgerechten Lebensgestaltung.<\/p>\n<p>\u201eNa ja, vielleicht hat sie ja recht\u201c, dachte ich.<br>\n\u201eMit 60 plus ist man schlie\u00dflich nicht mehr jugendlich.<br>\nDie Risiken steigen, der Blutdruck vielleicht auch<br>\nund eh\u2018 du dichs versiehst, stehst du auf dem Schlauch.<br>\nGegen Altersabbau ist keiner immun;<br>\nman kann ja mal was f\u00fcr seine Gesundheit tun.\u201c<br>\nMit leisem Dank also nahm ich die Geschenke an.<br>\nMeine Frau freute sich und sagte dann:<br>\n\u201eDiese Sachen kannst du wirklich alle sehr gut gebrauchen\u201c,<br>\nund ging raus auf den Balkon, um eine zu rauchen.<br>\nUnd ich sagte nur: \u201eDu mit deiner Fluppe<br>\ngeh\u00f6rst noch zu `ner weiteren Risikogruppe.\u201c<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn (mit Zitat: When I\u2019m Sixty-Four, The Beatles)<br>\nGEMA-Werknummer 21761587<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"41\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"41\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Sommernachmittag<\/strong><br>\nDer Himmel fast azur,<br>\npaar kleine Wolken nur<br>\nund eine Kirchturmuhr schl\u00e4gt in der N\u00e4he.<br>\nDie B\u00e4ume unbewegt,<br>\nweil sich kein L\u00fcftchen regt.<br>\nEin Habicht schraubt sich langsam in die H\u00f6he.<br>\nIch sitz\u00b4 schon l\u00e4nger hier<br>\nund nehme Bier zu mir.<br>\nEin Hund liegt d\u00f6send bei der Wetterfahne.<br>\nDas Bier ist k\u00fchl und frisch<br>\nund am Nebentisch<br>\nserviert der Kellner Erdbeereis mit Sahne.<br>\nVon Efeu fast verh\u00fcllt<br>\nein Coca-Cola-Schild.<br>\nEin gelber Grashalm kitzelt an den Beinen.<br>\nEin Traktor f\u00e4hrt vorbei,<br>\nes riecht nach \u00d6l und Heu,<br>\nzwei kleine Kinder spiel\u00b4n mit Kieselsteinen.<\/p>\n<p>Der Raps ist l\u00e4ngst verbl\u00fcht.<br>\nAm blauen Himmel zieht<br>\nein schlanker Motorsegler seine Bahnen.<br>\nDer Hund f\u00e4hrt kurz herum<br>\nund sieht sich schl\u00e4frig um<br>\nund scheint die Welt nur m\u00fchsam zu erahnen.<br>\nDer Habicht fliegt jetzt weg<br>\nzu seinem Waldversteck,<br>\nals dunkler Fleck auf blauer Silhouette.<br>\nIch sitze weiter hier und nehme Bier zu mir.<br>\nDer wei\u00dfe Schaum tropft sanft auf die Manschette.<\/p>\n<p>Ein Strohhalm liegt im Sand<br>\nund von der Efeuwand<br>\nw\u00e4chst ein mit Sonnenlicht durchtupfter Schatten.<br>\nDie Sonne steht schon schr\u00e4g<br>\nund vorne auf dem Weg<br>\nda flickt ein Fahrradfahrer seinen Platten.<\/p>\n<p>Die Grillen zirpen laut.<br>\nIch krieg\u00b4 \u00b4ne G\u00e4nsehaut<br>\nund geh\u00b4 vom Schatten wieder in die Sonne.<br>\nBald kommt der Rest vom Tag.<br>\nMit schnellem Fl\u00fcgelschlag<br>\numkreist ein Schmetterling die Abfalltonne.<br>\nDie Stunden zieh\u00b4n vorbei<br>\nim Sommer-Einerlei,<br>\nich h\u00e4tt\u00b4 so vieles dringend zu betreiben.<br>\nStattdessen sitz\u00b4 ich hier<br>\nnehm\u00b4 weiter Bier zu mir,<br>\nund denk\u00b4, f\u00fcr heute lass\u00b4 ich alles bleiben.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 8145684<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"75\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"75\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Sonnenstrahls Reise<\/strong><br>\nEin Sonnenstrahl hatte genug von der Sonne<br>\nmit ihren dauernden Explosionen.<br>\nEr dachte: \u201ePlaneten gibt es zwar viel,<br>\ndoch die Erde, die Erde, nur die ist mein Ziel.<br>\nMeine Flucht dorthin wird sich lohnen.\u201c<\/p>\n<p>Er tr\u00e4umte davon, auf Eichen und Birken<br>\nals strahlend heller Sonnenschein<br>\nan der Fotosynthese mitzuwirken,<br>\nam Lebenskreislauf beteiligt zu sein.<\/p>\n<p>Doch als er schon nah an der Erde war,<br>\nda wurde ihm pl\u00f6tzlich so sonderbar.<br>\nDenn da sah er nicht nur Naturidyll<br>\nmit gr\u00fcnem Laub voll Chlorophyll,<br>\nmit Eichen und Birken und anderen B\u00e4umen<br>\nund saftigen Gr\u00e4sern aus seinen Tr\u00e4umen.<br>\nEr landete stattdessen, iii!,<br>\nmitten in einer M\u00fclldeponie.<\/p>\n<p>\u201eSchei\u00dfe\u201c, dachte der Sonnenstrahl,<br>\n\u201edas war doch gar nicht mein Plan.<br>\nDie Flucht von der Sonne war suboptimal,<br>\nh\u00e4tt\u00b4 ich das blo\u00df nicht getan.<br>\nJetzt sitz\u00b4 ich hier im stinkenden M\u00fcll<br>\nund nicht im gr\u00fcnen Chlorophyll.<br>\nDoch egal, ich zieh\u2018 meinen Stiebel<br>\njetzt durch, denn ich bin flexibel.\u201c<\/p>\n<p>Statt Bl\u00e4tter mit Sonnenlicht zu benetzen,<br>\nmuss er jetzt Sonderm\u00fcll zersetzen.<br>\nEs endet auf \u00e4hnliche Weise<br>\nso manchen Sonnenstrahls Reise.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 25015870<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"42\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"42\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Sport macht dick<\/strong><br>\nSport machen die meisten nur<br>\nmit dem Wunsch nach einer Topfigur.<br>\nNordic walking, schwimmen, joggen geh\u00b4n<br>\num gut auszuseh\u00b4n.<br>\nAndre wiederum<br>\ntreibt die Angst um die Gesundheit um.<br>\nDarum sind sie intensiv<br>\nsportlich aktiv.<br>\nWer sich derart engagiert liegt leider schief.<\/p>\n<p>Denn Sport macht dick,<br>\nam Arsch und am Genick,<br>\nam Kinn ohnehin,<br>\naber auch am Bauch,<br>\nSport macht dick.<br>\nSport macht dick.<br>\nWer verr\u00e4t mir mal den Trick,<br>\nwie man d\u00fcnn bleibt,<br>\nwenn man Sport betreibt?<br>\nSport macht dick.<\/p>\n<p>Weil ich \u00e4u\u00dferst sportlich bin,<br>\nhabe ich nur eins im Sinn:<br>\nSamstags vor die Glotze geh\u00b4n<br>\nund Sportschau sehn.<br>\nW\u00e4hrend ich die Sportschau seh\u00b4,<br>\nlieg\u00b4 ich auf den Canapee,<br>\nesse Toffifee und g\u00f6nne mir<br>\nzwei, drei Bier, manchmal vier.<br>\nRund um den Tabellenspiegel<br>\nbrauch\u00b4 ich ein paar Fitnessriegel,<br>\ndie stopf\u00b4 ich in mich rein,<br>\num fit zu sein.<br>\nHohes sportliches Niveau<br>\nhat auch Haribo.<\/p>\n<p>Sport macht dick,<br>\nan den H\u00fcften, am Genick,<br>\nam Po sowieso<br>\nund am Knie, aber wie!<br>\nSport macht dick.<br>\nSport macht schlank?<br>\nWer das behauptet der ist krank.<br>\nVom Anblick einer Ruderbank<br>\nwird keiner schlank.<\/p>\n<p>Ich vertilge bei jedem Weltrekord<br>\nvor Freude ne Tafel Ritter Sport<br>\nUnd bei jedem Fu\u00dfballtor<br>\ngrinst der Sarottimohr.<\/p>\n<p>Sport macht dick<br>\nund dick sein ist nicht schick.<br>\nZu viel Fett an Bord?<br>\nDas kommt vom Sport!<br>\nSport macht dick.<br>\nSport macht dick.<br>\nWer verr\u00e4t mir mal den Trick,<br>\nbeim Sportschau sehn<br>\nnicht aus dem Leim zu gehen?<br>\nSport macht dick.<\/p>\n<p>Peter, Peter,<br>\nsetz dich bei der Sportschau doch mal aufs Ergometer!<\/p>\n<p><em>Text: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nMusik: Daniel Vogel<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"43\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"43\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Tierliebe<\/strong><br>\nKanarienv\u00f6gel, Katzen, Hunde usw.,<br>\nMeerschweinchen, Kaninchen sind treue Wegbegleiter.<br>\nSie machen Kindern Freude, vertreiben uns die Zeit<br>\nund helfen auch ein bisschen gegen Einsamkeit.<br>\nAls Kind hab\u00b4 ich mir immer ein Tier gew\u00fcnscht,<br>\ndoch meine Eltern waren ausgesprochen fies.<br>\nUnd weil ich damals von ihnen nie ein Tier bekam,<br>\nhab\u00b4 ich heut zu Haus ein ganzes Tierparadies:<\/p>\n<p>Kakerlaken in den Schr\u00e4nken,<br>\nSpinnen auf den Fensterb\u00e4nken.<br>\nVoller L\u00e4use alle Pflanzen<br>\nund die Decke voller Wanzen.<br>\nK\u00e4fer auf dem Teakholztischchen<br>\nuntermTeppich Silberfischchen.<br>\nKellerasseln unterm Dach,<br>\nMaden im Gem\u00fcsefach -<br>\njedes noch so kleine Tier<br>\nf\u00fchlt sich pudelwohl bei mir.<\/p>\n<p>Alle meine Tiere vermehren sich im Nu,<br>\nohne dass ich besonders viel daf\u00fcr tu\u00b4.<br>\nLass\u00b4 ich \u00b4ne Packung M\u00fcsli verrotten,<br>\nschon hab\u00b4 ich neue Getreidemotten.<br>\nLass\u00b4 ich \u00b4ne faule Banane liegen,<br>\nfallen die Fliegen gleich dr\u00fcber her.<br>\nMeine Tiere sind gen\u00fcgsam und anspruchslos<br>\nund t\u00e4glich werden es mehr:<\/p>\n<p>Kakerlaken unterm Becken,<br>\nWanzen in den Sofaecken;<br>\nHolzw\u00fcrmer im Gest\u00fchle,<br>\nWasserfl\u00f6he in der Sp\u00fcle,<br>\nKellerasseln unterm Dach,<br>\nMaden im Gem\u00fcsefach<br>\nFliegen, Fl\u00f6he, Ratten, L\u00e4use,<br>\nSpinnen, K\u00e4fer, Motten, M\u00e4use,<br>\nOhrenkneifer, Grillen Schnaken,<br>\nimmer wieder Kakerlaken,<br>\nTausendf\u00fc\u00dfler, W\u00fcrmer, Schnecken,<br>\nKr\u00f6ten, Ameisen und Zecken,<br>\nM\u00fcckentanz im Lampenscheine,<br>\nFlatterfl\u00fcgel, Krabbelbeine,<br>\num mich rum das pralle Leben.<br>\nSalmonellen und Am\u00f6ben<br>\njedes noch so kleine Tier<br>\nf\u00fchlt sich pudelwohl bei mir.<br>\nMeine Wohnung ist, gottlob,<br>\nein intaktes Biotop.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 9391719<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"44\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"44\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Verfassungsschutzblues<\/strong><br>\nMan denkt bei manch einer Beh\u00f6rde, wozu ist die gut?<br>\nUnd man fragt sich, was ihr Personal so treibt und tut.<br>\nF\u00fcr alles M\u00f6gliche sind Beh\u00f6rden da<br>\nund wenn sie gut sind, dann sind sie b\u00fcrgernah.<br>\nUnz\u00e4hlige Beh\u00f6rden gibt\u2019s in Bund und Land<br>\nund ihr Nutzen liegt keineswegs immer auf der Hand.<br>\nDoch gibt es eine Beh\u00f6rde, die ganz sicher n\u00fctzt:<br>\nden Verfassungsschutz (weil er die Verfassung sch\u00fctzt).<\/p>\n<p>Der Verfassungsschutz kennt keine Fangemeinde,<br>\nder Verfassungsschutz kennt nur Verfassungsfeinde.<br>\nDer Verfassungsschutz ist (Konsequent) darauf bedacht,<br>\ndass die Linke Hand nicht wei\u00df, was die rechte macht<br>\nund umgekehrt. Und sowieso:<br>\nder Verfassungsschutz besch\u00e4ftigt V-Leute en gros,<br>\nweshalb sogar das Ger\u00fccht umgeht,<br>\ndass er selber nur aus V-Leuten besteht.<\/p>\n<p>V-Leute sind die verl\u00e4ssliche Quelle<br>\nf\u00fcr Wissenswertes \u00fcber eine Terrorzelle.<br>\nSie kriegen auch sonst dies und jenes raus<br>\nund am liebsten forschen sie sich gegenseitig aus.<br>\nGanz gender, V-Mann und V-Frau.<br>\nWof\u00fcr dieses \u201eV\u201c steht, wei\u00df keiner genau,<br>\nf\u00fcr Verwirrung, Verwechslung, was wei\u00df ich,<br>\nf\u00fcr Vertrauen jedenfalls wohl eher nich.<\/p>\n<p>Br\u00f6ckelt auch an der Verfassung mal hier und da der Putz,<br>\nhalb so schlimm. Es gibt ja den Verfassungsschutz.<br>\nDer sammelt Erkenntnisse und wertet sie aus.<br>\nWas Brauchbares kommt in der Regel nicht dabei raus.<br>\nEr forscht mit geheimdienstlicher Akribie,<br>\nf\u00fcr wen und f\u00fcr was? Genau erf\u00e4hrt man das nie.<br>\nNimm dich in acht, verehrtes Publikum:<br>\nder Verfassungsschutz geht um!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 13200840<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"45\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"45\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Vergebliches Warten<\/strong><br>\nAls sie sich kennenlernten war sie f\u00fcnfundsiebzig<br>\nund er war grade f\u00fcnfundzwanzig Jahr.<br>\nDie reiche Witwe dachte sich: \u201eEr liebt mich\u201c.<br>\nUnd er? Er dachte nur ans Honorar!<br>\nSein Plan war so: \u201eDie Alte wird bald sterben,<br>\nich werd\u00b4 die ganze Kohle von ihr erben.<br>\nIhr Verm\u00f6gen f\u00e4llt mir locker in den Scho\u00df.<br>\nund dann, dann geht das Leben richtig los.\u201c<\/p>\n<p>Die reiche Witwe wurde f\u00fcnfundachtzig.<br>\nEr fra\u00df sich langsam eine Wampe an<br>\nUnd dachte sich, na ja, die Alte macht\u00b4s nich<br>\nmehr richtig lange und dann bin ich endlich dran.<br>\nSo lag er Jahr um Jahr auf der Lauer,<br>\ndie Haare wurden weniger und grauer.<br>\nDie Witwe lernte Spanisch und Klavier,<br>\ner hing wartend vor der Glotze und trank Bier.<\/p>\n<p>Die reiche Witwe wurde f\u00fcnfundneunzig,<br>\ner hockte meist tr\u00fcbsinnig an der Bar.<br>\nSie geht ins Sonnenstudio und br\u00e4unt sich<br>\nund belegt ein Bauchtanzseminar.<br>\nEin neuer Fr\u00fchling kam, sie lie\u00df sich liften.<br>\nEr kann schon nicht mehr wegen seiner H\u00fcften.<br>\nSie geht nur noch alleine auf den Ball,<br>\ndenn er hat den ersten Bandscheibenvorfall.<\/p>\n<p>Von Jahr zu Jahr ging\u00b4s mit ihr nach oben.<br>\nSie sieht sich nach \u00b4nem neuen Lover um.<br>\nDen alten hat sie abgeschoben<br>\nin ein Dauersanatorium.<br>\nSie treibt\u00b4s jetzt fast so wild wie eine junge Nymphe.<br>\nImmerhin, sie ist schon hundertf\u00fcnfe.<br>\nUnd er erkennt in tiefer Depression:<br>\nDas ganze war \u00b4ne Fehlkalkulation.<br>\nEr sitzt im Rollstuhl und fragt: \u201eWer bitte schiebt mich?\u201c<br>\nAls sie sich kennenlernten war sie f\u00fcnfundsiebzig.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 8145697<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"46\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"46\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Verwechslung<\/strong><br>\nIch glaube nicht an Geister,<br>\nich glaube nicht an Spuk,<br>\nan keine Hexenmeister<br>\nund \u00e4hnlichen Betrug.<br>\nIch glaub\u00b4 nicht an Gespenster,<br>\ndenn ich bin Realist.<br>\nIch glaube nur an das,<br>\nwas materiell zu fassen ist.<br>\nDie Angst vor allem andern,<br>\ndie kann ich nicht versteh\u00b4n,<br>\nund wenn mir mal das Gruseln kommt,<br>\ndann kommt\u00b4s mir aus Verseh\u00b4n.<\/p>\n<p>Ich sitze am Computer<br>\nund schreibe einen Text.<br>\nDas wird bestimmt kein guter,<br>\ndenn ich f\u00fchl\u00b4 mich wie verhext.<br>\nIch h\u00f6re etwas knurren<br>\nund dreh\u00b4 mich langsam um.<br>\nEin gro\u00dfer schwarzer Pudel<br>\nschleicht in meinem Zimmer rum.<\/p>\n<p>Diesen Pudel kenn\u00b4 ich doch!<br>\nMir graust.<br>\nIst er es wirklich?<br>\nAber ich bin doch nicht Faust!<\/p>\n<p>Ich glaube nicht an Geister,<br>\nich glaube nicht an Spuk.<br>\nDer Pudel da, wie hei\u00dft er gleich,<br>\nist nichts als ein Betrug.<br>\nDas kann nur eine Fata<br>\nMorgana sein, indes<br>\nder Pudel sagt vernehmlich:<br>\n\u201cGestatten, Mephistopheles.<br>\nDass du dich vor mir f\u00fcrchtest,<br>\ndas kann ich gut versteh\u00b4n,<br>\ndenn wenn ich mal was Gutes tu,<br>\ndann tu ich\u00b4s aus Verseh\u00b4n.\u201c<\/p>\n<p>Ich drehe mich zum Fenster<br>\nund zwing\u00b4 mich zur Vernunft.<br>\nDas kann nicht sein! Gespenster<br>\nin meiner Unterkunft?<br>\nDa pl\u00f6tzlich steht ein M\u00e4dchen<br>\nmitten in der T\u00fcr.<br>\nIch glaube, sie hei\u00dft Gretchen<br>\nund sagt zu mir: \u201eMir graut vor dir.\u201c<\/p>\n<p>\u201eNein\u201c, ruf\u00b4 ich verzweifelt, \u201enein!<br>\nDas muss eine Verwechslung sein!\u201c<\/p>\n<p>Ich glaube nicht an Geister,<br>\ndoch n\u00fctzt mir das nicht viel.<br>\nDer Pudel ist der Meister<br>\nin diesem b\u00f6sen Spiel.<br>\nJetzt knirscht er mit den Z\u00e4hnen<br>\nund r\u00fcstet sich zum Kampf,<br>\ndem Gretchen flie\u00dfen Tr\u00e4nen,<br>\ndas Zimmer ist voll Schwefeldampf<br>\nUnd ich bin mitten drin<br>\nin diesem Horrorthriller.<br>\nDas muss eine Verwechslung sein.<br>\nHelfen Sie mir, Herr Schiller!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 10386460<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"47\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"47\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Verwirrung am Weihnachtsabend<\/strong><br>\nDer Papa trinkt Bier, die Mama trinkt Wein,<br>\nvor dem Tannenbaum stehen die Kinderlein.<br>\nDa pocht\u2019s an der T\u00fcre, es klopft jemand an,<br>\nna klar, denken alle, der Weihnachtsmann.<br>\nDer Papa geht raus, um nachzusehn<br>\nund bleibt wie angewurzelt stehn.<br>\nDa hockt mit Schlappohren und erfrorener Nase<br>\nnicht der Weihnachtsmann, sondern der Osterhase.<\/p>\n<p>Der Hase sagt: \u201eEntschuldigen Sie,<br>\nes gibt f\u00fcr nichts ne Garantie.<br>\nDer Weihnachtsmann brach sich beim Skilauf die Gr\u00e4ten,<br>\ndeshalb kann er nicht kommen und ich muss ihn vertreten.\u201c<br>\nEr l\u00e4sst Papa stehn, hoppelt ins Haus<br>\npackt einen Korb mit Geschenken aus<br>\nund spendiert f\u00fcr die Weihnachtsfeier<br>\ngef\u00e4rbte H\u00fchner- und Nougateier.<\/p>\n<p>Der Hase reibt sich die Nase trocken<br>\nstellt vor die Krippe Osterglocken,<br>\nersetzt ungeniert und immer frecher<br>\ndie Weihnachtskerzen durch Eierbecher.<br>\nDie Eltern sind wie paralysiert,<br>\ndie Kinder nachhaltig irritiert.<br>\nDer Hase indessen pfeift ein Lied<br>\nvom Fr\u00fchling, der durch die Lande zieht.<\/p>\n<p>Der Papa h\u00e4lt m\u00fchsam die Wut im Zaum.<br>\nDer Hase stellt unter den Tannenbaum<br>\nein bunt dekoriertes Osternest,<br>\ndas gibt der Mama jetzt endlich den Rest.<br>\nSie schmei\u00dft den Osterhasen raus<br>\nund packt die Pyramide aus.<br>\nDoch ein Problem bleibt fortan:<br>\nDie Kinder glaub\u00b4n nie mehr an den Weihnachtsmann.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 9391726<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"48\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"48\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Vogelpark Walsrode<\/strong><br>\nEine Postkarte kommt aus Brasilien,<br>\neine Postkarte kommt aus Schanghai.<br>\nEine Postkarte kommt aus Sizilien,<br>\neine Postkarte aus der Mongolei.<br>\nUnd immer wird in mir das Fernweh geweckt,<br>\nund in Gedanken bin ich anderswo.<br>\nIm Traum hab\u00b4 ich Gr\u00f6nland und Borneo entdeckt,<br>\nSansibar und den Kilimandscharo<br>\nund Neuseeland, unsre ferne Antipode,<br>\ndoch du willst immer in den Vogelpark Walsrode.<\/p>\n<p>Man kann in Bangkok die Tempel bestaunen,<br>\nman kann abtauchen vor Yucatan.<br>\nMan kann in Finnland so wunderbar saunen<br>\nund essen Schaschlik in Aserbeidschan.<br>\nIch m\u00f6cht\u00b4 auch gern zu Kairos Pyramiden<br>\nund auf der Akropolis steh\u00b4n in Athen,<br>\nangeln auf den Hebriden<br>\nund in Paris, ja, in Paris die Monalisa sehn<br>\nund in Chinas Hauptstadt `ne Pagode.<br>\nDoch du willst immer in den Vogelpark Walsrode.<\/p>\n<p>Mond\u00e4n ist Westerlands Strandpromenade<br>\nund es ist so brisant in Kabul.<br>\nMan sagt, Florenz h\u00e4tt\u00b4 die sch\u00f6nste Fassade<br>\nund in Rom steht der heilige Stuhl.<br>\nIn Cannes versammelt sich die Filmprominenz,<br>\nMonaco ist `ne Spielbank und ein Staat.<br>\nIn Kattowitz gab\u2019s k\u00fcrzlich `ne Klimakonferenz<br>\nund New York hat immerhin den Weltsicherheitsrat.<br>\nNicht mal \u00b4ne evangelische Synode<br>\ntritt zusammen im Vogelpark Walsrode.<\/p>\n<p>Jahrein, jahraus fahren wir nach Walsrode,<br>\nzu jedem Vorschlag von mir sagst du nee.<br>\nDas k\u00f6nnt\u00b4 so geh\u2018n bis zu unserem Tode,<br>\ndoch Gott sei Dank kam mir eine Idee:<br>\nAus Hitchcocks Film \u201eDie V\u00f6gel\u201c hab\u00b4 ich Bilder<br>\nan allen B\u00e4umen in Walsrode angebracht.<br>\nDie V\u00f6gel sprangen darauf an, sie werden wilder.<br>\nund um den Vogelpark wird zunehmend ein Bogen gemacht<br>\nund kommt der Hitchcock bei den Biestern voll in Mode,<br>\ndann willst auch du nicht mehr zum Vogelpark Walsrode!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 9391724<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"49\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"49\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Vor Madagaskar<\/strong><br>\nDie Kompassnadel r\u00fchrt sich nicht,<br>\nzum Navigieren fehlt die Sicht,<br>\ndas Ruder klemmt, wir sitzen in der Falle.<br>\nFrischvorr\u00e4te gibt\u2019s nicht mehr,<br>\nwir fressen die Konserven leer,<br>\nin K\u00fcrze ist der Wasservorrat alle.<br>\nDie Mannschaft, meistens vollgedr\u00f6hnt,<br>\nhat sich die Hoffnung abgew\u00f6hnt<br>\nund wei\u00df, von hier kommt niemals jemand fort.<br>\nDenn wir liegen vor Madagaskar<br>\nund wir haben die Pest an Bord.<\/p>\n<p>Beim Rauchengabs ne Feuersbrunst<br>\nwir sitzen hier in Qualm und Dunst<br>\nund atmen schwer im selbstgebauten Nebel.<br>\nUnter Deck stinkt\u2019s hunzgemein,<br>\nirgendwo dringt Wasser ein<br>\nund ringsherum verrosten alle Hebel.<br>\nWir pr\u00fcgeln uns das Mark heraus,<br>\nwenn\u2019s dunkel wird, bricht Panik aus<br>\nund beinah jeden Tag geschieht ein Mord.<br>\nDenn wir liegen ...<\/p>\n<p>Der Rumpf vibriert am Heck und vorn,<br>\nstupide r\u00f6hrt das Nebelhorn<br>\nRatten, wohin der Blick auch f\u00e4llt.<br>\nDas Geschehn nimmt seinen Lauf,<br>\nwir haben kaum noch Einflu\u00df drauf.<br>\nEin Rettungsplan wird l\u00e4ngst nicht mehr erstellt.<br>\nZum Navigieren fehlt die Sicht,<br>\nBewegungsspielraum gibt es nicht,<br>\ndie Kompassnadel klemmt, der Kiel sitzt fest.<br>\nDenn wir liegen vor Madagaskar<br>\nund wir haben an Bord die Pest.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 8237888<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"95\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"95\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>V\u00f6llig losgel\u00f6st<\/strong><br>\nVielleicht muss man die Erde irgendwann evakuieren,<br>\nweil es hier zu heikel wird. K\u00f6nnte ja sein.<br>\nDann muss man auf ein anderes Gestirn emigrieren,<br>\nsteigt in so eine Weltraumkapsel ein<br>\nund ab geht\u00b4s, in Richtung Mond oder Mars.<br>\nGoodbye Mutter Erde, das war\u00b4s.<\/p>\n<p>Mir fehlt jede Praxis in der Galaxis.<br>\nIch wei\u00df nicht wie man da oben so funktioniert.<br>\nWeil ich, wie die meisten, kein Astronaut bin,<br>\nhab ich das noch nicht ausprobiert.<br>\nZum Beispiel: hat er fertig verdaut,<br>\nja, was macht denn dann so ein Astronaut?<\/p>\n<p>Wohin mit den Hinterlassenschaften?<br>\nAuf der Erde l\u00f6st Schwerkraft zum Teil das Problem.<br>\nWie soll das da oben im Weltraum gehen?<br>\nDie Vorstellung ist nicht grad angenehm.<br>\nMan m\u00f6chte es auch nicht gern erleben,<br>\nsich im schwerelosen Raum zu \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Erst recht stellt sich die dr\u00e4ngende Frage,<br>\nwie das da oben vonstattengeht<br>\nmit der Stellung, mit der Lage,<br>\nmit der Sexualit\u00e4t,<br>\nwie man das mit dem Verkehr schafft,<br>\nso ganz ohne Schwerkraft.<\/p>\n<p>Ja und ohne die Kraft der Schwere,<br>\nwie flutscht denn da ein Bierchen durch die Speiser\u00f6hre?<\/p>\n<p>Der Mensch kommt im All vorerst nur schlecht<br>\nmit seiner K\u00f6rperlichkeit zurecht.<br>\nEr ist f\u00fcr den Weltraum nicht gebaut.<br>\nIch werde niemals Astronaut!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 37601886<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"50\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"50\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Warum ausgerechnet ich?<\/strong><br>\nSchon als kleiner Junge dr\u00fcckte ich mich<br>\ngern vor h\u00e4uslichen Pflichten.<br>\nEs ging mir einfach gegen den Strich,<br>\nAuftragsarbeit zu verrichten.<br>\nKlopf den Teppich! R\u00e4um das Zimmer auf!<br>\nSchlag die Sahne! Mach den Abwasch! Und so weiter.<br>\nAnweisungen solcher Art gab es zu Hauf<br>\nund sie stimmten mich keineswegs heiter.<br>\n\u201eIrgendwer muss es ja machen\u201c, war der Standardspruch.<br>\n\u201eNichts geht von allein, wurde gesagt.<br>\nVon derlei Redensarten hatte ich schon bald genug<br>\nUnd habe verdrossen gefragt:<br>\nWarum ausgerechnet ich?<br>\nWarum ausgerechnet ich?<br>\nWarum ausgerechnet ich?<br>\nUnd warum nicht jemand anders?<br>\nWarum ausgerechnet ich?<br>\nWarum jemand anders nich?<br>\nAndre Menschen gibt es zig,<br>\nwarum ausgerechnet ich?<br>\nEs gibt Regeln, die sind dazu da,<br>\ndas Miteinander vertr\u00e4glich zu gestalten.<br>\nDas ist in Ordnung und ich bin klar daf\u00fcr,<br>\ndass andere sich daran halten.<br>\nZum Beispiel ist es \u00fcblich, an der Kasse im Supermarkt<br>\noder vor Schaltern in der Schlange zu warten.<br>\nIch hab mir angew\u00f6hnt, weil\u2019s schneller geht, an jeder Schlange vorbei<br>\ngleich nach vorne durchzustarten.<br>\nNat\u00fcrlich gibt\u2019s immer wen, der sich meckernd beklagt.<br>\n\u201eVordr\u00e4ngeln gibt\u2019s nicht, sie sind noch gar nicht dran.<br>\ngeh\u2019n se ans Ende der Schlange!\u201c Wer mir so was sagt,<br>\nden nehm ich kurz ins Visier und sage dann:<br>\nWarum ausgerechnet ich?<br>\nWarum ausgerechnet ich?<br>\nWarum ausgerechnet ich?<br>\nUnd warum nicht jemand anders?<br>\nWarum ausgerechnet ich?<br>\nWarum jemand anders nich?<br>\nAndre Menschen gibt es zig,<br>\nwarum ausgerechnet ich?<br>\nAls Vielflieger im Jet kann ich Flugl\u00e4rm gut ertragen,<br>\nsolang\u2018 der Flugl\u00e4rm nicht mein Wohngebiet tangiert.<br>\nUnd \u00fcber Kinderl\u00e4rm werd\u2018 ich mich auch nie beklagen,<br>\nsofern kein Kindergarten in meiner N\u00e4he randaliert.<br>\nEine Bahntrasse, ein Neubauprojekt<br>\nbei mir um die Ecke, ich seh\u2018 das gar nicht ein.<br>\nEine andere Planung, von der ich nicht betroffen bin,<br>\nmuss doch irgendwie immer m\u00f6glich sein!<br>\nNat\u00fcrlich, jeder muss mit Beeintr\u00e4chtigungen leben.<br>\nDas ist schon klar und gilt auf jedem Gebiet.<br>\nMir geht\u2019s nur darum, dass bei fast acht Milliarden Menschen<br>\njemand anders die Arschkarte zieht.<br>\nUnd nicht ausgerechnet ich!<br>\nUnd nicht ausgerechnet ich!<br>\nUnd nicht ausgerechnet ich,<br>\nsondern irgendjemand anders!<br>\nWarum ausgerechnet ich?<br>\nWarum jemand anders nich?<br>\nAndre Menschen gibt es zig, zig, zig, zig, zig,<br>\nwarum ausgerechnet ich!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 20639181<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"96\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"96\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Warum hat Deutschland keine Monarchie?<\/strong><br>\nFasching im Kindergarten -<br>\nalle haben sich ausstaffiert.<br>\nMit Verkleidungsst\u00fccken aller Arten<br>\nsind die Kleinen kost\u00fcmiert,<br>\nauch das s\u00fc\u00dfe Zwillingsp\u00e4rchen,<br>\nJonas und Janine.<br>\nEr geht heut als K\u00f6nig<br>\nsie als K\u00f6nigin. Und jetzt treten die beiden vor.<br>\nAlle Kinder singen im Chor:<\/p>\n<p>Warum hat Deutschland keine Monarchie?<br>\nJa, warum denn blo\u00df,<br>\nwas ist mit Deutschland los?<br>\nWarum hat Deutschland keine Monarchie,<br>\nkeinen King, keine Queen<br>\nkeinen Kaiser in Berlin<br>\nmit ner Krone auf dem Kopf<br>\nund mit dem Arsch auf dem Thron?<br>\nJa, das brauchen wir mal wieder,<br>\ndenn das hatten wir doch schon:<br>\nne sch\u00f6ne und stabile Dynastie.<br>\nWarum hat Deutschland keine Monarchie?<\/p>\n<p>Die Briten machen\u00b4s richtig:<br>\nsie haben ihren King.<br>\nStaatsoberhaupt ohne Krone,<br>\nnein, das ist nicht ihr Ding.<br>\nWird auch die h\u00f6fische Etikette<br>\nmanchmal durch Prince Harry und Meghan gest\u00f6rt,<br>\ndann steigert das den Umsatz der Yellow Press<br>\nund hat enormen Unterhaltungswert.<br>\nDas K\u00f6nigshaus verschluckt so manche Million,<br>\ndoch die Briten haben (eben) Sinn f\u00fcr Tradition.<\/p>\n<p>Warum hat Deutschland keine Monarchie?<br>\nJa, warum denn blo\u00df,<br>\nwas ist mit Deutschland los?<br>\nWarum hat Deutschland keine Monarchie,<br>\nkeinen King, keine Queen,<br>\nkeinen Kaiser in Berlin<br>\nmit ner Krone auf dem Kopf<br>\nund mit dem Arsch auf dem Thron?<br>\nJa, das brauchen wir mal wieder,<br>\ndenn das hatten wir doch schon:<br>\nein Herrscherhaus zum F\u00fchren der Regie.<br>\nWarum hat Deutschland keine Monarchie?<\/p>\n<p>Traditionen und Skandale,<br>\ndiese Mischung ist ein sch\u00f6ner Brauch.<br>\nJa, die Briten, die machen\u00b4s richtig<br>\nund ein paar and\u00b4re L\u00e4nder auch.<br>\nIn Spanien und in Schweden,<br>\nin Norwegen, Holland, Belgien, D\u00e4nemark<br>\nsteh\u00b4n gekr\u00f6nte H\u00e4upter an der Spitze,<br>\nsind die K\u00f6nigsh\u00e4user stark,<br>\nmit viel Glammer und Glamour.<br>\nnur bei uns fehlt ne k\u00f6nigliche Galionsfigur.<\/p>\n<p>Warum hat Deutschland keine Monarchie?<br>\nJa, warum denn blo\u00df,<br>\nwas ist mit Deutschland los?<br>\nWarum hat Deutschland keine Monarchie,<br>\nkeinen King, keine Queen,<br>\nkeinen Kaiser in Berlin?<br>\nJa, das \u00b4w\u00e4r\u00b4 doch mal ne wirklich wundersch\u00f6ne Utopie:<br>\nstatt ner Bundesrepublik ne Bundesmonarchie!<br>\nEs k\u00f6nnte wenigstens ein F\u00fcrst an der Spitze sein,<br>\nso wie in Monaco und in Liechtenstein.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 36471040<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"51\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"51\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Warum sitzt der gute Onkel Willibald<\/strong><br>\nWarum sitzt der gute Onkel Willibald<br>\nseit Wochen in der Untersuchungshaftanstalt?<br>\nHat er seinen Daimler etwa falsch geparkt,<br>\nstahl er `ne Salami aus dem Supermarkt?<br>\nriss er seinen Nachbarn an den Haaren?<br>\nhat er eine Kirchenbank befleckt?<br>\nist er mit der U-Bahn schwarz gefahren<br>\noder hat man die Canabispflanze unterm Dach entdeckt?<br>\nIch frag mich: Warum sitzt der gute Onkel Willibald<br>\nseit Wochen in der Untersuchungshaftanstalt?<\/p>\n<p>Warn\u2019s die Doping-Spritzen auf der Trabrennbahn,<br>\nwar\u2019s der Versicherungsbetrug mit dem Luxuskahn?<br>\nWird er wegen der gef\u00e4lschten Schecks verknackt?<br>\nSitzt er f\u00fcr den Gem\u00e4ldeklau im Zellentrakt?<br>\nWar\u2019s der Meineid in der Spendengeldaff\u00e4re?<br>\nkam das Millionending in Liechtenstein heraus?<br>\nKam ihm ein anderer Zuh\u00e4lter in die Quere?<br>\nreicht f\u00fcr den Brand in seiner Firma das Alibi nicht aus?<br>\nIch frag mich ...<\/p>\n<p>Der Onkel ist dynamisch, der Onkel ist aktiv,<br>\nden ganzen Tag in Zellenhaft, das macht ihn depressiv.<br>\nImmer nur D\u00e4umchen drehn und warten aufs Gericht<br>\nist verschiss\u2019ne Zeit, das mag der Onkel nicht.<br>\nZwischen den Mauern nichts als Monotonie,<br>\nder Onkel wei\u00df nicht mehr, wohin mit seiner Energie.<br>\nHinter den rostigen Gittern aus Stahl<br>\nver\u00f6det sein ganzes kreatives Potential.<\/p>\n<p>Lie\u00df der Richter Onkelchens Verhaftung zu<br>\nwegen des Giftm\u00fclltransfers nach Bambalu?<br>\nSchnappte ihn das BKA auf frischer Tat<br>\nbeim Uranexport in den Schurkenstaat?<br>\nWarn\u2019s die Blutkonserven aus der dritten Welt,<br>\nwar das Waffenarsenal zu schlecht versteckt?<br>\nHat die Schleuserbande ihm ein Bein gestellt<br>\noder hat man die Leichen seiner Compagnons entdeckt?<br>\nIch frag mich ...<\/p>\n<p>Ja, der bl\u00f6de Onkel s\u00e4\u00dfe l\u00e4ngst nicht mehr,<br>\nwenn er nicht an der falschen Stelle knauserig w\u00e4r.<br>\nGab doch allen Ernstes dieses dumme Schwein<br>\ndem Hauptbelastungszeugen nur `n Hundert-Euro-Schein.<br>\nDer Zeuge, der war schwer beleidigt,<br>\njetzt packt er bei der Staatsanwaltschaft aus.<br>\nAuf sein Gequassel wird er demn\u00e4chst vereidigt,<br>\nder Onkel wird verurteilt, kommt nicht wieder raus.<br>\nBleibt als Res\u00fcmee zu diesem Bericht:<br>\nAm Schmiergeld f\u00fcr die Zeugen spart man nicht.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 7983813<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"52\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"52\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Wenn bei Capri \u2026<\/strong><br>\nWenn bei Capri die gelbe Tonne im Meer versinkt,<br>\nunhd der Wind den Geruch von frischend F\u00e4kalien bringt<br>\nF\u00e4hrt der K\u00e4ptn mit seinem Frachter aufs Meer hinaus<br>\nund er leert den gef\u00fcllten S\u00e4urebeh\u00e4lter aus.<br>\nNur die Sterne sie scheinen droben vom Firmament<br>\nauf denTeppich aus Algen, den jeder Fischer kennt.<br>\nUnd beschaulich wird vom Mond illuminiert<br>\nwie ein Wal kollabiert.<\/p>\n<p>Bella, bella, bella Marie<br>\nkomm, wir machen eine Dampferpartie.<br>\nAhoi, ahoi und la paloma, ohe,<br>\nauf hoher See.<\/p>\n<p>Sieh die Plattform dort<br>\nmit dem Leck im Rohr.<br>\nAuf dem Meeresgrund aus der Erde Schlund<br>\nquillt das Erd\u00f6l hervor.<br>\nWenn der Pelikan<br>\nsein Gefieder leckt,<br>\nwird der Algenteppich<br>\nvom \u00d6lteppich \u00fcberdeckt.<\/p>\n<p>Wenn bei Capri die gelbe Tonne im Meer versinkt,<br>\nund der Wind den Geruch von frischen F\u00e4kalien bringt<br>\nflieht das Schmugglerboot vor der Wasserschutzpolizei<br>\nund an der Seehundsbank treibt ein Bohrinselwrack vorbei.<br>\nUnd vom hoffnungslos \u00fcberf\u00fcllten Rettungskahn<br>\nwinken Fl\u00fcchtlinge aus dem fernen Kurdistan.<br>\nJa, auf See, da gibt es immer was zu sehn!<br>\nDrum sind Seefahrten so lustig, drum sind Seefahrten so sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Bella, bella, bella Marie \u2026<\/p>\n<p><em>Text: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nMusik: Die Caprifischer (Winkler)<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"80\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"80\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Wenn man w\u00fcsste<\/strong><br>\nWenn man w\u00fcsste, was man wollte,<br>\nwenn man k\u00f6nnte, was man sollte,<br>\nwenn\u00b4s nicht immer diese Zweifelsfragen g\u00e4be,<br>\nw\u00e4re alles wunderbar,<br>\nw\u00e4re alles sonnenklar<br>\nund es br\u00e4uchte nicht so viel Beraterst\u00e4be.<br>\nWenn nicht alles so vertrackt,<br>\nmanchmal regelrecht beknackt<br>\nso verschl\u00fcsselt und so undurchschaubar w\u00e4re,<br>\nst\u00fcnde wenig auf der Kippe,<br>\nman umschiffte manche Klippe<br>\nund es k\u00e4m\u00b4 nicht permanent was in die Quere.<\/p>\n<p>Manch einer sucht Alternativen<br>\nin der Arktis oder auf den Malediven<br>\nund verliert zum Schluss doch jede Wette,<br>\ndie selbst mit Fahrradkette er wohl kaum gewonnen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Wenn der Kompass nicht l\u00e4diert,<br>\nwenn die Linse nicht verschmiert,<br>\nwenn nicht jedes Terrain so vermint w\u00e4r,<br>\nwenn das Zerrbild unverzerrt,<br>\nwenn der Abgrund abgesperrt,<br>\nwenn das Schutzgeld redlich verdient w\u00e4r,<br>\nwenn der Chef nicht so bescheuert,<br>\ndie Reserve nicht verfeuert,<br>\nwenn der Nebel nicht so feucht w\u00e4r und so dicht,<br>\nh\u00e4tte niemand einen Schaden,<br>\ngar nichts w\u00e4re auszubaden<br>\nund vermutlich g\u00e4b\u00b4s auch keine Maskenpflicht.<\/p>\n<p>Ja, dann w\u00e4r alles nicht so unentwirrbar<br>\nund ein jeder k\u00f6nnte unbeirrbar<br>\nnach der richtigen L\u00f6sung suchen,<br>\num zum Schluss nur falsche Wahrheiten f\u00fcr sich zu buchen.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte Fische vor dem Ertrinken retten,<br>\nSolarzellen im Bergwerk installieren,<br>\nden Reichstag neu verkleiden, Entscheidungen vermeiden,<br>\ndie Weltfu\u00dfballfunktion\u00e4re mit Gummib\u00e4rchen schmieren,<br>\ndem Klosterpersonal ein neues Outfit verpassen,<br>\nmit Sexappeal (aber nicht zu viel),<br>\nKlimanostalgie aufkommen lassen,<br>\nmit Gr\u00f6nlandgletscherst\u00fccken als Eis am Stiel.<\/p>\n<p>Nur nachhaltig muss alles sein, moralisch und hygienisch,<br>\ntriggerwarnungsfrei und gendergerecht,<br>\n\u00f6konomisch, \u00f6kologisch, ergonomisch, \u00f6kumenisch,<br>\nweil das Gute rundum gut ist und das Schlechte rundum schlecht.<\/p>\n<p>Kaum einer wei\u00df, wo ihm der Kopf steht,<br>\nwenn er nicht rechtzeitig merkt, woher der Wind weht.<br>\nDoch ob am Vorstandstisch, ob an der Spielkonsole<br>\nDabei sein ist alles, hei\u00dft die Parole.<br>\nUnd schon Goethe hat geschrieben: \u201eAm Anfang war die Tat.\u201c<br>\nAlso, mach dein Ding!<br>\nAber dreh auf keinen Fall am falschen Rad!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 29216405<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"53\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"53\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Wir kriegen alles raus<\/strong><br>\nWer sich wo aufh\u00e4lt? Sein Handy kann es uns verraten.<br>\nWir kennen jedermanns Positionskoordinaten.<br>\nWir wissen, in welchem Lokal Madeleine ihr Lunch einnahm,<br>\nweil dort ihre Kreditkarte zum Einsatz kam.<br>\nWir brauchen ein Gesicht nur irgendwo zu scannen,<br>\ndann k\u00f6nnen wir\u00b4s im Netz der Netze suchen und erkennen.<br>\nAuch dich finden wir in irgendeiner Webdatei,<br>\nGoogle Streetview hilft uns dabei.<\/p>\n<p>Reise- und Konsumverhalten,<br>\nwann bei dir die T\u00fcren knallten,<br>\nwas du mit wem und wieso,<br>\nob du kontra oder pro,<br>\nsexuelle Pr\u00e4ferenzen<br>\nund politische Tendenzen,<br>\ndigital fixiert in Bit und Byte,<br>\nwir kriegen alles raus - world wide.<\/p>\n<p>Dein Fingerabdruck ist im digitalen Depot,<br>\ndeine DNA demn\u00e4chst sowieso.<br>\nDu bist durchschaubar, wenn man wei\u00df, worauf du stehst<br>\nund wir wissen, was du anklickst, wenn du online gehst.<br>\nWas du buchst bei Easy Jet oder bei der Deutschen Bahn,<br>\ndeine Spende f\u00fcr die Flutopfer in Pakistan,<br>\n\u00fcberall ist irgendwas von dir im Spiel.<br>\nEin bisschen Puzzle und wir haben dein Pers\u00f6nlichkeitsprofil.<\/p>\n<p>Wessen B\u00fccher du bestellst,<br>\nvon wem du deine Mails erh\u00e4ltst,<br>\nWen du kennst, wovon du lebst,<br>\nwann du wie viel Geld abhebst<br>\nsexuelle Pr\u00e4ferenzen<br>\nund politische Tendenzen,<br>\ndigital fixiert in Bit und Byte,<br>\nwir kriegen alles raus, world wide.<\/p>\n<p>Du hinterl\u00e4sst eine Spur bei jedem Schritt,<br>\nbei jeder Kontobewegung, jedem Grenz\u00fcbertritt,<br>\njedem Kauf bei Ebay oder Amazon.<br>\n\u00dcber dich entsteht auch eine Information,<br>\nwenn\u00b4s ein Kn\u00f6llchen gibt, weil dein Auto falsch parkt,<br>\nmit dem Kamerabild aus dem Supermarkt<br>\nund der Video\u00fcberwachung auf \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen..<br>\nDas muss dich nicht unbedingt entsetzen.<br>\nVielleicht ist grad\u00b4 auf deine Daten keiner erpicht.<br>\nKann sein. Aber du wei\u00dft es nicht.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 11877642<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"55\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"55\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Woher die Macke?<\/strong><br>\nIch frag\u2018 mich immer, woher hab\u2018 ich meine Macke.<br>\nIch komme nicht darauf, es ist zu dumm.<br>\nIch kratz\u2018 mich hinterm Ohr und an der Backe.<br>\nSeit Jahren schon treibt mich die Frage um,<br>\nwarum ich manchmal ticke, wie ich ticke,<br>\nmein eigenes Verhalten nicht durchblicke<br>\nund noch mehr Leichen in den Keller packe.<br>\nIch frag\u2018 mich immer, woher hab\u2018 ich meine Macke.<\/p>\n<p>Hab\u2018 ich sie erblich oder sp\u00e4ter erst erworben?<br>\nKam sie von au\u00dfen oder ist sie genuin?<br>\nWann wurde irgendwas wodurch verdorben?<br>\nSind aus der Kleinkindphase R\u00fcckschl\u00fcsse zu zieh\u2019n?<br>\nKann sein, es war \u00b4ne Windel, die nicht passte,<br>\nvielleicht war\u2019s auch ein Spielzeug, das ich hasste,<br>\noder am Buddelplatz \u00b4ne feindliche Attacke.<br>\nIch frag\u2018 mich immer, woher hab\u2018 ich meine Macke.<\/p>\n<p>Waren es Lehrer, die mich nicht erfreuten,<br>\noder war es, ganz trivial,<br>\nwie \u00fcblich bei so vielen Leuten,<br>\ndas schwere Trauma im Geburtskanal?<br>\nDen ersten Wespenstich hab\u2018 ich auch im Verdachte,<br>\ndass er was wirklich Schlimmes mit mir machte,<br>\nund auch das Mottenloch in meiner Lieblingsjacke -<br>\nich frag\u2018 mich immer, woher hab\u2018 ich meine Macke.<\/p>\n<p>Was n\u00fctzt es mir, dass ich mich so plage?<br>\nIch k\u00f6nnt\u2018 ja auch) dem Drange widersteh\u2018n,<br>\nder augenscheinlich unl\u00f6sbaren Frage<br>\ndes Ursprungs meiner Macke nachzugeh\u2019n.<br>\nDoch leider bin ich davon ganz besessen.<br>\nDas ist nicht angenehm. Es kann indessen<br>\nmich der Gedanke ungemein erquicken,<br>\ndass alle andern auch nicht richtig ticken.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 21761588<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"81\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"81\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Zehn kleine Giftzwerge<\/strong><br>\nZehn kleine Giftzwerge fassten den Beschluss,<br>\ndass der, der am lautesten schreit, recht haben muss.<br>\nSofort begannen alle, aus vollem Hals zu schrei\u00b4n.<br>\nEiner schrie nicht laut genug, da waren\u00b4s nur noch neun.<\/p>\n<p>Neun kleine Giftzwerge wollten lustig sein,<br>\nmachten b\u00f6se Witze, kriegten sich fast nicht mehr ein,<br>\nzogen \u00fcber alles her. Einer hat gelacht<br>\nan der falschen Stelle, da waren\u00b4s nur noch acht.<\/p>\n<p>Acht kleine Giftzwerge bauten einen Gott.<br>\naus Pappmaschee, aus Styropor und aus Plastikschrott.<br>\nEiner fiel vom Glauben ab und ist ferngeblieben<br>\nbei der gro\u00dfen Prozession, da waren\u00b4s nur noch sieben.<\/p>\n<p>Schwund muss sein, so ist das Leben.<br>\nWer rausfliegt, kommt nicht mehr rein.<br>\nEin bisschen Ausschuss wird es immer geben.<br>\nSchwund muss sein.<\/p>\n<p>Sieben kleine Giftzwerge schauten tief ins Glas,<br>\nsoffen um die Wette und hatten ihren Spa\u00df.<br>\nManchmal ging es Schluck f\u00fcr Schluck, meistens ging\u00b4s auf Ex.<br>\nEiner war nicht gut trainiert, da waren\u00b4s nur noch sechs.<\/p>\n<p>Sechs kleine Giftzwerge gingen an den Fluss,<br>\nan den man besser nicht geh\u00b4n sollte, wenn man nicht muss.<br>\nF\u00fcr einen interessierte sich eine Wassernymphe.<br>\nDie andern haben ihn verkauft, da waren\u00b4s nur noch f\u00fcnfe.<\/p>\n<p>F\u00fcnf kleine Giftzwerge schlichen durch ein Haus.<br>\nSie fingen sich zu gruseln an und wollten wieder raus.<br>\nAls die meisten drau\u00dfen war\u00b4n, versperrten sie die T\u00fcr.<br>\nEiner war nicht schnell genug, da waren\u00b4s nur noch vier.<\/p>\n<p>Schwund muss sein \u2026<\/p>\n<p>Vier kleine Giftzwerge war\u00b4n total bekifft,<br>\nhofften auf Erleuchtung und fanden Rattengift,<br>\nwarfen es in einen Topf und kochten hei\u00dfen Brei.<br>\nEiner fiel beim R\u00fchren rein, da waren\u00b4s nur noch drei.<\/p>\n<p>Drei kleine Giftzwerge waren sehr diskret,<br>\nbewahrten ihr Berufsgeheimnis von fr\u00fch bis sp\u00e4t,<br>\nwurden wahre Meister der Geheimniskr\u00e4merei.<br>\nEiner kriegte Logorrhoe, da waren\u00b4s nur noch zwei.<\/p>\n<p>Ein kleiner Giftzwerg sprach zum anderen: \u201eMein Schatz,<br>\nes ist auf dieser Welt nun mal f\u00fcr zwei von uns kein Platz.\u201c<br>\nEr zog sein gro\u00dfes Messer, das des ander\u00b4n war nicht kleiner.<br>\nSie gingen aufeinander los und \u00fcbrig blieb keiner.<\/p>\n<p>Jetzt gibt es keinen Giftzwerg mehr.<br>\nWer das glaubt, ist dumm.<br>\nGiftzwerge laufen nach wie vor<br>\nmassenhaft herum.<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 32452890<\/em><\/p>\n<p><strong id=\"54\"> <\/strong><\/p>\n<hr>\n<p><strong id=\"54\"> <\/strong><br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Zwischen Leber und Milz<\/strong><br>\nZwischen Leber und Milz<br>\npasst noch immer ein Pils.<br>\nZwischen Leber und Nierchen<br>\npasst wohl auch noch ein Bierchen<br>\nZwischen Leber und Po<br>\npasst bestimmt ein Bordeaux.<br>\nZwischen Leber und Glied<br>\npasst noch ein Aquavit.<\/p>\n<p>Und das ist gut so,<br>\nja, das ist sch\u00f6n.<br>\nDa ist noch Platz en gros,<br>\nda woll`n wir noch nicht gehen.<\/p>\n<p>Zwischen Leber und Kinn<br>\npasst noch immer ein Gin.<br>\nZwischen Leber und Beckenring<br>\npasst vielleicht noch ein K\u00fcmmerling.<br>\nZwischen Leber und Vorbau<br>\npasst noch ein M\u00fcller-Thurgau.<br>\nZwischen Leber und Zeh<br>\npasst noch ein Grand Manier.<\/p>\n<p>Und das ist gut so...<\/p>\n<p>Zwischen Leber und Hackensporn<br>\npasst noch immer ein Appelkorn.<br>\nZwischen Leber und Knie<br>\npasst sogar noch ein Hennessy.<br>\nZwischen Leber und Magenwand<br>\npasst noch ein Marillenbrand.<br>\nZwischen Leber und Hals<br>\nein Tequila mit Salz (und mit Zitrone).<\/p>\n<p>Und das ist gut so...<\/p>\n<p>Zwischen Leber und Stei\u00dfbein<br>\npasst noch immer ein Eiswein.<br>\nZwischen Leber und Zungenspitze<br>\ngeh\u00b4n glatt noch zwei Slivovitze.<br>\nZwischen Leber und Ferse<br>\npassen auch noch diverse.<br>\nZwischen Leber und Baldachin<br>\ngeht ganz zum Schluss noch \u00b4ne Packung Aspirin.<\/p>\n<p>Und das ist gut so!<\/p>\n<p><em>Text und Musik: Dietrich Pl\u00fcckhahn<br>\nGEMA-Werknummer 10386468<\/em><\/p>\n<p><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<p><em><em><\/em><\/em><\/p>\n<\/div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/musik-satire.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/195"}],"collection":[{"href":"https:\/\/musik-satire.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/musik-satire.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/musik-satire.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/musik-satire.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=195"}],"version-history":[{"count":87,"href":"https:\/\/musik-satire.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/195\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":704,"href":"https:\/\/musik-satire.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/195\/revisions\/704"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/musik-satire.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=195"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}